Markus Plohn

Der Mai

Seit dem ersten nationalen Wochenende ist einiges passiert, hier ein chronologischer Rückblick:

18. April: 4. NOLV CUP (Karte)
Schneller Start zum ersten Posten, beim zweiten aber schon eingebaut. Den kleinen Weg kurz vor der Forststraße, der mich eigentlich auffangen sollte, übersah ich (oder es gab ihn nicht mehr), dadurch lief ich viel zu weit. Noch dazu schlich sich kurz vorm Posten eine zusätzliche Schneise ein. Eine Postenraumsuche musste ich bei Posten sechs starten, der stand nämlich meiner Meinung nach (die GPS-Auswertung lässt’s vermuten) etwas zu hoch. Das kleine Dickicht nordöstlich vom Posten war weit und breit nicht zu sehen, genauso wie die kleinen Senken.

Zu Posten 11 probierte ich die obere Route, quer durch wäre jedoch eindeutig schneller gewesen – wieder was gelernt. Naja, 3. Platz mit 2:06 Rückstand und damit NOLV Cup Siegesserie beendet.

Ergebnis, Zwischenzeiten, Splitalyzer

International 2 Days of Blockheide
Bei wunderschönstem Wetter veranstaltete der HSV OL Wiener Neustadt die International 2 Days of Blockheide im Waldviertel. Dabei wurden am Samstag die ÖSTM Mittel, zugleich 3. Austria Cup, und am Sonntag der 4. Austria Cup ausgetragen. Als Vorbereitung lief ich in Witzelsberg ein Mitteldistanz-Training, das eher demotivierte – die geplante zweite Schleife ließ ich gleichmal aus (Karte).

28. April: ÖSTM Mittel & 3. Austria Cup (Karte)
Die kurzen Posten zu Beginn hätten mir eigentlich liegen sollen, aber sowohl Posten zwei als auch Posten drei baute ich ordentlich ein und so wurde ich am Weg zum 4er bereits vom späteren Drittplatzierten überholt – spitzen Start. Trotzdem schaffte ich es bis Posten 11 den vor mir gestarteten Bernhard Fink einzuholen, selbst mit Fehlern bei den Posten sieben und acht.

Wir liefen den Rest mehr oder weniger gemeinsam. Zu den Posten 12, 13 und 14 übernahm ich die Führung und die Posten kamen wie gewollt – so soll OL sein. Die Freude nahm aber ein jähes Ende, denn zu 15 ließ die Kraft schon spürbar nach und die Konzentran nahm ab. Beim 18er noch vorn, hatte ich zu 19 schon sehr zu kämpfen und ich verlor auch kurz den Anschluss zu Bernhard. 20 und 21 liefen aber wieder besser, sowohl technisch als auch physisch, und so konnte ich mich wieder in Führung bringen.

Die letzten Meter (Foto: Sengstschmid)

Die Schlussschleife war reine Formsache und nach 46:39 beendete ich schließlich auf Platz 21 mein Rennen. Sehr zufrieden war ich mit meinem Lauf nicht, aber selbst mit einem technisch einwandfreien Lauf wäre ich maximal in die top 15 gekommen.

Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer & Routegadget

29. April: 4. Austria Cup (Karte)
Aus organisatorischen Gründen verzichtete ich am Sonntag auf einen Start in der Elite und lief stattdessen die Herren 21- Kurz um im Ziel bei der Auswertung besser mithelfen zu können. Zum Lauf selbst: der zweite Posten lag mir an diesem Wochenende einfach nicht. Ich wollte eigentlich den breiten Weg nehmen, der fast durchgehend bis zum Posten führte, stattdessen landete ich irgendwie auf der Wiese und kannte mich erstmal gar nicht aus. Nachdem ich irgendwann überriss wo ich war und den Posten dann doch noch fand, war über eine Minute dahin.

