5. Platz bei der NÖ Mittel MS
Auch der zweite Versuch heuer auf eine Medaille bei einer Niederösterreichischen Landesmeisterschaft blieb erfolglos. Nach der Disqualifikation bei der Sprintmeisterschaft konnte ich mich diesmal aber mit einem fünften Platz deutlich steigern. Mehr als die Erwartungen erfüllt hab ich aber auch nicht. Zum Lauf selbst:
Es erwartete uns eine ziemlich steile Bahn (200 Höhenmeter auf 4,5 Kilometer) - schonmal keine idealen Voraussetzungen für mich, mir liegen ja flache Gelände eher. Aber probieren muss man es trotzdem. Gleich zum ersten Posten ging es 50 Höhenmeter hinauf. Den Standort hatte ich auf der Musterkarte im Vorstart bereits erraten, der Posten selbst war also kein Problem (+2sec auf Pierre). Nur meine Augen hatten etwas Schwierigkeiten sich von greller Sonne auf dunklen Wald umzustellen als ich beim Startpunkt in den Wald abbog.
Zu Posten zwei konnte ich den Rückstand ebenfalls gering halten und blieb somit hinter Pierre an zweiter Stelle. Dann kam meine stärkste Phase in diesem Lauf: am Weg zum 2er sah ich bereits den 4 Minuten vor mir gestarteten Michi, also gab ich zum 3er Vollgas (Bestzeit) und zum 4er (wieder Bestzeit!) konnte ich ihn schließlich überholen. Und plötzlich lag ich an erster Stelle. Dieser Zustand sollte aber nicht lang halten...
Denn zu Posten 5 kam der übliche grobe Schnitzer. Ich lief ohne Plan nur nach Kompass und hoffte den Posten zu erspähen. Doch ich wurde immer unsicherer, blieb öfters stehen und fing mich schließlich auf der Forststraße auf. Doch auch dort wusste ich nicht genau wo ich war und so zitterte ich irgendwie Richtung Posten, bis ich ihn endlich fand. Dieser Schwenker kostete mich 1'30 und warf mich von Platz 1 auf Platz 6 zurück.
Posten 6 war kein Problem, das Dickicht und der Stein bildeten perfekte Ablaufpunkte. Zu Posten 7 ahnte ich schon einen groben Zeitverlust, da es wieder 50 Höhenmeter auf einmal zu bewältigen gab, und ich auch noch etwas falsch den Hang vorher herunterlief. Der Zeitverlust beschränkte sich jedoch auf 15 Sekunden, halb so schlimm.
Die Posten 8 bis 10 erwischte ich zwar wieder sehr gut, aber Hanglaufen ist einfach nicht meins. So verlor ich rein läuferisch 50 Sekunden - viel zu viel. Nach dem kurzen Anstieg zu Posten 11 war der Saft aus, das merkte ich vor allem vor und auf der Forstraße zum nächsten Posten. So verlor ich nochmals 42 Sekunden läuferisch auf einer Teilstrecke von nicht mal 3 Minuten.
Posten 13 und 14 liefen technisch wieder sauber. Doch zum vorletzten Posten musste ich mir natürlich noch einen Fehler leisten. Ich sah das Sperrgebiet um den Postenraum erst als ich auf der Forstraße lief und ließ mich dann von anderen Läufern irritieren. Anstatt gerade auf die Straße hinunterzustechen lief ich zurück und um den Weingarten herum. Die Medaillen waren aber bereits vergeben, also nahm dieser Fehler auch keinen Einfluss mehr.
Zum letzten Posten und ins Ziel nochmal Gas geben und aus war der Lauf. Zufrieden bin ich mit meinem Lauf, eine Medaille wäre möglich und schön gewesen, aber geschenkt wird einem nichts.
Übrigens lag ich mit meinem Tipp (Kaltenbacher - Stockmayer - Fesselhofer) gar nicht so weit daneben. Nur Stephan anstatt Roland machte mir einen kleinen Strich durch die Rechnung, aber er hat sich's ja auch verdient. Gratuliere!
