Markus Plohn

Alpe Adria Cup

Blick von Opatija auf Rijeka

Nachdem ich vorher noch nie in Kroatien war und ich auch, wenn auch nur einen kleinen Teil davon, dieses Land einmal sehen wollte, beschloss ich bei meiner Jahresplanung im Winter am Alpe Adria Cup in Rijeka teilzunehmen. Alleine reisen musste ich nicht, schließlich schlossen sich die Familie Schaumann (Tobi, Saskya, Laura und Jörg) sowie Pierre, Flo und Michi an.

Mein eigentlicher Plan war die beiden World Ranking Events (Lang und Mittel) zu laufen um wiedermal ein paar WR-Punkte abzustauben, da ich aber noch immer mit Schmerzen in der Hüfte kämpfte, beschloss ich doch in der kürzeren M21A zu starten.

Nach einer langen Fahrt und einem kurzen Training am Donnerstag (Karte), das ich gemeinsam mit Michi lief, stand am Freitag bereits der erste Bewerb am Programm: die Staffel. Diese lief ich gemeinsam mit Jörg. Ich übernahm die Startstrecke und es lief mir ganz gut, nur bei den Posten sieben und acht blieb ich jeweils zu lange am Weg – da war ich wohl etwas unkonzentriert.

Jörg lief ebenfalls ein gutes Rennen und so konnten wir einen ungefährdeten Sieg erringen.

Karte
Ergebnisse

Am Samstag mussten gleich zwei Läufe bewältigt werden: am Vormittag die Langdistanz im gleichen Gebiet wie die Staffel am Vortag und am Abend ein Sprint direkt in der Altstadt von Rijeka.

Bei der Langdistanz lief ich eher zurückhaltend und kräfteschonend, schließlich war dieser Lauf nicht gerade als wichtig einzustufen. Ich machte nur zwei kleine Fehler (Posten neun und 24) und konnte mich vor meinen zwei Konkurrenten klar durchsetzen.

Karte
Ergebnisse

Beim Sprint am Abend gab es keine M21A, da dieser auch nicht zur Gesamtwertung zählte. Also konnte ich mich mit meinen Vereinskollegen Pierre, Flo und Michi messen. Blieb nur zu hoffen, dass die Hüfte halten würde.

Die ersten vier Posten waren technisch eher einfach und mehr zu laufen, doch dann ging es schon durch die engen Gässchen ins Postengewirr. Ich kam mit der Bahnanlage ganz gut zurecht und war immer einen Schritt voraus. Nur zu Posten neun passierte mir ein 15-Sekunden Fehler, da ich dachte ich wäre schon etwas weiter.

Bei den letzten Posten hieß es nochmal fighten, fighten, fighten! Im Ziel angekommen war ich erstmal sehr zufrieden mit meinem Lauf. Schlussendlich reichte es sogar für die top 10, es wurde Platz neun.

Karte
Ergebnisse

Am letzten Tag stand nur noch die Mitteldistanz am Programm. Hier lief ich nun doch Elite, da

  1. meine Hüfte bis dahin in Ordnung war,
  2. die Elitebahn ordentlich gekürzt wurde und nun genauso lang wie meine ursprüngliche Bahn war und
  3. genügend Zeit zum Ummelden blieb, weil der Start um eine Stunde verschoben wurde.

Bereits vor dem Lauf war klar, dass dies kein Zuckerschlecken werden würde, das ließ allein schon der Kartenausschnitt im Bulletin vermuten. Dass der Postensetzer dann auch noch eine Stunde länger als erwartet zum Postensetzen benötigte, machte einige sicherlich schon nervös. Trotzdem versuchte ich das Rennen kontrolliert anzugehen und die Teilstrecken möglichst einfach zu machen.

Zum ersten Posten hatte ich ca. 15 Steher, den ersten bereits am Startpunkt, der Zeitverlust hielt sich jedoch in Grenzen. Beim zweiten verlor ich im Postenraum 90 Sekunden, da ich zuerst direkt am Posten vorbeilief und dann Probleme hatte mich aufzufangen.

Der ärgerlichere Fehler passierte mir aber zu Posten drei: zuerst wollte ich die Route westlich über den Weg nehmen, entschloss mich dann aber doch für die Direkte – schlechte Wahl! So musste ich mich durch’s Dickicht, über Hügel und zwischen Felsen durchkämpfen und verlor gute zwei Minuten.

Die nächsten beiden Posten liefen besser, zum vierten konnte ich sogar die Bestzeit holen. Der nächste Fehler ließ aber nicht lange auf sich warten: beim sechser bog ich in die falsche Senke ab (+20sec). Dies sollte aber noch das kleinere Übel sein, denn bei Posten sieben drehte ich eine zweiminütige Extraschleife. Hier kann ich zumindest ein bisschen Schuld auch der Karte geben, denn Felsen gab es dort weit mehr als eingezeichnet waren.

Zum achter wählte ich die falsche Querung von der Forststraße zum Weg und verlor eine halbe Minute. Die bessere Alternative wäre über die große Doline weiter östlich gewesen.

Die übrigen Posten im Ort liefen fehlerfrei, allerdings ließ mein Tempo nach diesem kräfteraubenden Wald bereits zu wünschen übrig und so verlor ich kontinuerlich bei jedem Posten ein paar Sekunden.

Da fast niemand wirklich fehlerfrei durchkam und meine Fehler in Summe (sechs Minuten) vergleichsweise wenig waren, konnte ich mich über den guten sechsten Rang und 870 World Ranking Punkte freuen. Die Ummeldung hatte sich also rentiert.

Karte
Ergebnisse

Training
Ende Mai lief ich ein Vereinstraining in Katzelsdorf, das eigentlich ein Downhill-OL hätte werden sollen. Allerdings wurde daraus mehr ein Dickicht-Gestapfe (Karte).

Den 6. NOLV Cup in Berndorf musste ich leider aufgrund von Hüftschmerzen am Weg zum achten Posten abbrechen, der viele Asphalt tat wohl nicht so gut (Karte).

Das gestrige Vereinstraining in Piesting musste ich komplett alleine absolvieren, da ich etwas spät zum Treffpunkt kam. Aber besser spät als gar nicht (Karte).

Ausblick
Am kommenden Samstag wird mit der Niederösterreichischen Mitteldistanz die Frühjahrs-Saison bereits beendet. Da das Training in den letzten Wochen und Monaten eher schleppend lief (Beinhautentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Magen-Darm-Grippe, Bänderzerrung, Hüftprobleme – juhu), male ich mir hier eher kleine Chancen auf einen Podestplatz aus – aber mal sehen.

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