Markus Plohn Die Digitalisierung des Orientierungslaufs

20Mai/101

Quer durch die Landeshauptstadt

Der fünfte NOLV Cup führte durch die Traisenau und das Regierungsviertel in Niederösterreichs Landeshauptstadt St. Pölten. In der Au hatte ich so meine Probleme. Die Karte war östlich der Traisen nicht mehr am aktuellsten Stand, was vor allem bei Posten fünf fast allen Läufern zu schaffen machte, mich eingeschlossen. Ich lief mit Erich Göschl etwas zu weit, bei einer nicht eingezeichneten Lichtung kämpften wir uns über querliegende Bäume hinab und mussten schließlich wieder zurück. Die Lichtung beim Posten selbst war nicht vorhanden. Diese Umweg kostete mich 1'30".

LaufanalyseErgebnisliste, Zwischenzeiten

Zuvor war mir bei Posten drei schon ein Fehler unterlaufen. Kurz vorm Posten dachte ich ich wäre bereits zu weit nördlich und lief daher nach rechts bis ich mich auf dem Weg auffing. Der Zeitverlust hielt sich aber mit 30 Sekunden in Grenzen.

Der zweite Teil des Laufs im Regierungsviertel und im Hammerpark (Posten 9, 10, 15 und 16) gefiel mir um einiges besser und ich konnte hier auch fehlerfrei durchlaufen. Durch die zwei Minuten Fehler am Anfang blieb am Ende aber "nur" der zweite Platz 34 Sekunden hinter Georg Wittberger und 1'25" vor Andreas Perstinger.

Am Samstag werden Pierre, Michi und ich bei einem WRE-Sprint und einer Staffel in Brünn an den Start gehen. Das Starterfeld ist gar nicht so schlecht besetzt, ich bin schon sehr gespannt.

Ausschreibung, Startliste Hummel Sprint Cup

7Mai/100

Failure is not an option

Versagen sollte eigentlich keine Option sein, am Mittwoch beim NOLV Cup war es aber leider Realität. So viele Fehler in einem Lauf hatte ich schon länger nicht mehr zusammengebracht. "Viel Bodenbewuchs und Kompasslaufen", meinte Flo noch als ich zur Anmeldung ging. Hätte ich mir das besser zu Herzen genommen. Hier die Details:

Posten 1
Vom Start gleich zurück auf die Forststraße und erstmal Tempo machen. Ein kurzer Abschneider über die Wiese (wäre wahrscheinlich gar nicht notwendig gewesen) und weiter am Weg. Ich sehe links Posten 14 und denke mir "Gut, den kenn' ich jetzt schon, der macht keine Probleme". Tja, falsch gedacht! Aber später mehr dazu. Zum Einser gibt es am Weg keinen guten Ablaufpunkt, ich laufe nach Gefühl, orientiere mich an den auf der Straße fahrenden Autos (ja, auch eine Möglichkeit), reduziere das Tempo und halte die Augen offen. Und da leuchtet der Schirm auch schon. Bestzeit! Fing ja gar nicht mal so schlecht an - aber es sollte noch anders kommen.

Posten 2
"Höhe laufen und Richtung halten, am Gegenhang Rinne/Schneise hinauf". Guter Plan - katastrophale Ausführung. Statt Höhe laufe ich bergab und komme schließlich bei Posten 13 heraus. Ich möchte stempeln - falsche Nummer! Da ich in unmittelbarer Nähe von Posten 2 keinen anderen eingezeichnet habe, komme ich nicht mal auf die Idee auf der Postenbeschreibung nachzusehen, ob das einer meiner nächsten Posten ist. Das hätte mir viel Zeit erspart. Stattdessen laufe ich zögerlich am Hang entlang und fange mich schließlich bei den beiden besonderen Objekten auf. Von dort geht's direkt zum Posten. Zeitverlust: 1'30".

Posten 3
Über die Wiese und am Weg, der Posten leuchtet schon von Weitem. Kein Problem.

Posten 4
Grenzstein im Bodenbewuchs und Dickicht - super! Also langsames Richtungslaufen. Den Posten sehe ich, von einem Dickicht keine Spur.