Glücklicherweise war das zu Beginn der einzige Fehler, danach lief es richtig gut und ich konnte mir bis zum vorletzten Posten einen angenehmen Vorsprung herauslaufen. Den brauchte ich auch, denn den vorletzten Posten suchte ich wie die Stecknadel im Heuhaufen. Zuerst zu weit links bei den Steinen gesucht, falscher Posten, dann nach Osten korrigiert und beim nächsten Steinhaufen gesucht, kein Posten, schließlich überrissen wo ich genau war und zu den richtigen Steinen gelaufen, aber auch dort kein Posten. Tja, der stand nämlich 10 Meter weiter südwestlich beim Weg angelehnt an einem Baum (dürfte wohl umgefallen sein und jemand hat ihn dort hingestellt). Die ganze 2-minütige Suchaktion kann ich daher zu 100% auf den versetzten Posten schieben, klaro.

Im Endeffekt reichte es dennoch für einen klaren Sieg mit 4:06 Vorsprung, juhu.

Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer & Routegadget

3. Mai: Vereinstraining (Karte)
Der OL machte keinen Stopp und so ging es in der darauffolgenden Woche mit einem Vereinstraining in Wöllersdorf weiter. Dabei standen zwei Schleifen am Programm: zuerst Braundruck und anschließend Korridor. OMG, was ich auf Schleife eins zusammenlief. Zu Posten zwei viel zu hoch hinauf und dann im Nirvana gesucht, wenigstens war ich nicht allein (danke, Michi!). Posten drei lief zwar perfekt, aber zum 4er musste ich wohl gedacht haben, dass brav unter der Linie laufen zu langweilig sei und bog daher ins 3er-Grün ab – macht ja Spaß (na gut, es ging ein breiter Weg durch, so war’s ja auch nicht).

Die verlorene Zeit musste wieder aufgeholt werden, schließlich steht man heutzutage ja ziemlich unter Termindruck. Also Beine in die Hände genommen und Gas gegeben. Wunderbar, OL wie aus dem Bilderbuch. Danke, das war’s.

5. Mai: OL-Training (Karte: Teil 1, Teil 2)
Um mich aus der Wohnung zu locken, damit meine Überraschungsgeburtstagsfeier vorbereitet werden konnte, liefen Pierre und Michi mit mir ein OL-Training in Eisenstadt (ich Nullchecker hab das natürlich überhaupt nicht überrissen). Direkt von der Haustür weg joggten wir gemütlich zum Start hinauf auf’s Leithagebirge. Leider übersahen wir eine Abzweigung und so suchten wir den Start schonmal eine knappe halbe Stunde. Fast zuviel aufgewärmt ging es mit der ersten von neun Schleifen los, vier davon waren im Wald zu absolvieren. Für die übrigen fünf Schleifen ging es in den Schlosspark bzw. in die FuZo und am Ende erwartete mich ein toller Überraschungsempfang vor dem Schloss und anschließend eine coole Party in den eigenen vier Wänden. Davon konnte ich mich in der darauffolgenden Woche bei einem Arbeitsurlaub am Comer See gut erholen :)

12. Mai: NÖ Staffel (Karte)
Die zweiten Landesmeisterschaftsmedaillen wurden bei der NÖ Staffel in Bad Traunstein vergeben. Die letzte Chance für mich auf solch eine Medaille in diesem Jahr, die übrigen Meisterschaften finden schließlich erst im Herbst statt und da bin ich etwas verhindert (Auslandsaufenthalt). Ich lief zusammen mit Roland und Pierre und hatte die Aufgabe des Startläufers. Ziel konnte also nur sein als erster Niederösterreicher aus dem Wald zu kommen.

Am Start ging es natürlich heiß her und das Tempo war enorm hoch. Ich hielt mich zu Beginn erstmal im Hintergrund, doch als das Tempo bereits kurz vorm Wald deutlich langsamer wurde, setzte ich mich an die Spitze meiner Gruppe. Ein Fehler, denn ich erwischte den falschen Weg und lief ein paar Meter um sonst. Trotzdem stempelte ich den ersten Posten direkt hinter Philipp Schiel, der jedoch die rechte Umlaufroute gewählt hatte.

