Markus Plohn

Frühlings-Erwachen

Nach den internationalen Events in Spanien und Slowenien hat nun auch die nationale Saison mit den ersten Landesmeisterschaften und Austria Cups begonnen, gewürzt mit ein paar Cup-Läufen sowie einem World Ranking Event im südlichen Ungarn. Hier alles der Reihe nach:

2. WOLV Cup
Am Campus der Uni Wien fand der erste WOLV Cup statt, ausgetragen als Sprint-OL. Ich machte zwar keine Postenraumfehler, verhaute jedoch drei Routenwahlen (Posten eins, acht und vierzehn). Am Ende blieb der zweite Platz hinter David Schneider.

Karte | Ergebnisse | Zwischenzeiten

1. NOLV Cup
Fast schon zur Gewohnheit wurde die Eröffnung des NOLV Cups in der MilAk Wiener Neustadt. Den ersten Posten probierte ich diesmal über rechts, links wäre aber schneller gewesen. Der Rest lief optimal, Sieg vor Christian Wartbichler.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten | Splitalyzer

Maccabi Cup
In der Nähe von Szeged im südlichen Ungarn fand Ende März der Maccabi Cup statt. Am Programm standen ein Nacht-OL, eine Mitteldistanz (zugleich World Ranking Event), eine Staffel und zum Abschluss eine Langdistanz.

Den Nacht-OL am Freitag Abend lief ich nicht voll um mich für das World Ranking Event am darauffolgenden Tag zu schonen, trotzdem konnte ich, trotz Fehlern zu den Posten eins, neun, zehn und vierzehn, die M21A (eine Elite gab es nicht) deutlich gewinnen.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten

Beim World Ranking Event am Samstag hieß es Vollgas geben. Für die sieben Kilometer lange Strecke waren wie bei einer Mitteldistanz üblich 35 Minuten Siegerzeit veranschlagt. An diese Zielvorgabe hielt ich mich mit 34:51 ziemlich genau, leider liefen zwei Ungarn und ein Slowake deutlich schneller und verdrängten mich vom Podest. Trotzdem war ich mit meinem Lauf, trotz kleinerer Fehler, dem Ergebnis und auch den 921 World Ranking Punkten zufrieden.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten | World Ranking Ergebnis

Nur drei Stunden später stand ich bereits am Start der Staffel. Mein Ziel war als erster an Michi zu übergeben, doch nach einem Fehler zum ersten Posten lag ich nur an sechster Stelle. Bis zum neunten Posten konnte ich Läufer nach Läufer einholen und bei Posten zehn lag ich bereits an zweiter Stelle (der führende hatte sich einen zu großen Vorsprung herausgelaufen um ihn noch einholen zu können). Bei Posten 11 unterlief mir wieder ein kleiner Fehler und da ich zu diesem Zeitpunkt in einer Gruppe unterwegs war, fiel ich wieder auf Platz fünf zurück. Bis ins Ziel konnte ich nochmal zwei Läufer überholen und übergab schließlich zwei Sekunden hinter dem Zweiten an Michi.

Michi verlor zwar zwei Plätze, konnte den Rückstand jedoch gering halten wodurch Pierre wieder aufholen konnte und uns schließlich den dritten Rang in der Gesamtwertung sicherte.

Karte | Ergebnis 1. Strecke | Ergebnis Staffel

Den Abschluss des Maccabi Cups bildete die Langdistanz am Sonntag. Ich hatte zwar schon schwere Beine von den drei Wettkämpfen in den vergangenen 40 Stunden, trotzdem lief es nicht so schlecht. Bemerkenswert bei diesem Lauf war auf jeden Fall das Labyrinth, das es nach der halben Strecke zu lösen gab. Mit dem zweiten Platz an diesem Tag konnte ich mir schließlich den zweiten Gesamtrang sichern.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten | Gesamtwertung

Resümee Maccabi Cup: Tolle Veranstaltung mit einem bunten Angebot an Disziplinen, kompakt an einem Wochenende zusammengefasst.

2. NOLV Cup
Der 2. NOLV Cup wurde in Bad Vöslau vom GO Harzberg organisiert. Toll Organisation, einzig die abgeschnittenen Postenverbindungslinien erschwerten die Orientierung etwas, besonders zu Posten sechs.

Karte 1, Karte 2 | Ergebnis | Zwischenzeiten

Niederösterreichische Sprintmeisterschaft
Der erste Höhepunkt der Saison, die Landesmeisterschaft im Sprint, fand im Tritolwerk in der Nähe von Wiener Neustadt statt. Durch die vielen verschiedenen Objekte sollte es trotz kleinem Gebiet zu einem herausfordernden Lauf werden.

Ich fand sehr schnell in die Karte, der lange erste Posten half sicherlich dabei. Dann ging es Schlag auf Schlag, ich kam schon fast nicht mehr mit dem Lesen der Postenbeschreibung nach. Komplizierte Routenwahlen gab es nicht zu lösen, viel mehr galt es im Postenraum sauber zu arbeiten und die Ablaufrichtung zum nächsten Posten gut zu treffen. Das schaffte ich soweit ganz gut und nach 12:45 konnte ich bereits den Zielposten stempeln – endlich mal ein richtiger Sprint.