Posten 5
Auf der Karte betrachtet eigentlich sehr einfach. Über die Wiese, am Weg und nach dem Dickicht rechts rein. Teil eins und zwei klappen sehr gut, nach dem Dickicht rechts rein will nicht so ganz. Ich laufe zwar nach einem Dickicht rechts rein, aber es ist viel zu früh. Also stehen bleiben, Karte lesen, rauf, rüber, runter, zurück, da ist er. Zeitverlust: 1'15".

Posten 6
Gelingt mir überraschender Weise sehr gut, obwohl die Dickichte überhaupt nicht auszumachen sind. Bestzeit!

Posten 7
Wieder so ein Grenzstein im Dickicht, und wieder erwische ich ihn halbwegs gut (obwohl mir der Abstand zum Hochstand sehr weit vorkommt). Nochmal Bestzeit!

Posten 8
Nach zwei Bestzeiten ist wiedermal Zeit für einen Fehler - diesmal nur für einen kleinen. Ich entscheide mich für die direkte Route durch's Dickicht. Gute Wahl, denn viel Dickicht ist da nicht. Kurz vorm Posten biege ich aber nach rechts ab, bemerke dies jedoch gleich und halte die Fehlerzeit so in Grenzen. Zeitverlust: 30".

Posten 9
Statt auf den Weg laufe ich auf die Schneise und gebe Gas. Glücklicherweise werfe ich einen Blick auf den Kompass und bemerke die falsche Richtung. Nach einem kurzen Steher überreiße ich, dass ich auf der Schneise bin und quere durch das Dickicht auf den richtigen Weg. Dann sehr zaghaft bergab zum Posten, die Dichickte sind wieder sehr schwer auszumachen und irgendwann blitzt der Posten vor mir auf. Zeitverlust: 1'.

Posten 10
Durch das Dickicht (das es nicht gibt) mit Kompass hinauf zum Posten. Nur ein kleiner Schwenk, nicht tragisch.

Posten 11
Wieder Dickicht und Kompass. Gelingt mir diesmal zwar nicht so gut, für die Bestzeit reicht es trotzdem. Man erkennt zwar wieder schwer, wo ein Dickicht aufhört und das andere beginnt, aber wenigstens ist der Hochstand gut zu sehen.

Posten 12
Jetzt passiert mir die gleich Tragik wie zu Posten 2. Statt Höhe laufe ich wieder bergab (auf der gleichen Schneise, die ich aber während dem Laufen nicht erkenne) und komme viel zu tief in den Gräben heraus. Also alles wieder hinauf. Zeitverlust: 30".

Posten 13
Bei Posten 12 habe ich fast Jörg eingeholt. Zu Posten 13 also Tempo machen und Richtung kontrollieren. Plötzlich wird mir bewusst, dass das der Posten ist, bei dem ich am Weg zum Zweier stehen geblieben bin und kann zielstrebig hinlaufen, wieder Bestzeit!

Posten 14
Zuerst plane ich am Weg links herum zu laufen. Eigentlich gibt es ja auch keine andere Möglichkeit. Doch dann läuft Jörg links und ich versuche zum Vergleich die Route quer durch. Schlechte Idee! Am Anfang geht es noch sehr gut dahin, über den ersten Weg, passt, über den zweiten Weg (nicht eingezeichnet!), passt und jetzt im Graben die Rinne. Komisch, vorhin hat der Wald viel offener ausgesehen, als ich am Weg zum Einser vorbeigelaufen bin. Ich drehe mich immer mehr ein und lande schließlich wieder am großen Weg. Ein Blick am Kompass: oh no! Also doch am Weg und zum Posten. Dieser Ausflug ins Grüne (wobei hier das Grüne keine schöne Wiesenlandschaft sondern (ja, diesmal wirklich) Dickicht ist) hat mich schlussendlich 2'30" gekostet.

Posten 15
Der Posten ist nicht so schwierig, ich lauf nur etwas Zickzack und verliere dadurch 20".

Posten 16
Auf den Weg und dann Richtung halten. Ich laufe bewusst rechts von der Rinne, denn der Hochstand ist nördlich der Rinne eingezeichnet. Und wie könnte es anders kommen: der Hochstand steht natürlich südlich. Halb so schlimm.

Posten 17
Eine nicht eingezeichnete Schneise bietet sich an, dadurch komme ich aber zu weit rechts heraus. Auch schon egal. Über das Feld gibt es einen breiten Weg, dann hält sich zumindest hier der Zeitverlust in Grenzen, da ich dann nicht komplett um das Feld herumlaufen muss. Trotzdem 30" verloren.