Ergebnis NÖ Mittel
Laufanalyse
Knapp vorbei ist auch daneben, trotzdem zufrieden

Es sollte einfach nicht sein. Aber ich war sowieso selbst daran schuld. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Lauf, die Niederösterreichische Meisterschaft 2010 im Sprint-OL in Sandleiten, Wien. Die Bahn, das Wettkampfgelände, die Aufwärmkarte, die Infrastruktur, alles hat gepasst - nur eben mein Lauf nicht. Denn wenn man einen Posten auslässt, weil man meint, er wäre nicht da, wird man nur zurecht disqualifiziert. Vor allem dann, wenn man an der falschen Stelle gesucht hat.
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer, Routegadget, Fotos und sogar Fernsehbericht
Aber jetzt von Anfang an: es erwartete uns eine 2,5km lange Bahn mit 23 Posten in einer detailreichen Wiener Siedlung: Sandleiten. Zum Aufwärmen gab es eine kleine Karte im passenden Maßstab vom Kongresspark direkt neben dem Start - danke an den Veranstalter!
Nach intensivem Aufwärmen geht es los: auf der Karte Start und ersten Posten suchen und gleich in einen Gemeindebau. Die Teilstrecke ist lang genug um in die Karte hineinzufinden und die Route zum zweiten Posten zu planen. Erster Posten ist da, passt!
Ich entscheide mich für die südliche Route zum zweiten Posten und kann diese schnell durchziehen - Bestzeit! Die nächste Routenwahl kommt sofort: ich wähle die nördliche Route, verliere nur zwei Sekunden auf Pierre. Schon die ersten drei Posten versprechen eine geniale Bahn.
Zu Posten vier ist die Route ziemlich klar, läuferisch verliere ich nur eine Sekunde auf Stephan und liege zu diesem Zeitpunkt nur drei Sekunden hinter Pierre und acht vor Stephan - ein heißes Rennen.
Die Hitze soll jedoch gleich verloren gehen: kurz vor Posten fünf ist die Tür durch den Durchgang geschlossen und ich laufe vorbei. Wenige Meter später schießt mir ein, dass in der Laufinformation stand, dass Durchgangstüren zu sein können und ich drehe sofort um. Doppeltes Pech: am anderen Ende des Durchgangs ist noch eine Tür, und abstoppen und Tür öffnen kosten immer Zeit und Kraft. Zeitverlust bei Posten fünf insgesamt 15 Sekunden. Gesamt +19 auf Pierre, -2 auf Stephan.
Die Posten sechs bis zehn erfordern höchste Konzentration. Zuerst genaues Mitlesen zu Posten sechs, dann drei kurze Posten und schließlich eine interessante Routenwahl. Am Ende dieses Teils liege ich 21 Sekunden hinter Pierre (also nur zwei Sekunden verloren) und 19 Sekunden vor Stephan noch immer an zweiter Stelle. Zu den Posten sieben und zehn konnte ich sogar zwei weitere Bestzeiten für mich verbuchen.
Die nächsten drei Posten machen keine Probleme, zu Posten 11 wähle ich die rechte Route, Posten 12 ist klar, da die Hecke eine andere Route verhindert und zu Posten 13 bietet sich eigentlich auch nur eine Route an. Der Rückstand? Mittlerweile 26 Sekunden auf Pierre, schön langsam werden die Beine schwer, aber immerhin 28 Sekunden vor Stephan. Sieht in diesem Moment nach einen sicheren zweiten Platz aus.
