Markus Plohn

Landesmeisterschaften

Vergangenes Wochenende wurden gleich zwei Landesmeisterschaften ausgetragen: die Staffel am Samstag und die Langstrecke am Sonntag.

NÖ Staffel Meisterschaft
Gelaufen wurde am Garnisonsübungsplatz Wiener Neustadt,  einem sehr schnell belaufbaren Gebiet, das jedoch seine Tücken bot. Zusammen mit Michi und Flo bildeten wir eines von sechs Staffelteams des HSV OL Wiener Neustadt und wir hatten gute Chancen auf einen Podestplatz, vielleicht sogar auf das oberste Treppchen.

Michi startete gut ins Rennen und übergab 2:32 min hinter Roland an zweiter Stelle liegend an Flo. Flo konnte sich schon vor dem ersten Zuschauerposten an die Spitze setzen und schickte mich schlussendlich 11 Sekunden vor Pierre auf die Schlussschleife. Mehr Vorsprung wäre mir natürlich lieber gewesen, aber ich versuchte mein Bestes. Bis kurz vor dem ersten Zuschauerposten konnte ich mit Pierre noch mithalten, doch dann legte er etwas an Tempo zu und ich hatte keine Chance mehr. Aufgrund des hohen Anfangstempos war ich nach dem ersten Zuschauerposten schon ziemlich fertig, ab hier hieß es nur noch die Silbermedaille zu verteidigen. Dies gelang mir schließlich auch und so konnten Michi, Flo und ich den zweiten Platz feiern – das bedeutete zwar nicht den erhofften Sieg, aber die erwartete Medaille.

Siegerehrung Staffel (Foto: OK Gittis Klosterneuburg)

Karte
Ergebnisse und Zwischenzeiten

NÖ Allgemeine Meisterschaft
Die Niederösterreichische Allgemeine Meisterschaft wurde wie bereits 2008 und 2009 in Kierling bei Klosterneuburg ausgetragen. Die Karte durfte ich außerdem auch bei zwei NOLV Cups bereits näher kennenlernen.

Da ich mir meiner Antiform bewusst war, startete ich eher gemächlich ins Rennen. Den ersten Posten fand ich trotz falschem Standort recht schnell und auch die nächsten Posten liefen ohne Probleme. Auf dem Weg zum Fünfer, kurz nachdem ich von der Forstraße abgebogen war, sah ich plötzlich Roland. Was? Der war doch sechs Minuten vor mir gestartet! Doch der Überraschungen nicht genug: auch Flo und Jakob waren nicht weit. Die drei hatten gröbere Probleme bei Posten fünf (gut, man legt auch keinen Posten über den Kartenrand) und somit konnte ich sie schon recht früh einholen.

Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass die Chancen auf einen Podestplatz gut standen. Pierre und Much schätzte ich vor mir ein, Stephan verkündete am Vortag, dass er nicht starten würde, jetzt musste ich nur noch schauen, dass Roland und Flo mich nicht wieder zu viel abhängten.

Zu sechs und sieben übernahm ich daher gleich mal die Führung. Zum Achter trennten sich für kurze Zeit unsere Wege, kurz vorm Posten kamen wir aber wieder zusammen. Im Postenraum liefen wir etwas zu tief und standen alle vier etwas fragend herum. Zum Neuner versuchte Flo eine etwas andere Route und blieb unglücklich im falsch eingezeichneten Zaun hängen, dadurch verkleinerte sich unsere Gruppe.

Zu zehn und elf fürchtete ich schon, dass Roland und Jakob sich bergauf absetzen würden, doch sie waren anscheinend bereits genauso leer wie ich. Zum 13er übersah ich die Wegroute, die Roland und Jakob wählten, und kämpfte mich unter der Linie durch’s Dickicht, beim Posten waren wir aber wieder zusammen. Beim langen Anstieg zum 14er war es dann doch soweit: Roland konnte etwas Vorsprung herausholen, ich versuchte nur den Rückstand so gering zu halten, dass ich ihn zumindest noch stempeln sah. Dies gelang mir auch, so war der Posten kein Problem.

Der 15er warf unsere Reihenfolge wieder komplett durcheinander, Roland baute ein, ich auch etwas und so war Jakob plötzlich wieder in Führung. Zum 18er wählte Jakob die Route links um’s Dickicht, ich beschloss die rechte Route zu probieren, Roland folgte mir. Den Posten fanden wir eher durch Zufall, da gerade zwei Kinder stempelten. Am Weg zum 19er, als wir uns gerade durch das am Boden liegende Geäst kämpften, sahen wir Jakob zum 18er hinaufsteigen – unsere Route war also schneller.

Zum 20er interpretierte ich das Gelände falsch und lief zusammen mit Roland schnurstracks am Posten vorbei. Erst am Weg fingen wir uns auf und bis wir endlich beim Posten waren, hatten wir bereits mehr als 90 Sekunden verloren. Auch zum 21er machten wir einen kleinen Umweg. Bei den letzten Posten hatte ich etwas Mühe an Roland dran zu bleiben, schaffte es aber den Rückstand bis in’s Ziel gering zu halten.

Na gut, es war kein erstklassiger Lauf und als Much kurz nach uns den Zielposten stempelte war mir bewusst, dass es sicher nicht für einen Überraschungssieg reichen würde, aber die Bronzemedaille ging sich schlussendlich doch aus. Einen Überraschungssieger gab es trotzdem, denn Much gewann einen Minute vor Pierre – Gratulation!

Siegerehrung Allgemeine (Foto: OK Gittis Klosterneuburg)

Karte
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer und Routegadget

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