Posten 18
Einfach auf das Waldeck hinauszielen und ab ins Ziel.

Macht summa summarum sage und schreibe 8'05" (in Worten: acht Minuten und fünf Sekunden) Fehlerzeit, das stimmt so richtig gut auf die kommenden Läufe ein...

Karte mit Bahn und (mieser) Route
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer

Am Donnerstag stand beim Vereinstraining in Vorbereitung auf die Niederösterreichische Sprintmeisterschaft ein Sprint im Stadtpark Wiener Neustadt am Programm. Diese Karte ist etwas Besonderes, denn es gibt immer genügend Zuseher, die sich wahrscheinlich denken, warum die Hansln da kreuz und quer durch den Park hirschen. Als Posten dienten von Bränsch aufgeklebte alte Score-OL Karten, auch eine Variante.

Zuerst liefen wir in einer Einerstaffel drei ziemlich ähnliche Strecken und abschließend noch Strecke C verkehrt mit Massenstart. Es machte richtig Freude so schnell durch den Park zu laufen, ein wahrer Genuss nach der Misere am Tag davor. Einzig bei Posten 7 auf der Strecke B lief ich zuerst zum falschen Denkmal, da ich das richtige zwei Meter vor mir nicht sah. Da hätte ich mir schon fast meine Führung verhaut...

Karte Schleife A
Karte Schleife B
Karte Schleife C
Karte Schleife C verkehrt

23Apr/100

OL-Training: Postennetz & Korridor

Diese Woche zeichnet sich durch viel OL-Training aus, so wie es sein soll. Am Mittwoch startete ich beim 3. NOLV Cup in Mauternbach, am Donnerstag machte ich beim Vereinstraining in Bad Fischau mit und morgen stehen ein Techniktraining in Aspang am Vormittag und der 3. WOLV Cup (Einerstaffel mit Massenstart) in Wien am Nachmittag am Programm.

NOLV Cup

Zur Abwechslung gab es diesmal statt einer normalen Bahn ein Postennetz zu lösen, es mussten also alle 26 Posten in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden. Normalerweise bin ich darin grottenschlecht (vgl. 4. Lauf der vergangenen Wintertour (Score-OL)), aber ich denke, dass ich es diesmal halbwegs gut hingebracht habe. Zu meinem Glück durfte man die Karte nämlich schon ca. eine Minute vor dem Start ansehen und somit die Reihenfolge planen, ansonsten wäre ich wahrscheinlich wieder kläglich gescheitert.

Hier die Karte ohne meiner Route. Wie wärst du gelaufen? Wenn du die optimale Reihenfolge gefunden hast, kannst du sie ja in einem Kommentar posten.

Die ersten drei Posten waren klar, doch dann kam das Grübeln. Ich entschied mich dafür zu Beginn ganz nach oben zu laufen und dann nach unten die Posten einzusammeln. Das gelang mir auch ganz gut. Nur bei Posten 192 ließ ich mich von einem nicht eingezeichneten Grabensystem ablenken (ich dachte, ich wäre bereits beim richtigen Graben und lief daher hinauf).

Nach Posten 177 hätte ich eventuell gleich 87 mitnehmen können, dann hätte ich mir am Schluss den Weg erspart und wäre direkt von 185 zu 100 gelaufen. Abenteuerlich war es bei Posten 90. Hier musste man zwischen den Felsen zum Posten hinauf und anschließend wieder zum Weg hinunter klettern. Da war ich bergab fast langsamer als bergauf.

Der Rest verlief ohne Probleme, die Posten in den Weingärten hielten sich Gott sei Dank in Grenzen.

Zwar war es wie jeder NOLV Cup nur ein Trainingslauf, aber ich hatte nie das Gefühl auch nur annähernd richtiges Wettkampftempo zu laufen. Mir fehlte auch etwas die Energie vom ausgelassenen Mittagessen. Für den zweiten Platz hat es am Ende dennoch gereicht.

Und hier die Karte mit meiner Route:

Ergebnisse und Zwischenzeiten
Laufanalyse bei Lanyse

Nach dem NOLV Cup begleitete ich Flo noch zum Bouldern zur Ruine Aggstein, aber das ist eine andere Geschichte ... und die wird auf Flo's Blog erzählt.