Doch dann kommt schon der nächste Schreck: bei der Straßenkreuzung kurz nach Posten 13 bin ich kurz verwirrt. Ich denke, der kleine Weg muss direkt von der Kreuzung abzweigen und bleibe stehen. Karte mit Kompass genau einnorden, ein paar Schritte zurück und dann sehe ich erst, dass ich noch ein paar Meter weiter muss. Zwar ärgerlich, aber zumindest passierte mir hier kein gröberer Fehler wie vielen anderen. Die liefen nämlich die falsche Straße und bogen in die Sackgasse (südlich der Zahl von Posten 12) ein, was natürlich viel wertvolle Zeit kostete. Trotzdem verliere ich durch diese Unsicherheit 12 Sekunden und liege somit 38 Sekunden hinter Pierre. Stephan erwischte den Posten aber anscheinend auch nicht optimal und konnte nur vier Sekunden aufholen.
Bei den nächsten beiden Posten (15 und 16) verliere ich nur eine bzw. zwei Sekunden, doch dann kommt der selbst verschuldete Todesstoß: Posten 17. Für mich ist klar, dass der Posten im östlichen Hauseinsprung sitzt, der Blick auf die Postenbeschreibung bestätigt meine Annahme. Und so laufe ich links um das Haus, biege um die Ecke und: kein Posten. Vielleicht noch nicht weit genug? Also weiter vor, das Haus ist aus, kein Posten! Falsches Haus? Ich laufe nordöstlich zum anderen Haus - "Nein, das ist das kleine Haus, ich war schon richtig." - wieder zurück, der Posten ist nicht da. Ich bin mir absolut sicher und laufe ohne einen Posten zu stempeln weiter.
Was mir nicht auffällt: der westliche Hauseinsprung ist gemeint, das Postenringerl ist richtig positioniert und auch die Postenbeschreibung stimmt. Jedoch bin ich anscheinend fetzenblau und missachte beides. Durch dieses Missgeschick und die kleine Extraschleife verliere ich bis Posten 10 ganze 45 Sekunden. Egal, denn ich bin sowieso disqualifiziert. Während dem Lauf ist mir dies noch nicht bewusst, denke ich doch, dass der Posten fehlt, also kämpfe ich weiter.
Und wie: ab Posten 19 hole ich nur noch Bestzeiten, sogar im Zieleinlauf. Im Ziel erwartet mich bereits Stephan und fragt mich nach meiner Zeit. Ich antworte "Um die 15:50, owa a Postn hot gföht." Was? Welcher? Wir sehen uns die Karte an. Stephan fragt, ob ich auf der richtigen Hausseite war, und da geht mir ein Licht auf. Mir geht sowas von ein Licht auf, dass es sogar in Australien um Mitternacht kurz hell ist.
Das bedeutet natürlich Disqualifikation und kein zweiter Platz. Da ich aber einen wirklich guten Lauf hatte, bin ich dennoch zufrieden. Das Lauftempo hat absolut gepasst (läuferisch nur um die 30 Sekunden auf Pierre verloren) und technisch auch in Ordnung. Und durch die Disqualifkation muss ich mich auch nicht über die zwei Fehler zu den Posten 5 und 14 ärgern.
Resümee: ein wirklich schöner Lauf auf einer sehr interessanten Bahn (danke an den Bahnleger Thomas Ballik) mit vielen Routenwahlen und gefinkelten Posten. So soll ein Sprint sein!
Wie erwartet eine spannende Entscheidung
Ja, es war wie erwartet eine spannende Entscheidung, nämlich die der Herren bei der 31. Wiener Neustädter Stadtmeisterschaft. Und obwohl es spannend war, gab es auch den erwarteten Stadtmeister 2009 und somit Organisator 2010: Stephan.
Der diesjährige Austragungsmodus, ein Vorlauf und anschließend Finale mit Jagdstart, fand denke ich generell großen Anklang, mir hat er auf jeden Fall sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt, was sich Stephan und Jutta (siegte souverän bei den Damen) für das nächste Jahr einfallen lassen werden.
Vorlauf
Mein Rennen begann um 09:05 Uhr. Der erste Posten war durch die vorher gestarteten Läufer bereits bekannt, doch der zweite war schon eher gefinkelt: eine kleine Senke im Grünen.
