Markus Plohn

Wie im Fluge…

Etwas mehr als ein Jahr ist seit dem letzten Eintrag vergangen, Zeit wiedermal in die Tasten zu klopfen. Da doch einiges passiert ist in den letzten zwölf Monaten, möchte ich hier die Highlights herauspicken:

Die Saison 2014 konnte ich mit einem schönen Erfolg bei der Niederösterreichischen Sprintmeisterschaft in Bad Vöslau abschließen, nach Ultra, Mittel und Staffel der vierte Landesmeistertitel in diesem Jahr.

Karte
Ergebnisse

Das Jahr schloss ich dann traditionell in Gant (Ungarn) beim Spartacus Cup ab.

Karten: Tag 1, Tag 2
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Den ersten Einsatz im neuen Jahr hatte ich nach einigen Trainingsläufen beim Central European Spring Orienteering Meeting (CESOM) in der Slowakei. Diese Läufe gefallen mir immer besonders gut, da die Gebiete eher flach oder nur leicht hügelig und daher schnell belaufbar sind. Mein bestes Ergebnis hatte ich hier eindeutig bei der 2. Etappe, einem Sprint im großteil offenen und daher sehr flott belaufbaren Wald, besonders im Schlussteil ab Posten 11 – so macht OL richtig Spaß!

Karten: Etappe 1, Etappe 2, Etappe 3
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Kurze Zeit später ging es zu Ostern nach Tschechien zum Prague Easter in den Sandsteinfelsen. Da ich mich von den vielen Höhenmetern in der Elite abschrecken ließ und kein Platz mehr in der M21A vorhanden war, wechselte ich in die M21B, aber es gab auch hier noch genügend Höhenmeter bei jedem Lauf zu überwinden. Auf jeden Fall konnte ich hier einen ungefährdeten Sieg einfahren.

Karten: Etappe 1, Etappe 2, Etappe 3
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Eine Woche später startete mit der Niederösterreichischen Meisterschaft über die Mitteldistanz die Saison 2015 auf Landesebene. Leider erwischte ich eine schlechte Tagesform, trotzdem reichte es für die Silbermedaille.

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Am Tag darauf folgte gleich die zweite Meisterschaft, nämlich die über die Sprintdistanz, bei der ich mich auch gleich revanchieren und somit den ersten Landesmeistertitel 2015 einheimsen konnte.

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Nur wenige Stunden später wurde zum ersten Mal die NÖ Mixed Sprintstaffel ausgetragen, bei der ich mich gemeinsam mit Sophie und Pierre über die Bronzemedaille freuen konnte.

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Auch der nächste wichtige Wettkampf war eine Landesmeisterschaft, nämlich die NÖ Staffel, welche in Laxenburg ausgetragen wurde. Nachdem Pierre am Start schon einen komfortablen Vorsprung herausgelaufen war und Much als 2. Läufer den Vorsprung halten konnte, musste ich den Sieg nur noch nach Hause laufen, was mir auch problemlos gelang – zweiter Titel in dieser Saison!

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Dann wurde endlich die Saison auch auf nationaler Ebene eröffnet, und zwar mit der Premiere der Österreichischen Mixed Sprintstaffel. Da ich mit meinem Team nicht wirklich konkurrenzfähig war, nahm ich den Lauf eher locker und sparte etwas Energie, schließlich standen an diesem Wochenende noch zwei Wettkämpfe am Programm. Am Ende landete ich gemeinsam mit Marlies, Much und Gisa auf dem doch recht guten 10. Platz (von 36).

Karte: Teil 1, Teil 2
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Einen Tag später stand das erste richtige Highlight der Saison am Programm: die Österreichische Staffelstaatsmeisterschaft. Nach der überraschenden Bronzemedaille im Vorjahr waren die Erwartungen natürlich groß: das Ziel war wieder eine Medaille, trotz anderer Teamzusammensetzung.

Ich lief diesmal am Start und trotz eines gröberen (falsche Routenwahl zu Posten 17) und ein paar kleineren Fehlern kam ich als 5. mit 1:39 Rückstand zur Übergabe. Jakob schaffte auf der 2. Strecke den Sprung um zwei Plätze nach vorne, wodurch die Medaille tatsächlich Realität wurde, denn unser bestes Eisen – Xander – hatten wir noch im Talon. Xander ließ am Ende nichts mehr anbrennen und sicherte uns mit einer super Zeit zum zweiten Mal hintereinander die Bronzemedaille – Wahnsinn!

