Markus Plohn

Bronzener Sonntag!

Am vergangenen Wochenende wurde die neue Saison mit gleich zwei Staatsmeisterschaften eröffnet: Mitteldistanz, zugleich erster Austria Cup sowie World Ranking Event, am Samstag und Staffel am Sonntag. Bei letzterer gab es eine große Überraschung, aber schön der Reihe nach.

Samstag: ÖSTM Mittel, 1. Austria Cup & WRE

Karte mit Route | 2D-Rerun
Ergebnisse, Zwischenzeiten und Routegadget
Ergebnis World Ranking Event

Ich startete sehr früh und mein Ziel war es erstmal eine neue Bestzeit aufzustellen.

Gleich der erste Posten hatte es ordentlich in sich: mehr als 75 Höhenmeter Kletterei. Nachdem diese überwunden war ging es erstmal länger bergab. Hier unterlief mir ein erster kleiner Richtungsfehler zu Posten sechs. Dann folgte ein recht einfacher Teil ehe es von Posten 11 bis 14 etwas schwieriger wurde, dieser Abschnitt war aufgrund der Sümpfe und Anstiege auch physisch sehr fordernd.

Zu Posten 16 übersah ich die Felswand auf der Karte und lief daher ein kleines Eck – halb so schlimm. Die letzte Schleife nach dem Zuseherposten lief wieder problemlos und als ich ins Ziel kam stellte ich tatsächlich eine neue Bestzeit auf. Dieses sollte jedoch nicht lange halten und ich rutschte Platz für Platz nach hinten.

Technisch lief es ziemlich gut, aber läuferisch verlor ich einfach zu viel. Vor allem bei den steilen Anstiegen und im sehr unwegsamen Gelände büßte ich wie immer viel Zeit ein. Mit einem Rückstand von 7:45 auf Kerschi bzw. 4:44 auf Bindi blieb eben nur der 15. Rang und 740 World Ranking Punkte.

Sonntag: ÖSTM Staffel

Karte mit Route | 2D-Rerun
Ergebnisse und Zwischenzeiten

Tags darauf wurden bei der Staffelmeisterschaft bereits die nächsten Medaillen vergeben. Ich lief mit Pierre und Xander und hatte die Aufgabe des zweiten Läufers.

Pierre lief am Start ein spitzen Rennen und kam hinter Henndorf, Transdanubien und Fürstenfeld als Vierter zurück. Die Medaillenchancen waren also durchaus gegeben und somit lag der Druck erstmal auf mir.

Zu Beginn konnte ich Transdanubien und Fürstenfeld überholen sowie Henndorf einholen, wurde selbst aber zugleich von Graz und Klagenfurt überholt (auch von Pinkafeld, aber das bekam ich gar nicht mit). Durch Fehler von Graz (bei Posten drei) und Henndorf (bei Posten vier) hatte ich plötzlich nur noch Klagenfurt vor mir und lag meiner Meinung nach an zweiter Stelle (Pinkafeld hatte ich eben nicht gesehen).

Da ich bei Posten acht die lange Gabel hatte (so wie bei Posten eins und später auch beim zehner) wurde ich von Graz, Henndorf und auch von Henndorf 2 kurzfristig überholt, am Weg zum zehner konnte ich aber zumindest die beiden Salzburger wieder zurücküberholen.

Beim langen Anstieg zu Posten 13 sah ich zwar Klagenfurt und Graz noch vor mir, allerdings ließen meine Kräfte immer mehr nach und ich verlor komplett den Anschluss. Also hieß es erstmal alleine weiterkämpfen. Beim 16er sah ich Graz noch weglaufen (somit wusste ich zumindest genau wo sich der Posten befand), doch der Rückstand betrug bereits eine halbe Minute.

Zuseherposten

Zuseherposten

Nach einem ungewollten Burzelbaum hinunter zum Zuseherposten saßen mir plötzlich der WAT und Graz 2 im Nacken und ich musste sie zum 19er bzw. 20er passieren lassen. Ich kämpfte hart um den Anschluss nicht zu verlieren und konnte Graz 2 zum 21er und den WAT zum letzten Posten sogar wieder zurücküberholen, auch wenn der Vorsprung im Ziel nur eine bzw. zwei Sekunden betrug.

So dachte ich als Dritter hinter Klagenfurt und Graz übergeben zu haben, erst kurze Zeit später erfuhr ich von den in Führung liegenden Pinkafeldern. Ich hatte meinen Teil also erstmal erledigt und die Medaillenchancen waren immer noch vorhanden – jetzt lag alles an Xander.

Zugegeben, ich war schon etwas nervös beim Warten vor dem Zuseherposten, aber als Xander dicht gefolgt von Klagenfurt kurz nach den führenden Pinkafeldern auftauchte und erst eine Minute später der WAT und Graz folgten, war eine Medaille schon so gut wie fix. Die Frage lautete nur noch: Silber oder Bronze?

Ein paar Minuten später war es gewiss: Xander unterlief zwar noch ein kleiner Fehler auf der Schlussschleife und er musste Klagenfurt ziehen lassen, doch mit der Tagesbestzeit sicherte er uns den dritten Platz und damit die Bronzemedaille.

Siegerehrung Herren Elite

Siegerehrung Herren Elite

Wahnsinn – 3. Platz bei den Staatsmeisterschaften! Ein großes Danke an meine Teamkollegen Pierre und Xander, die diese Bronzemedaille ermöglicht haben!

Nicht verpassen: am Donnerstag, 1. Mai um 21:30 Uhr wird auf ORF Sport+ (Programm) ein Bericht über die Staffel ausgestrahlt. Einen Kurzbericht gab es bereits in Kärnten Heute.

Fotos: Burmann (fotoburmann.at)

            

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