Markus Plohn

Stadtmeister!

Gestern fand bereits zum 33. Mal traditionell am Nationalfeiertag die Wiener Neustädter Stadtmeisterschaft statt. Als Wettkampfzentrum diente wie im Vorjahr die Europahauptschule, auch das Laufgebiet war gleich (Ferdinand Porsche-Siedlung). Die Vorjahressieger und Diesjahresorganisatoren Anita und Pierre ließen sich für diese Meisterschaft bei der Bahnanlage etwas Besonderes einfallen: neben einer normalen Bahn waren zwischendurch zwei Postennetze zu lösen, natürlich mit Massenstart.

Karte ohne Route

Postennetze? Oje oje, nicht gerade meine Stärke. Trotzdem war mein Plan zu versuchen das Postennetz allein zu laufen um nach vorne zu kommen, denn rein läuferisch war ich an diesem Tag nicht der Schnellste. Es wurde also Aufstellung genommen und kurz nach 09:00 Uhr begann Pierre mit dem Startsignal. Der vermeintlich erste Posten war bereits am andere Ende des Fußballfelds zu sehen, ich konnte jedoch nicht erkennen ob der Posten innerhalb oder außerhalb des Zauns stand. Da Pierre bei seiner Startansprache deutlich auf Postenbeschreibunglesen, Zaunüberkletterungsverbot und Postenkontrolleure hinwies, nahm ich mir vor gleich die Postenbeschreibung zu lesen. Und tatsächlich: der erste Posten stand außerhalb. Sicher? Sicher!

Aber warum brausten alle über den Sportplatz? Der Ausgang war doch hinter uns! Nachdem ich zur Kontrolle nochmal die Postenbeschreibung gelesen hatte machte ich mich auf den Weg zum Tor – allein. Kurz vor dem Ausgang überkam mich nochmal Unsicherheit: war der Posten wirklich außerhalb? Ich stoppte also und drehte mich um: die ersten Läufer stempelten bereits einen Posten und liefen weiter. War das doch der richtige Posten? Jetzt war es zu spät für mich umzukehren, also lief ich weiter. Als ich beim Posten schließlich ankam und die richtige Nummer draufstand, wusste ich, dass alle anderen falsch waren. Jetzt konnte ich mir Zeit für das erste Postennetz nehmen – perfekt.

Ich lief das Postennetz sicher nicht ideal, machte aber auch keine groben Umwege. Hier die meiner Meinung nach optimale Lösung mit Idealroute:

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Voraussetzung dieser Route ist natürlich, dass man bereits zu Beginn des Postennetzes weiß, dass Posten 163 innen sitzt. Und zu und von Posten 135 darf man sich nicht vor dem Bach scheuen – später musste man aber sowieso nochmal den Bach queren, nasse Füße blieben einem also nicht erspart. Während des Postennetzes hatte ich etwas Gegnerkontakt, bei Posten 12 war ich jedoch wieder alleine. Zu Posten 22 bemerkte ich, dass Helmut „Heli“ Gremmel schnell näher kam und zwei Posten später hatte er mich bereits eingeholt.

Bis Posten 30 hatte er etwa 30 Meter Vorsprung herausgeholt, den er aber zu Posten 31 wegen eines Fehlers wieder verspielte. Das zweite Postennetz am Schluss liefen wir also gemeinsam (eigentlich versuchte ich nicht abzureißen), das Postennetz war aber deutlich einfacher, da auch kürzer, als das erste. Bis in’s Ziel verlor ich schließlich nur 9 Sekunden und damit war mein erster Stadtmeistertitel perfekt!

Karte mit Route

Das Rennen war also bereits beim ersten Posten entschieden – wenn mir das nur mal jemand vorher gesagt hätte. Wie sich später herausstellte, bemerkten einige Läufer gar nicht, dass der erste Posten gar nicht am Sportplatz war – das böse Erwachen gab’s dann erst im Ziel. Jetzt hat sich das genaue Postenbeschreibungslesen endlich mal bezahlt gemacht. Selbst wenn die Postenbeschreibung auf der Karte aufgedruckt ist, ist es wichtig sich die Zeit zu nehmen um Nummer und Beschreibung zu lesen.

Jetzt steht nur noch der traditionelle Saisonabschluss beim 2-Tage-OL in Gant (Ungarn) am Programm. Dort lautet das Motto aber wie immer FSL :)

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2 KommentareKommentar schreiben

  • Gratuliere Plohni, dass Du den ersten Posten als einziger wirklich – so scheint es mir – gemeistert hast! (und Danke an Pierre für den tollen Lauf).