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Auf den Erfolg folgte leider eine Enttäuschung: der 1. Austria Cup war nach einem schweren Fehler zum zweiten Posten schon fast aus bevor er angefangen hatte (18. Platz) – kein erfolgreicher Start in den Austria Cup 2015.

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Auch beim 2. Austria Cup wollte es nicht besser laufen und ich landete erneut auf dem 18. Platz.

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Dann kam endlich meine Spezialdisziplin: der Sprint. Beim 3. Austria Cup (zugleich Österreichische Sprintstaatsmeisterschaft) konnte ich mich auf den 12. Platz verbessern.

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Weiter ging es international beim weniger stark besetzten Maccabi Cup in Ungarn im flachen Gelände, ähnlich dem CESOM, nur sogar noch flacher und schneller belaufbar. Bei der ersten Etappe (Mitteldistanz) lief es noch nicht optimal und ich musste mich mit dem zweiten Platz begnügen.

Die zweite Etappe (Mitteldistanz) war zugleich World Ranking Event und aufgrund des Starterfelds wusste ich, dass einiges möglich war. Der Lauf fand diesmal mehr im offenen Gebiet statt, was mir sehr gut gefiel und womit ich auch wunderbar zurecht kam. Nach einem perfekten Lauf fand ich mich ganz oben auf der Ergebnisliste wieder – mein erster Sieg bei einem World Ranking Event! Auch wenn er nur die Mindestpunktzahl von 800 Punkten gebracht hat, Sieg ist Sieg. In der Gesamtwertung des Maccabi Cups konnte ich mich an die erste Stelle vorschieben.

Nach einem kleinen Snack ging es ein paar Stunden später mit der Staffel weiter. Hier war aufgrund der kurzen Strecken und häufigen Übergaben (jeder lief zwei Mal) für Spannung gesorgt. Am Ende konnte ich mich gemeinsam mit Much durchsetzen.

Bei der abschließenden Langdistanz am darauffolgenden Tag gingen nur noch wenige Läufer an den Start und ich konnte mit einem ungefährdeten Tagessieg auch die Gesamtwertung für mich entscheiden.

Karten: Etappe 1, Etappe 2, Staffel Teil 1, Staffel Teil 2, Etappe 3
Gesamtergebnis, StaffelergebnisErgebnis WRE

Die nächste Reise war eine ganz spezielle, nämlich nach Finnland. Dort stand neben den Grano Games und ein paar Trainings vor allem eines auf dem Programm: die Jukola – die größte Orientierungslaufstaffel der Welt mit über 18.000 Teilnehmern.

Bei den Grano Games platzierte ich mich nach einem Sprint (26., Karte, Ergebnis), einer Mitteldistanz (37., Karte, Ergebnis) und einer Langdistanz (28., Karte, Ergebnis) auf dem 25. Platz (von über 100).

Gesamtergebnis

Wichtiger war jedoch die Jukola. Ich hatte die Ehre am Start zu laufen, das bedeutete zugleich mit 1800 anderen Verrückten mit Stirnlampe ausgerüstet kurz vor Mitternacht in den Wald hirschen und Posten suchen. Wie erwartet ging es am Start heiß her. Es wurde im Sprinttempo gestartet (am Startpunkt war ich vollkommen blau, hier hatte ich wenigstens Zeit die Karte aufzufalten) und man musste höllisch aufpassen nicht zu stürzen.

Was dann geschah ist wirklich schwer zu beschreiben. Es ist einfach kein Orientierungslauf wie jeder andere. Einerseits muss man im Gänsemarschlauf im schwierig belaufbaren Gelände versuchen den Anschluss an den Vordermann nicht zu verlieren, denn sonst wird man gnadenlos sofort überholt, andererseits sollte man zu den richtigen Gabeln laufen und daher die Abzweigungen nicht verpassen.

Wie knapp der Abstand zum Läufer vor einem teilweise wirklich war, lässt sich an einem Beispiel zeigen, als ich in einem dichteren Waldstück plötzlich die Karte vom Läufer vor mir in der Hand hatte (zum Glück gab ich ihm die richtige zurück).

