Markus Plohn

Lipica Open 2012

Ein weiteres Mal Lipica Open ist Geschichte. Zum ersten Mal lief ich heuer in der Elite, wenn schon denn schon.

Samstag: Mitteldistanz

Karte mit Route

Das Gelände der ersten Etappe bot viele Details und erlaubte zugleich ein hohes Lauftempo. Mir gelang ein sehr guter Lauf, vor allem das Kompasslaufen war kein Problem (das Portugal-Trainingslager zeigt anscheinend seine Wirkung). Einzig bei Posten vier war ich im Postenraum etwas schlampig und verlor so um die 20 Sekunden. Natürlich bietet jeder noch so gute Lauf etwas Optimierungspotential:

  • P1: direkter über den kleinen Weg
  • P2: direkter
  • P5: direkter durch die Doline (Posten war nicht weit oben)
  • P11: genauer im Postenraum
  • P13: direkter
  • P17: rechts herum?

Auch physisch lief es ganz gut. Zumindest hat sich einiges getan, wenn ich meine jetzige Form mit der vor dem Portugal-Trainingslager vergleiche. Mit meiner Zeit von 44:09 belegte ich Rang 21, 7:30 Rückstand auf den Kroaten Matjaz Stanfel. Das heißt natürlich, dass läuferisch noch viel, sehr viel möglich ist, aber auch, dass es steil bergauf geht.

Sonntag: Langdistanz

Karte mit Route

Auf der anderen Seite der Straße, also prinzipiell im gleichen Wald, wurde die zweite Etappe ausgetragen. Dieser Teil war etwas steiniger und grüner, bot aber genauso das typische Karstgelände mit vielen Dolinen und Mauern. Auch diesen Lauf brachte ich gut über die Bühne, doch auch wie am Vortag hatte ich einen Fehler zu beklagen, nämlich bei Posten 10: etwa 80 Meter vor dem Posten bei den drei Kuppen (hier wusste ich noch genau, wo ich war), dachte ich vor mir bereits die Kuppe (Kuppe = künstlicher Steinhaufen) auszumachen, hinter der der Posten sitzen sollte. Leider vernachlässigte ich den Kompass und lief somit zu den falschen Kuppen. Ich bemerkte meinen Fehler zwar sofort, musste aber dann erst durch die kleinere Doline zum Posten – 30 Sekunden waren dahin.

Bei dieser Bahn gab es zwei längere Routenwahlen zu lösen: die kürzere der beiden zu Posten 20 erwischte ich meiner Meinung ganz gut, hier gab es auch keine wirklichen Alternativen. Die längere Routenwahl bot jedoch Posten 17. Hier wählte ich die direktere Route. Eine etwas gewagte Wahl wäre nördlich außerhalb der Karte gewesen. Vorteil: viel Weg, Nachteil: etwas riskant – schließlich könnte einem ein Zaun den Spaß verderben. Die beiden Routen gibt’s hier zum Vergleichen (purpur = meine Route, blau = Risikoroute):

Routenwahl zu Posten 17

Wie auch am Vortag lief es physisch wieder ganz gut, wobei die vielen Steinfelder schon ordentlich zusetzten. Mit 82:22 belegte ich Rang 17, 15:10 hinter dem Finnen Mikko Siren.

Resüme
Das Training zeigt seine Wirkung, sowohl technisch als auch läuferisch. Mit dem 17. Gesamtrang kann ich durchaus zufrieden sein. Hoffentlich geht es so weiter!

Lipica Open
Ergebnisse und Zwischenzeiten

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