Korridorlauf

Gestern gab es beim Vereinstraining vier verschiedene Korridore zu laufen. Es war sehr interessant mit so wenig Details auf der Karte auskommen zu müssen.

Karte.

Die erste Strecke (1630m) war großteils auf Wegen und stellte kein Problem dar. Schon schwieriger gestaltete sich die zweite Strecke (2000m), hier kürzte ich am Schluss etwas ab.

Doch dann ging es richtig zur Sache: Braundruck. Beim dritten Korridor (1230m) kam ich im ersten Viertel etwas ab, dann ging es wieder ganz gut. Am öftesten lief ich jedoch bei der vierten Strecke (1900m) aus dem vorgegebenen Korridor - die war eindeutig die schwierigste von allen.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich das Gebiet um den Blumberg bereits sehr gut kenne, sonst wäre ich wahrscheinlich noch immer im Wald.

Der Vorteil von dieser Trainingsform ist, dass man die Karte mit dem Korridor schnell und einfach machen kann und selbst als Bahnleger nicht wirklich einen Vorteil während dem Laufen hat. Man benötigt ständigen Kartenkontakt und ein sehr gutes Richtungs- und Distanzgefühl.

Wie man selbst einen Korridor erstellen kann, wird auf der Website o-training.net sehr gut erklärt.

15Apr/102

OL in einer überdimensionalen Wasserrutsche [Update]

Diese überdimensionale Wasserrutsche war der Wald bei Klosterneuburg, in dem heute der 2. NOLV Cup durchgeführt wurde. Tiefe Lacken, die zu Seen mutierten - kleine Bäche, die zu reißenden Flüssen wurden - Sümpfe, wo keine sein sollten - überschwemmte Wege, die schon mehr Bächen glichen; so zeigte sich das Laufgebiet; und so macht Orientierungslauf richtig Spaß!

Die Bahn zeigte sich recht kurz (5,1km mit 150hm), ideal für ein schnelles Training. Der Anfang gelang mir recht gut, Posten eins bis fünf ohne Probleme und mit gutem Tempo.

Doch dann schlich sich schon der erste von drei groben Fehlern ein. Bei Posten sechs lief ich zu tief und korrigierte dann auch noch nach unten. Das Grün direkt beim Posten war im Gelände nicht auszumachen - und so ließ ich die ersten zwei Minuten liegen.

Der nächste Fehler folgte prompt. Zuerst passte die Ablaufrichtung nicht und dann passierte mir noch eine dumme Unachtsamkeit. Ich wusste vorm Lauf, dass bei einem Posten der Schirm fehlte - jedoch wusste ich nicht bei welchem genau. Ich war bereits in der richtigen Mulde, doch da ich keinen Posten sah (da der Schirm fehlte ...), kehrte ich kurz vorm Posten um und drehte eine saftige Extraschleife, die wieder gut zwei Minuten kostete.

Bis Posten zwölf lief es dann wieder besser, allerdings ließ nach den zwei großen Fehlern erstmal die Motivation etwas nach, ehe bei Posten 13 der dritte grobe Fehler geschah. Total übermotiviert raste ich den Hang hinab, in etwa dreimal soweit wie ich eigentlich musste, nur um mich die Höhenmeter gleich wieder hinauf zu kämpfen. Das waren wahrscheinlich nochmal 2 Minuten und 30 Sekunden.

In Summe also über sechs Minuten Fehler bei 35 Minuten Laufzeit, wäre sich also sogar unter 30 Minuten ausgegangen. Zumindest das Tempo hat halbwegs gepasst - trotz einer trainingsschwachen Woche.

Morgen stehen nochmal kurze Intervalle und am Freitag lockeres Auslaufen am Programm, bevor am Samstag der erste wichtige Wettkampf dieses Jahres ansteht, die Österreichische Staatsmeisterschaft im Sprint-OL in Wien. Anhand der Meldeliste wäre ich über einen Platz in den top 15 froh, vielleicht geht sich auch die erste Hälfte (top 12) aus.

Ergebnisse NOLV Cup
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse

(Titelfoto: Originalfoto von Thomas Peroutka)

Update

Jetzt im Nachhinein betrachtet und nach Analyse der Zwischenzeiten, wäre ein Sieg eigentlich Pflicht gewesen. Aber erstens kommt's anders, und zweitens als man denkt.