Mit genügend Konzentration machte auch dieser Posten keine Probleme und dann hieß es erstmal Beine in die Hand nehmen und laufen. Am Weg zu Posten 7 sah ich bereits den eine Minute vor mir gestarteten Günther vor mir laufen und bei Posten 10 konnte ich ihn schließlich einholen.
Die nächsten beiden Posten gestalteten sich technisch gesehen etwas schwieriger, vor allem für ortsunkundige Läufer. Dieser Teil war wohl auch der Höhepunkt des Laufs. Zum 11er wusste ich, dass es unter der Brücke durchging (zwei Höhlen ergeben einen Durchgang) und so hatte ich keine Probleme (oder man sprang einfach die passierbare unpassierbare Mauer hinunter).
Beim 12er ergab sich dann aber ein Problem, allerdings war man als Läufer dabei "unschuldig". Ich wusste, dass man den Burggraben weiterlaufen konnte und man am Ende schließlich an einem Tor anstehen würde. Als ich jedoch auf der Karte sah, dass keine schwarze Linie vorhanden war, dachte ich, dass das Tor geöffnet wurde um eine spannende Routenwahl zu ermöglichen.
Auf halbem Weg kam mir plötzlich Michi entgegen, der zwei Minuten vor mir ins Rennen ging. Um es nett auszudrücken: er ließ mich mit sanfter Stimme wissen, dass das Tor abgesperrt war und es kein Durchkommen gab. Gut, also umdrehen und außen herum. Natürlich kamen uns weitere Läufer entgegen, denen wir ebenfalls den unnötigen Weg ersparen wollten und auf die Sackgasse hinwiesen.
Nach der kurzen Aufregung ging es im flotten Tempo weiter. Die restlichen Posten waren bald gefunden und schon war der Vorlauf vorbei.
Nach ein paar Diskussionen wurde entschieden, dass die beiden Zwischenzeiten zu den Posten 11 und 12 annulliert werden. Im Endeffekt reihte ich mich nach der Neuberechnung der Zeiten mit 7 Sekunden Rückstand auf Stephan an der zweiten Stelle ein, also eine gute Ausgangssituation für das Finale. 26 Sekunden hinter mir platzierte sich Mani auf dem dritten Platz, danach ging es im Sekundenabstand Schlag auf Schlag.
Karte mit Bahn und Route Vorlauf
Ergebnisse Vorlauf
Zwischenzeiten Vorlauf
Splitalyzer Vorlauf
Finale
Nach einer kurzen Erholungspause stand dann auch schon das Finale am Programm. Der Start war diesmal etwas weiter entfernt, nämlich am Maria Theresien Platz. Da die Abstände so gering waren, gesellten sich natürlich alle Läufer zugleich zum Start und es ergab sich ein wirklich lustiges Spektakel aus Witzen, Nervösitäten und Anspannungen.
Dann ging es los: Stephan startete, 7 Sekunden nach ihm nahm ich meine Karte auf und folgte ihm. Nach hinten hatten wir ja einen kleinen Zeitpolster.
Die ersten beiden Posten waren bereits vom Vorlauf bekannt, am Weg zum 3er konnte ich bereits Stephan ein- und überholen, da er einen kleinen Haken schlug. Zum 4er zitterten wir etwas hinüber und Stephan übernahm wieder die Führung bis zum Beginn des Schmetterlings.
Bis dorthin ging es mir läuferisch ganz gut und danach eigentlich auch noch. Aber alleine laufend konnte ich einfach nicht das hohe Tempo vom Beginn halten. Am Weg zum 12er machte mir ein nicht eingezeichneter Zaun einen kleinen Strich durch die Rechnung und so musste ich einen ungeplanten Bogen machen, der in etwa 3 bis 4 Sekunden kostete.
Posten 13 beendete schließlich den Schmetterling. Stephan absolvierte ihn 9 Sekunden schneller als ich und hatte somit einen kleinen Vorsprung für die Schlussstrecke. Ich packte also meine Karte ein (nicht wirklich, aber Route plante ich keine einzige mehr, kontrollieren genügte) und mobilisierte nochmals all meine Kräfte.