Ich schlug mich zwar ganz passabel, fasste aber doch knappe 10 Minuten Zeitverlust aus. Die gröberen Fehler waren bei…

Posten 4: fast zur falschen Gabel mitgelaufen
Posten 5: ebenfalls
Posten 11: diesmal wirklich zur falschen Gabel mitgelaufen und lange zum Auffangen gebraucht
Posten 14: ein ganz besonderer Posten: eigentlich wollte ich eine Wegroute nördlich herum laufen, aber irgendwie passte die Ablaufrichtung vom 13er nicht und ich landete in einer langen Schlange an Läufern. Da alle in die gleiche Richtung liefen, hängte ich mich an, kam aber kaum zum Kartenlesen und erst im letzten Anstieg direkt vorm Posten wusste ich genau, wo wir uns befanden.
Posten 16: wieder falsche Gabel und länger gesucht

Ich übergab schlussendlich an 345. Stelle (von knapp 1.800), zwar nicht optimal, aber ok. Am Ende landeten wir auf Rang 308, nach den Rängen 227 (2010) und 582 (2012) ganz passabel.

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Beim 4. Austria Cup lief ich eher verhalten, ich war nicht ganz gesund und kam nicht richtig in die Gänge, dazu noch ein paar technische Unsauberkeiten. Rang 16.

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Dass es noch schlimmer ging, zeigte sich am darauffolgenden Tag beim 5. Austria Cup. Die körperliche Verfassung war noch schlechter und nach einer riesigen Suchaktion bei Posten zwei fiel auch die Motivation in den Keller. Ich lief zwar noch fertig, doch gegen Ende musste ich aufgrund der schlechten körperlichen Verfassung sogar Gehpausen einlegen. Nur Rang 21.

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Nach der Sommerpause ging es im September mit dem 6. Austria Cup (zugleich ÖSTM Langdistanz) weiter. Hervorzuheben ist hier vor allem der brutale Anstieg über den Kahlschlag nach dem Kartenwechsel. Das Rennen war zwar lang und intensiv, aber mit dem 10. Platz konnte ich zufrieden sein.

Karten: Teil 1, Teil 2
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Um einen Platz verbessern konnte ich mich beim 7. Austria Cup einen Tag später beim Sprint in Donawitz – Rang 9.

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Bei der Niederösterreichischen Allgemeinen Meisterschaft stand ich mir leider selbst im Wege. Schon beim ersten Posten verlor ich über eineinhalb Minuten, außerdem schlichen sich noch Fehler bei den Posten vier, elf und dreizehn ein. Zwar konnte ich bis zum 16er wieder alles aufholen, doch dann war der Saft alle und ich verlor bis ins Ziel noch 32 Sekunden. Ein Rennen der verpassten Chancen, aber immerhin noch die Silbermedaille.

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Die letzte Chance auf einen weiteren Landesmeistertitel bot sich bei der Niederösterreichischen Nachtmeisterschaft in Großmittel. Wie in der Woche davor verpatzte ich gleich den ersten Posten und auch danach hatte ich den einen oder anderen größeren und kleineren Aussetzer. Trotz insgesamt acht Minuten Fehler reichte es für die Goldene, denn auch die anderen kamen bei Weitem nicht fehlerfrei durch.

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Der letzte Staffelbewerb in diesem Jahr war die Bundesländerstaffel beim letzten Austria Cup Wochenende. Ein sehr kurzes und flottes Rennen, das aber viel Spaß machte. Mit meinem Team landete ich auf dem 15. Platz.

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Weniger gut lief es bei der Österreichischen Nachtmeisterschaft (zugleich 9. Austria Cup). Eine große (Posten 4) und ein paar kleinere Suchaktionen und ich kam über den 15. Platz nicht hinaus.

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Am Tag darauf wurde die nationale Saison mit dem 10. Austria Cup abgeschlossen. Geistig hatte ich die OL-Schuhe aber schon eingewintert, von Wettkampffeeling keine Spur. Zum Abschluss trotzdem ein überraschender 12. Rang.

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Traditionell wurde am Nationalfeiertag die Wiener Neustädter Stadtmeisterschaft ausgetragen. Nachdem ich aufgrund meines Triumphes vor zwei Jahren voriges Jahr zum Organisieren verdonnert war, durfte ich dieses Mal wieder an den Start gehen. Zwar wurde mit Massenstart gestartet, aber wegen der vielen Gabelungen wusste man nie so wirklich wie man im Rennen lag, es hieß also pushen bis zum Ende. Es gelang mir meinen dritten Stadtmeistertitel zu erringen, damit darf ich mich nächstes Jahr zusammen mit der Stadtmeisterin Anita wieder um die Organisation kümmern.

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Direkt nach der Siegerehrung der Stadtmeisterschaft ging es auf zum Flughafen um den Flieger nach Istanbul und den Istanbul 5 Days zu erwischen. Doch dazu wird es einen eigenen Beitrag geben. Eins vorweg: es wurde gaaaaanz knapp in der Gesamtwertung.

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