7Apr/101

NOLV Cup: Eröffnung in der MilAk

Heute wurde der NOLV Cup 2010 in der MilAk mit dem ersten Lauf eröffnet. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, die Karte möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Das einzige Nennenswerte aus meiner Sicht: nur 6 Sekunden Vorsprung auf Bränsch ist nicht gerade das, was ich mir erhofft und eigentlich auch erwartet habe, vor allem in Hinblick auf die Elitesaison. Da muss einfach mehr gehen. Gib Gas, Plohni!

Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Ergebnisse
Zwischenzeiten
Splitalyzer

21Okt/091

Formüberprüfung bestanden

Heute fand am GÜPL der letzte Lauf des heurigen NOLV Cups statt. Zugleich bot sich die letzte Gelegenheit, bei einem OL-Trainingswettkampf die Form für die letzten drei Wettkämpfe (Stadt-MS, ÖM Nacht, 9. Austria Cup) der heurigen OL-Saison zu überprüfen.

Nachdem die letzten Monate und vor allem Wochen meinen Verhältnissen entsprechend trainingsmäßig sehr gut liefen, scheint meine Form so gut wie lange nicht mehr zu sein. Es ist schön, so wie heute, während eines gesamten Laufs das Tempo so hoch halten zu können, dass man immer wieder den Fahrtwind spürt. Darüber werden wohl einige schmunzeln, aber für mich ist das nicht selbstverständlich, darum freut es mich umso mehr.

Zum Lauf selbst: die Posten waren fast alle gleich wie bei der WAT-Meisterschaft am vergangenen Wochenende, jedoch lief man nie die gleiche Strecke (höchstens in die verkehrte Richtung, aber das macht in diesem Gelände schon viel aus). Ich konnte von Beginn weg schnell laufen und holte mir gleich mal die ersten vier Bestzeiten. Dann verlor ich maximal ein paar Sekunden pro Posten, konnte aber auch noch einige Zwischenbestzeiten einfahren.

Ich machte nur drei kleinere Fehler:

  • Natürlich bei Posten 10, dem Trichter im Bodenbewuchs, den ich schon beim Training am Samstag suchte. Die Suchaktion war diesmal aber kürzer und ich verlor überraschenderweise auch nur drei Sekunden auf die Bestzeit, aber geschätzt in etwa zehn Sekunden.
  • Zu Posten 23 wählte ich eine unsinnige Route. Ich wollte möglichst unter der Linie laufen und geriet in das Wegenetz mit vielen Hügeln und kleineren Seen, die es auszuweichen galt. Einfach links am Weg herum wäre deutlich schneller gewesen. Ich verlor so 14 Sekunden.
  • Und natürlich, wie so oft, der vorletzte Posten. Ich lief schon perfekt die richtige Richtung, doch dann erspähte ich einen Posten, der sich schließlich als Plastiksackerl identifizieren ließ, weiter rechts und machte so einen kleinen Haken, der wieder 13 Sekunden kostete.

Insgesamt wäre es für mich also 37 Sekunden schneller gegangen, eine Zeit knapp unter 33 Minuten. Aber mit 37 Sekunden Fehler kann ich leben.

Für die Stadtmeisterschaft am Montag bin ich also gerüstet. Ich bin gespannt, wer aller kommt und wie die Leute drauf sind. Von den bisherigen Nennungen würde ich Roland als klaren Favoriten sehen. Aber da werden schon noch einige kommen, wie zum Beispiel Stephan, den ich bisher in der Meldeliste vermisse.

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf den neuen Austragungsmodus mit Vorlauf und Jagdstart im Finale, ausgetragen jeweils auf der Sprintdistanz. In der MilAk ist sicherlich für hohes Tempo gesorgt.

Ergebnisse NOLV Cup
Zwischenzeiten
Splitalyzer
Karte mit Bahn und Route

15Okt/090

Postensuche in Baden

Gestern lief ich im leichten Schneeregen bei guten 5° C Außentemperatur in Baden den vorletzten Lauf zum diesjährigen NOLV Cup. Die Strecke führte über 5,3 Kilometer mit 170 Höhenmetern mit viel Dickicht. Trotz eines fehlerhaften Laufs schaffte ich es auf den zweiten Platz, nur 3 Sekunden hinter Thomas Radon.

Was gelang:

Posten 1: die Wege und der Hügel waren klar zu erkennen.