Aber Stephan lief die letzten Posten sehr kontrolliert und ließ am Ende nichts mehr anbrennen. Ich konnte zwar noch ein paar Sekunden aufholen, wenn es zum Zielsprint gekommen wäre, hätte Stephan aber sicher die Nase bzw. den Chip vorne gehabt. Somit heißt der Sieger verdienter Weise Stephan Seeböck, aber zumindest der zweite Platz war mir mit 4 Sekunden Rückstand gesichert.
Roland konnte sich vom vierten noch auf den dritten Platz vorschieben und komplettierte somit das Siegerpodest.
Ich muss ehrlich sagen, es waren zwei schöne Läufe und das Training in den letzten Wochen hat sich rentiert. Jetzt heißt es "nicht locker lassen", denn in knapp zwei Wochen kommt noch das letzte Austria Cup Wochenende mit der Nachtmeisterschaft in Tirol.
CU there
Karte mit Bahn und Route Finale
Ergebnisse Finale
Zwischenzeiten Finale
Gesamtergebnis Stadtmeisterschaft
Kein Witz in Witzelsberg

Vergangenes Wochenende fanden im Gelände des WMOC06-Finales der 7. Austria Cup am Samstag und die Österreichischen Staffelmeisterschaften am Sonntag statt.
Austria Cup
Ich lief wie gewohnt in der Kategorie Herren 21- Lang. Nachdem ich auch als Helfer bei der Auswertung im Einsatz war, startete ich etwas später als geplant.
Der Anfang vom Rennen verlief sehr gut, zumindest bis zum vierten Posten. Zum Fünften machte ich dann einen gar nicht mal so schlimmen Richtungsfehler, allerdings geriet ich dadurch auf den nördlicheren breiten Weg, dachte ich wäre einen weiter südlich und lief so aus der Karte raus. Bald schon erkannte ich, dass ich falsch war und zum Auffangen gab es nicht viele Anhaltepunkte, also beschloss ich nach Süden zum großen Graben zu laufen. Ich konnte mich dann doch am richtigen Graben auffangen und hatte gleich den Posten, drei Minuten verlor ich trotzdem.
Der Rest vom Lauf ging wieder besser und ich machte keine gröberen Fehler mehr, nur kleinere Haken zu den Posten acht, sechzehn und neunzehn, die vielleicht gesamt eine Minute kosteten.
Für den Sieg in der Herren 21- Lang hat es gereicht, auch wenn die Herren 35- auf der selben Strecke deutlich schneller waren. Aber das kann nur Ansporn für die nächsten Trainings sein.
Karte mit Route
Ergebnisse
Zwischenzeiten
Splitalyzer
Routegadget
Staffelmeisterschaft
Die Staffelmeisterschaft durfte ich nach Ausfall von Roland in der 1er-Mannschaft mit Pierre und Stephan laufen.
Pierre lief am Start und übergab mir als 8., 44 Sekunden hiner Platz 7 und 3'35" hinter Platz 6, ich hatte also genug aufzuholen. Die ersten drei Posten waren kein Problem, doch schon beim Vierer machte ich einen wirklich unsinnigen Fehler. Ich lief einfach an der Kuppe vorbei und erst als ich den Zaun kurz vor mir sah erkannte ich mein Missgeschick.
Die nächsten Posten liefen wieder wie am Schnürchen, Gegnerkontakt hatte ich allerdings keinen - noch nicht. Den Elfer überrannte ich wieder und verlor so in etwa eine Minute. Doch als ich den Posten stempelte, erblickte ich Villach plötzlich 50 Meter vor mir - endlich irgendwen eingeholt. Zum Zwölfer musste ich dennoch alleine orientieren, da ich Villach nach dem kurzen Anstieg in der Mitte aus den Augen verlor.
