Markus Plohn

Tschechisches Sandstein-Labyrinth

Auf Lipica Open folgt für gewöhnlich Prague Easter. Zwar ist der Wald in Tschechien meist besser zu belaufen als in Slowenien, dafür gibt es einige Kletterpartien zwischen den Sandsteinen. Der 3-Tage-OL bestand wie üblich aus einer verkürzten Langdistanz am Freitag sowie zwei normalen Langdistanzen am Samstag und Sonntag – natürlich mit viel Essen und Trinken (meist Bier) dazwischen.

Dank trackcourse.com war es diesmal sogar möglich einen Teil der Eliteläufer online zu verfolgen. In der Auswahl für die erste Etappe war ich jedoch nicht dabei.

Freitag: 1. Etappe

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Mit dem Bus ging es bei miesem Wetter zum Start – ein seltener Komfort. Dann ging es auch schon los! Am Anfang hatte ich so meine Probleme: Posten eins lief zwar noch gut, doch zu Posten zwei wäre es unten herum schneller gewesen (trotz Postenbeschreibung „Felsen oben auf“) und zum Dreier kletterte ich zwischen den falschen Felsen hinauf und bog oben auch noch falsch ab.

Danach lief es wieder deutlich besser und ich hatte nur noch zwei Zeitverluste beim Felsenklettern zu den Posten 12 und 17 zu beklagen. Dennoch reichte es mit 8:07 Rückstand gerade mal für den 17. Platz unter 43 Teilnehmern in der Elite.

Samstag: 2. Etappe

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Das Wetter hatte von Regen und Kälte auf Sonne und angenehme Temperaturen umgeschlagen. Nach meinem 17. Rang am Vortag sollte die große Aufholjagd beginnen. Am Start wurde mir überraschender Weise ein GPS-Gerät umgeschnallt (die top 13 vom ersten Tag erhielten bei der 2. Etappe das GPS-Gerät und da ein paar schnelle Schweden diesmal auf einen Start verzichteten rutschte ich als 12. in die Liste) – ein sauberer Lauf war also gefragt um mir Peinlichkeiten zu ersparen.

Es lief auch deutlich besser als am Tag davor. Leider verbockte ich zwei Routenwahlen (Posten fünf und 11) und verlor dadurch insgesamt drei Minuten und einen möglichen Platz in den top fünf. Mit dem zehten Rang (43 Teilnehmer) konnte ich trotzdem zufrieden sein und so schob ich mich im Gesamtranking auf den 8. Platz vor.

Sonntag: 3. Etappe – Jagdstart

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Nochmal Langdistanz – nochmal 12 Kilometer mit 515 Höhenmetern – nochmal Online-GPS. Ausgangslage: nach vorne vier Minuten, nach hinten eine und eineinhalb Minuten. Meine Ziel war es natürlich mit einem konstanten Lauf in den top 10 zu bleiben.

Ich erwischte wieder einen guten Lauf, verlor jedoch kontinuierlich auf den zwei Startplätze hinter mir gestarteten Martin Melecky und nach einem Richtungsfehler zu Posten 20 wurde ich von ihm überholt. Zum 21er kämpfte ich mich aber wieder heran und übernahm zum 22er wieder die Führung in unserem Duell. Beim vorletzten Posten verspielte ich fast meinen knappen Vorsprung bei der Suche im Postenraum, aber da Martin ebenfalls suchte, konnte ich den 8. Gesamtrang ins Ziel retten.

Zieleinlauf (Foto: Jiri Kalousek)

Zieleinlauf (Foto: Jiri Kalousek)

An diesem Tag reichte es zwar nur zum 16. Platz bei 37 Startern (die Schweden liefen auch wieder), dieser war aber nicht so wichtig, denn es zählte die Gesamtwertung.

Gesamtwertung

Wieder ging ein schönes Wochenende mit harten Wettkämpfen in Tschechien zu Ende und mit dem 8. Gesamtrang in der Elite konnte ich wirklich zufrieden sein.

Foto Titelbild: Ivana Mrázková

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