Posten 3: etwas Zittern im Grünen, aber mit halbwegs gutem Richtungs- und Distanzgefühl kein Problem.

Posten 7: vielleicht nicht die optimale Route, aber zumindest im Postenraum, nachdem ich bereits zweimal (zu Posten zwei und vier) vorbei gelaufen war, sehr schnell.

Posten 8: die Nase war schon von Weitem deutlich erkennbar.

Posten 9: die Nase hinunter und den Weg um den Hügel. Den Postenstandort hab ich vom Bier-OL bereits gekannt :)

Posten 11: im Weingarten zwar kurz hängen geblieben, aber zumindest orientierungstechnisch sauber.

Posten 15: das Gelb unter der Linie von Posten 14 auf 15 ist in Wirklichkeit ein dunkles Grün, daher war die Route in Ordnung.

Posten 16: die Schneise 35 Höhenmeter bergab im Geröll unbeschadet zu überstehen war gar nicht so einfach...

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Was misslang:

Posten 2: zu wenig auf den Kompass geschaut und daher zu weit nach rechts abgetragen, aber dadurch konnte ich mir gleich Posten sieben ansehen.

Posten 4: die Route bis zum Postenraum war in Ordnung, allerdings sah ich die südöstliche Futterkrippe unter der Postenverbindungslinie nicht, dachte ich wäre bei der oberen und lief daher etwas zu weit links. Zu meinem Glück hing der Posten gut sichtbar am oberen Ende des Felsens.

Posten 5: hier hat mir die Postenbeschreibung einen Streich gespielt. Ich stand nämlich schon vor der richtigen (nördlichen) Höhle, sah aber keinen Posten. Daher kontrollierte ich die Postenbeschreibung nochmals und überlegte, ob ich nicht schon bei den unteren Höhlen stand. Aber ich verließ mich auf mein Gefühl, kroch durch die Höhle durch und da stand der Posten auch schon vor mir.

Posten 6: die Route über den nördlichen Weg wäre wohl schneller gewesen als das Laufen im steilen Dickichthang.

Posten 10: auf halber Strecke ein 90°-Fehler. Auf der Forststraße und anschließend beim Aussichtsturm (an dem lief ich vorbei und sah ich erst, als ich mich umdrehte) aufgefangen und korrigiert.

Posten 12: etwas zu weit oben auf die Straße gekommen und zu spät gequert. Die Forststraße half mir aber schnell mich aufzufangen.

Posten 13: ein kleiner Haken 100m vor dem Posten. Direkt unter der Postenverbindungslinie ist ein kleiner Weg mit einem Aussichtspunkt. Ich lief natürlich dort hinein, genoss ein paar Sekunden die Aussicht auf die Stadt Baden und nahm dann doch den richtigen Weg zwei Meter weiter.

Posten 14: im Postenraum ewig herumgetrödelt, dabei wusste ich genau wo ich und der Posten waren.

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Nachdem es nur ein NOLV Cup war, muss ich mich nicht weiter über die Fehler ärgern. Hauptsache sie kommen beim nächsten wichtigen Lauf nicht mehr vor.

Karte mit Bahn und Route
Ergebnisse
Zwischenzeiten
Splitalyzer

7Okt/090

NOLV Cup in Tulln und gratis Whopper

9. NOLV Cup 2009

Am wärmsten Oktobertag seit 50 Jahren kämpfte ich mich auf der Südosttangente durch die Rush Hour nach Tulln zum 9. NOLV Cup. Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es zum Start.

Der Lauf selbst, bzw. die Bahn, war nicht so herausfordernd. Großteils gleich lange Teilstrecken, sehr einfache Posten und wenig Richtungswechsel - leider weniger anspruchsvoll. Von Anfang an spürte ich die sechstägige Laufpause, die Beine waren überhaupt nicht spritzig und das Tempo eher mäßig.

Beim zwölften Posten verließ ich etwas zu früh den Weg und kämpfte mich durch die Brennnesseln rein und wieder raus, da es nicht weiterging. Das war es dann auch schon mit den besonderen Ereignissen bei diesem Lauf. Fast interessanter gestaltete sich die Heimreise wieder über die Südosttangente durch den Abendverkehr.

Karte mit Bahn und Route

Als Belohnung für meinen schlechten Lauf holte ich mir um 20:00 Uhr beim Burger King in Wiener Neustadt einen verdienten Gratis-Whopper von den Guerilla Griller.