Beim Zwölfer angekommen war auf einmal Henndorf (hinter mir gestartet) da, Villach war schon weiter voraus. Ich heftete mich also an Henndorfs Fersen, ab der Forststraße lief ich jedoch anders und war daher vorher beim Posten, wo ich endlich Villach ein- und überholte. Zum Vierzehner auf der Forststraße stand plötzlich der LAC neben mir, und so liefen wir gemeinsam zum Posten. Zum nächsten wollte ich eigentlich zurück auf die Forststraße, wo ich hergekommen war, um den Graben zu umlaufen. Allerdings gelangte ich viel zu weit nach unten und war völlig von der Rolle. Ich lief den kleinen Weg noch weiter bergab bis ich überriss, wo ich war und kämpfte mich wieder hinauf. Zu meinem Glück passierte dem LAC ein ähnlicher Fehler (lief noch weiter hinunter) und so kamen wir beim Posten wieder zusammen, wo uns Henndorf wieder einholte.
Der Sechzehner war gegabelt, der LAC hatte die einfachere Gabel auf der Nase und war somit wieder weiter vorn. Zum Siebzehner entschloss ich mich die Forststraße auszulaufen, was gar nicht so langsam war anscheinend, denn beim Posten kam ich vor dem LAC und Henndorf an.
Jetzt ging es auf die Schlussstrecke, die es noch deutlich in sich hatte. Beim 21er war ich mit dem LAC und Henndorf noch zusammen. Hinauf zum 22er zog Henndorf davon, auf Grund eines kleines Fehlers holten wir Henndorf beim 23er jedoch wieder ein. Der 23er war noch einmal gegabelt. Ich erwischte ihn zwar ohne Probleme, allerdings hatten der LAC und Henndorf eine andere, anscheinend kürzere, Gabel, und so verlor ich bis ins Ziel noch 41" (Henndorf) bzw. 16" (LAC). Auf der Forststraße zum 24er sah ich auch Fürstenfeld vor mir, allerdings musste ich noch zum Posten hinauf.
Im Endeffekt hatte ich zwei Staffeln überholt (Wien hab ich zwar nie gesehen...) und wurde selbst von Henndorf überholt, also machte ich immerhin einen Platz gut. Außerdem waren der LAC und Fürstenfeld in Reichweite. Ich schickte also Stephan auf Platz 7 liegend ins Rennen, 16" hinter dem LAC, 41" hinter Henndorf und 1'03" hinter Fürstenfeld.
Stephan verlor nochmal einen Platz und so fielen wir wieder auf Platz 8 zurück, was aber auch schon egal war.
Wenigstens waren es für mich nach vielen Trainings in diesem Gelände zwei schöne Wettkämpfe.
Karte mit Route
Ergebnisse
Zwischenzeiten
Gemeinsam versagt
Bei der Österreichischen Mannschaftsmeisterschaft heute in St. Lorenzen am Wechsel hatte ich die Ehre mit Michi (Auer) und Stephan zu laufen. Nachdem ich vom Vortag noch schwere Beine hatte, war klar, dass die beiden anderen den Löwenanteil der Strecke laufen und ich mehr die Aufteilung übernehmen würde.
Wie auch immer, wir liefen zwar ein braves Rennen, jedoch scheiterten wir am System. Denn wir holten zu Beginn vom ersten Postennetz nur sieben Posten (lagen dadurch beim ersten Sammelposten weit in Führung) und nahmen den Rest am Schluss mit. Also alles in allem nicht so, wie man es machen sollte. Zwar konnten wir uns im Ziel noch über den fünften Platz freuen, kurze Zeit später wurden wir jedoch aus der Wertung genommen. Zurecht natürlich.
Ich bin froh, dass ich nur dreimal drei Posten anlief und sonst von Sammelposten zu Sammelposten joggen konnte. Danke Stephan und Michi
Die Karte will ich euch trotzdem nicht vorenthalten, also bittesehr.



