Markus Plohn

Verregnetes Kärnten

Obwohl es regnete, hagelte, donnerte und blitzte waren die beiden Läufe am vergangenen Wochenende zwei schöne Erlebnisse. Denn die neue Karte mit dem ruppigen Gelände machte das Unwetter weg.

Samstag: 5. Austria Cup
Direkt nach dem Lauf hatte ich nur drei Fehler zu beklagen: einen großen beim Achter und zwei kleinere bei den Posten 13 und 22. Genauer betrachtet unterliefen mir jedoch weit mehr Fehler, deren ich mir gar nicht bewusst war und die erst jetzt nach einer genaueren Analyse zum Vorschein kommen:

Posten 1: Eigentlich hatte ich geplant den großen Hügel in der Mitte rechts zu umlaufen, auf der halben Teilstrecke also zur Forststraße zu laufen. Als ich aber den kleinen Weg verließ, entschied ich mich doch um und lief links herum. Nicht nur, dass ich im Kahlschlag etwas hängen blieb, es war auch noch der weitere Weg. Zeitverlust in etwa 45 Sekunden.

Posten 4: Auch hier war ich bis zur Mitte der Teilstrecke gut unterwegs, dann verlor ich jedoch etwas die Richtung. Nach einem kurzen Steher sah ich dann zwei Läufer einen Posten stempeln, also hoffte ich, dass dies meiner war und lief hin – er war es. 30 Sekunden dahin.

Posten 6: Am Anfang wieder ok, allerdings wieder mittendrin ein Richtungsfehler zur Straße hinaus. Weitere 20 Sekunden.

Posten 8: Grande Katastrophe! Zuerst lief ich schonmal zur falschen Getränkestation, wobei ich mir hier schon dachte, dass etwas mit der Richtung nicht stimmte. Das waren die ersten 30 Sekunden. Kurz vorm Posten im Dickicht folgte aber das größere Übel. In der Mulde im Offenen kurz nach dem Weg wusste ich noch genau wo ich war, von dort wären es nur noch 100 Meter gewesen. Jedoch hatte ich wieder Probleme mit der Richtung und geriet etwas zu weit nach rechts. Als ich den Posten nicht sofort fand, fackelte ich nicht lange und lief sofort weiter zur Stromleitung, denn im Dickicht eine Suchaktion zu starten konnte nicht gut gehen. Beim Strommasten konnte ich mich schließlich auffangen und von dort lief ich schnurstracks zum Posten. Gesamt in etwa vier Minuten verloren.

Posten 13: Die Getränkestationen hatten es mir angetan an diesem Tag. Ich kam etwas zu weit links vom Hang herunter und musste am Weg ein paar Meter zurücklaufen um zum erfrischenden Wasser zu gelangen. Kurz vorm Posten drehte ich wieder eine Ehrenrunde wie beim Achter. In Summe wieder eine Minute.

Posten 22: Ich wollte eigentlich zum Weg südwestlich laufen, kam dann aber auf den nördlicheren Weg und bemerkte dies schließlich auch erst, als ich den Autobahnzaun sah. Von dort musste ich ein wenig durch’s Gemüse ackern um zum südlicheren Weg zu gelangen, was wieder in etwa eine Minute kostete.

Schlussendlich bedeutete dies ein Gesamtfehlerzeit von mehr als sieben Minuten, vor allem mit der Richtung hatte ich so meine Probleme. Da die Konkurrenz jedoch auch nicht fehlerfrei blieb, konnte ich mich dennoch über den Sieg in der H21- Lang freuen.

Karte
Ergebnisse und Zwischenzeiten
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Karte ÖM Staffel

Sonntag: Staffel
Die Staffel wurde im weniger grünen Teil des Waldes ausgetragen, daher konnte man sich schnellere Zeiten erwarten. Ich lief zusammen mit Flo (Start) und Stephan (Schlussläufer). Auch nach diesem Lauf hatte ich ein gutes Gefühl (geschätzt jeweils eine Minute Fehler beim Dreier und 13er und 30 Sekunden beim 23er, also in Summe 2:30), allerdings brachte auch hier eine genauere Analyse weitere Fehler an’s Tageslicht:

Posten 1: Ich wählte die Umlaufroute am Weg rechts, die war aber eindeutig weiter und langsamer als links über die Wiese. Die ersten 30 Sekunden waren also bereits dahin.

Posten 3: Ich sah bereits den Stein, allerdings den Posten nicht und lief daher ein Stück weiter bis zum Graben. Wieder zurück, jedoch eine Minute zu spät.

Posten 6: Wieder ein falsche Routenwahl: Nach dem großen Kahlschlag hätte man rechts abbiegen und dann durch den offenen Wald und schließlich über die Wiese ziemlich flott zum Posten laufen können. Stattdessen quälte ich mich durch’s Dickicht und den steinigen Hang – eine weitere Minute.

Posten 8: Erwischte ich zwar recht gut, allerdings blieb ich viel zu oft und vor allem zu lange zu stehen, da ich zuviel Respekt hatte. Dabei war der Posten gar nicht so schwierig, wie sich schlussendlich herausstellte. Vielleicht lag das aber auch an den vielen Stehern. Mindestens 30 Sekunden weg.

Posten 13: Ich verließ den Weg etwas zu früh, orientierte jedoch weiter vorne weiter. Auf dem kleinen Weg konnte ich mich schließlich auffangen, aber selbst von dort hatte ich noch etwas Mühe den Posten zu finden. In Summe eine Minute Zeitverlust.

Posten 23: Wiedermal kurz vorm Posten eine ungewollte Richtungsänderung. Resultat: eine 30-Sekunden-Schleife.

Aus den geschätzten 2:30 Fehlerzeit wurden somit 4:30, gerade noch akzeptabel in so einem Gelände. In der Staffel reichte es schlussendlich mit Rang neun gerade noch für ein Top-10 Ergebnis. Zwar nicht das erhoftte, aber das erwartete Ergebnis.

Karte
Ergebnisse und Zwischenzeiten

Generell war ich an beiden Tagen nicht entschlossen genug unterwegs. Das lag wohl am schwierigeren Gelände. Vielleicht geht mir aber auch einfach nur das fehlende Schwedentrainingslager ab. Bereits kommendes Wochenende wird die Saison auf Landesebene mit der Niederösterreichischen Nachtmeisterschaft beendet, die letzte Chance also auf eine weitere Medaille!

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