Danach begann erstmal ein reines Nachlaufen und kontrollieren. Zwar konnte ich dem Tempo von Philipp nicht ganz folgen, aber im Postenraum machte ich immer ein paar Meter gut. Beim langen Anstieg zu Posten neun verlor ich endgültig den Anschluss, konnte aber kurz vorher ein Loch hinter mir aufreißen. Nun hieß es also eigenständig laufen und einen möglichst großen Vorsprung auf das nächste niederösterreichische Team herausholen.

Dies gelang mir auch ganz gut, nur zu Posten 13 übersah ich den breiten Weg durch das Privatgelände und machte daher obenherum ein paar unnötige Meter mehr. 1:36 hinter Philipp Schiel und 1:23 vor den zweiten Niederösterreichern übergab ich schließlich an Roland, der den Vorsprung auf der zweiten Strecke ausbauen konnte. Pierre machte auf der dritten Strecke den Sack zu und lief mit einem Vorsprung von 4:34 ins Ziel – Sieg! Meine erste und letzte Goldene in diesem Jahr…

17.-20. Mai: Supergeheimes Jukola-Vorbereitungstrainingslager (keine Karte)
Geheim.

23. Mai: 7. NOLV Cup (Karte)
Am Garnisonsübungsplatz Kottingbrunn fand der 7. NOLV Cup (den 5. und 6. musste ich leider auslassen) statt. Wenn man Glück hatte und ein Gewitterloch erwischte, kam man hüftaufwärts fast trocken ins Ziel.

Posten eins ok, zu Posten zwei hatte ich etwas Angst die schwerbewaffneten Soldaten zu überholen, die langsam dahinschlenderten – man will jemanden mit einer Waffe schließlich ungern erschrecken. Drei bis vier in Ordnung, zu fünf hätte ich einfach den Weg laufen sollen. Zu sieben wäre sicher links um die Dickichte herum schneller gewesen. Von Posten acht weg lief ich in die Dickichtsackgasse, wieder ein paar Sekunden. Zum zehner eine kleine Unsicherheit auf halber Strecke. Zum 12er verlor ich viel Zeit, obwohl ich den Posten schnell hatte – wahrscheinlich ging es durch das Dickicht direkt nach Posten 11 gut durch, dann konnte man ziemlich unter der Linie laufen. Zu 16 brav das Feld ausgelaufen – man tut was man kann.

Am Ende blieb ein zweiter Platz 46 Sekunden hinter Much – akzeptabel.

Ergebnisse und Zwischenzeiten

24. Mai: Vereinstraining
Der letzte Eintrag in diesem Kurztagebuch: Vereinstraining in Bad Fischau. Leider etwas verwachsen und nicht gerade schön zu laufen, aber Training ist Training.

1. Schleife: Postensetzen (Karte)
2. Schleife: Posten drei nicht gefunden, aber zu hoch gesucht (Karte)
3. Schleife: Mit Braundruck gar nicht so einfach, selbst wenn manche Posten bereits bekannt sind. Posten fünf absichtlich am Weg umlaufen (Karte)
4. Schleife: Wieder Braundruck. Posten eins am Weg umlaufen, ansonsten ganz ok (Karte)
5. Schleife: Schleife 1 wieder absammeln

Zusammenfassung & Ausblick
Viel OL im Mai, obwohl gar nicht so viele Wettkämpfe anstanden. Leider kam ich sonst nicht zu viel Training, daher blieb ich physisch so ziemlich am selben Level.

Am Donnerstag steht erstmal der Firmenlauf in Wiener Neustadt am Programm. Ich bin gespannt, ob wir erneut den Sieg in der 10er-Teamwertung erringen können und vor allem, ob ich meine persönliche Zeit von 16:33 vom Vorjahr verbessern kann. Im Juni geht es mit zwei nationalen Wochenenden und natürlich der Jukola weiter.

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