Markus Plohn

2x Austria Cup

Am Wochenende wurden in Freistadt gleich zwei Austria Cups abgehalten: am Samstag ein Sprint in der Innenstadt und am Sonntag eine Ultralangdistanz im angrenzenden Wald. Da ich die ganze Woche schon etwas kränkelte (wiedermal), lief die Vorbereitung auf diese Wettkämpfe mehr schlecht als recht.

Am Weg ins Ziel (Foto: Sengstschmid)

Samstag: Sprint
In der Herren 21- Lang erwarteten uns 2,6 Kilometer mit 35 Höhenmetern und 17 Posten – in 15 Minuten schaffbar. Die ersten vier Posten verliefen sehr schnell und ohne Probleme, dann hieß es bis Posten acht Beine in die Hand nehmen und laufen: lange Teilstrecken mit einfachen Posten. Hier verlor ich etwas Zeit, da ich einfach nicht so pushen konnte wie gewohnt. Anschließend wurde es wieder ein bisschen herausfordernder, allerdings nicht wirklich schwierig. Erst am Weg zu Posten 14 schlich sich ein kleiner Fehler ein, als ich kurz nach dem 13er zu früh links abbog. Zuerst dachte ich mir „Kein Problem, drüber über den passierbaren Zaun“, allerdings handelte es sich dabei um eine drei Meter hohe Mauer. Da ich meine Kletterausrüstung jedoch daheim gelassen hatte, lief ich außen herum.

Die übrigen Posten bis ins Ziel gingen wieder ohne Probleme, aber läuferisch wurde es schon ziemlich hart. Im Ziel angekommen dachte ich meine Lunge und mein Kopf explodierten gleich. Ob das für den Sieg reichen würde? Ja! Mit einer Laufzeit von 14:51 (tatsächlich noch ein Sprint) und 42 Sekunden Vorsprung konnte ich mir den dritten Sieg in meinem dritten H21L-Rennen sichern.

Karte
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer, Routegadget

Sonntag: Ultralang
Tags darauf waren in der Herren 21- Lang über 14 Kilometer mit einigen hundert Höhenmetern in drei Runden zu bewältigen, gestartet wurde im Massenstart. Auf der ersten Runde lief ich mit Markus König, wobei ich beim ersten Posten im Postenraum etwas unsicher war. Markus und ich wechselten uns mit der Führungsarbeit ab und kamen schließlich zugleich von der ersten Runde zurück. Von den anderen Läufern sah ich kurz vorm ersten Kartenwechsel nur Schuarl, der sich bereits auf dem Weg zum ersten Posten der zweiten Runde befand – nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass Markus und ich schnell auf der ersten Runde waren.

Auf der zweiten Runde trennten sich unsere Wege und somit lief ich von hier an allein. Eigentlich hatte ich vor dem Lauf geplant, auf der zweiten Runde etwas das Tempo zu erhöhen, aber es ging einfach nicht. Doch zumindest konnte ich das Tempo beibehalten, auch später noch auf der dritten Runde. Dennoch schlichen sich auf der zweiten Runde ein paar Fehler ein, nämlich gleich zum ersten Posten, bei dem ich etwas Probleme mit der Richtung hatte. Kurz vorm zweiten Posten sah ich Schuarl wieder, beim dritten Posten hatte ich ihn fast eingeholt. Doch nach der Straßenquerung bog er rechts ab und ich dachte, er hätte eine andere Bahn (in Wirklichkeit orientierte er fälschlicherweise zum Sechser).

Kurz bevor ich wieder zur Straße kam, schlug ich mir mein Knie beim Überspringen eines querliegenden Baumstamms an – Aua! Die restlichen 150 Meter bis zur Straße musste ich gehen, am Weg zum Achter ließ der Schmerz aber schnell nach und ich konnte wieder laufen. Beim Zehner passierte mir dann ein einmaliges Missgeschick: ich sah den Postenschirm ca. 30 Meter vor mir und schaute während dem Hinlaufen auf die Karte, wie es weiterging. Als ich wieder aufblickte, war der Posten noch immer 30 Meter entfernt. „Komisch“, dachte ich und als ich näher kam, erkannte ich, dass der Posten auf einer Weggabel saß. Wie ging das denn jetzt? Ich drehte mich um und da war mein Posten – ich musste also während dem Kartenlesen am Posten vorbeigerannt sein.

Auf der Schlussrunde schlichen sich nur noch zwei kleinere Fehler ein: die Routenwahl zum Vierer (direkt wäre sowohl deutlich kürzer als auch schneller gewesen) und beim 11er war ich etwas unsicher im Postenraum. Je näher ich dann zum Ziel kam, desto mehr hoffte ich, dass nicht irgendwo plötzlich ein Konkurrent auftauchte und es auf einen Sprint ankam, denn dazu fehlte mir absolut die Kraft. Glücklicherweise konnte ich ungestört einlaufen und war erstmal froh die 14 Kilometer hinter mich gebracht zu haben.

Natürlich versuchte ich schon während dem Zieleinlauf festzustellen wie viele H21L-Läufer bereits im Ziel waren. Hmm, ich konnte niemanden ausfindig machen. Nach geschätzten zwei Minuten kam Markus König in’s Ziel, da rechnete ich mir gute Chancen auf den Sieg aus. Schließlich reichte es auch bei diesem Lauf für das oberste Treppchen – wow!

Karten: Teil 1, Teil 2, Teil 3
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer, Routegadget

Mit den beiden Siegen am Wochenende konnte ich mich mit 400 Punkten in der Austria Cup Zwischenwertung bei den Herren 21- Lang an die Spitze setzen. Für den Gesamtsieg benötige ich bei den letzten beiden Läufen in Kärnten mindestens 194 Punkte um rein rechnerisch nicht mehr eingeholt werden zu können. Je nachdem wie sich die Konkurrenz verhält und wer aller startet, genügen eventuell auch weniger Punkte. Ein sauberer Gesamtsieg mit 600 Punkten wäre natürlich auch nicht schlecht. Vor allem bei der Nachtmeisterschaft rechne ich mir wieder gute Chancen aus, beim letzten Austria Cup muss dann sowieso nochmal alles gegeben werden. Bleibt nur zu hoffen, dass ich mich jetzt schnell erhole und für das Austria Cup Finale in zwei Wochen wieder ganz fit bin.

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