Nachdem keiner der anderen Niederösterreicher meine Zeit unterbot, konnte ich mir meinen zweiten Einzellandesmeistertitel nach 2011 holen. Saisonauftakt geglückt.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten

Niederösterreichische Ultralangmeisterschaft
Nur einen Tag später wurde bereits um die nächsten Medaillen gekämpft, nämlich bei den Landesmeisterschaften über die Ultralangdistanz im steirischen Siebing. Mein Saisonziel, einen Einzellandesmeistertitel, hatte ich bereits erreicht, also konnte ich entspannt an den Start gehen. Der Lauf war auf Grund des tiefen Bodens von Anfang an hart, trotzdem versuchte ich soviel wie möglich direkt zu laufen um Meter zu sparen.

Dies machte sich zwar am Anfang bezahlt, bei Posten 14 lag ich knapp in Führung, doch das viele Querlaufen kostete ungemein viel Kraft und so verlor ich von Posten 14 an bis ins Ziel über sechs Minuten. Vier Minuten davon konnte ich Fehlern zuschreiben, der Rest war einfach läuferisch. Somit blieb am Ende die Silbermedaille, Gold ging zum 50. Mal an Pierre (Gratulation!).

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3. NOLV Cup
Als Vorbereitung auf den 1. Austria Cup wurde der 3. NOLV Cup in Wien als Sprint ausgetragen. Die Bahn, vor allem der erste Teil, war auf jeden Fall sprintwürdig und stimmte so richtig auf den Sprint in Bratislava ein.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten | Splitalyzer

1. Austria Cup & CESOM 1. Etappe
Nur eine Woche nach den ersten Landesmeisterschaften wurde auch die nationale Saison eröffnet. Die ersten beiden Austria Cups wurden im Rahmen des CESOM (Central European Spring Orienteering Meeting) in der Slowakei ausgetragen. Der erste Lauf am Samstag in Bratislava, zugleich World Ranking Event, sollte zwar als verlängerter Sprint ausgetragen werden, die Siegerzeit glich jedoch eher einer verkürzten Mitteldistanz.

Mir gelang ein guter Lauf, wenngleich ich auch drei Fehler zu beklagen hatte, zwei davon bei einem Posten, nämlich dem zehnten. Zuerst nahm ich die falsche Route (links statt rechts) und dann fädelte ich auch noch zwischen den falschen Mauern ein. Dazu hatte ich auch noch einen Disput mit einem Geländer, der die ganze Sache auch nicht unbedingt besser machte. Der nächste Fehler folgte gleich beim nächsten Posten, wieder falsche Routenwahl: statt links durch den Tunnel lief ich rechts herum.

Beide Fehler zusammen kosteten in etwa 45 Sekunden, bei einen Sprint für gewöhnlich recht viel, da die Siegerzeit von Jan Procházka jedoch bei 23:40 und meine Zeit bei 27:32 lag, verlor ich nur vier Plätze und landete auf Rang 20 (7. in der Austria Cup Wertung). Für das World Ranking konnte ich 963 Punkte auf meinem Konto gutschreiben.

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2. Austria Cup & CESOM 2. Etappe
60 Kilometer nördlich von Bratislava fand am darauffolgenden Tag der 2. Austria Cup statt. Das Gebiet kannte ich bereits von den CESOM’s 2011 und 2012: offener und sehr schnell belaufbarer Wald mit sanften Hügeln, teilweise aber auch Dickicht und eingeschränkte Sicht. Die Elitebahn hatte es mit knappen 20 Kilometern in sich, die Siegerzeit betrug auf Grund der guten Belaufbarkeit und der wenigen Höhenmeter trotzdem weniger als 90 Minuten.

Der erste, schnelle Teil der Strecke gefiel mir sehr gut. Im Schmetterling schlich sich etwas der Schlendrian ein. Am meisten verlor ich jedoch bei Posten 20, als ich zu früh nach dem Posten suchte. Der Rest lief wieder besser, nur auf der Schlussschleife nach dem Zuschauerposten schlug ich noch zwei kleine Haken. Zwar reichte es nur für den 23. Platz (wieder 7. beim Austria Cup), es stimmt mich jedoch positiv, dass ich mich nun regelmäßiger in der oberen Hälfte der Elite-Ergebnisliste wiederfinde.

Karte | Ergebnis | Zwischenzeiten

Dem Austria Cup Auftakt kann ich also durchaus den „Erfolgreich“-Stempel geben – weiter geht es erst in über einem Monat mit der Sprint-Staatsmeisterschaft in Tirol.

Trainings
Neben den vielen Wettkämpfen blieb nur wenig Zeit für OL-Trainings:

» 1km Richtungstraining Bad Fischau
» 1km Richtungstraining Föhrenwald (Teil 1)
» Sprint Rotäcker
» Mittel GÜPL
» Score-OL Schleinz
» 1km Richtungstraining Föhrenwald – vom Ziel bis Posten 7 (Teil 2)

Bis zum nächsten Höhepunkt, der Niederösterreichischen Staffelmeisterschaft am 1. Mai in Blumau-Neurißhof, sind es jetzt noch genau zwei Wochen – Zeit genug sich speziell dafür vorzubereiten.

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