Markus Plohn

Sprint in Ried

Die letzten Posten

Nach vierwöchiger Fuß-OL-Pause auf nationaler Ebene stand am Wochenende der nächste Austria Cup am Programm. Da dies zugleich Staatsmeisterschaft auf der Sprintdistanz war, hatten auch alle anderen Kategorien eine Sprintbahn zu bewältigen.

Sprint ist wie immer etwas ganz besonderes. Man muss schnell in die Karte finden und ebenso schnell die erste Routenwahl treffen. Dies gelang mir ausgezeichnet und so lag ich vom Beginn des Rennens an gleich mal in Führung.

Karte

Speziell zum ersten Posten läuft man oft Gefahr zu weit zu laufen, da die Beine noch frisch sind und man an den Maßstab noch nicht gewöhnt ist. Beinahe hätte es mich da schon erwischt, doch die kleine Wasserrinne, die genau zum Posten führte, bremste mich ein. Der zweite Posten kam genauso schnell, dann ging es auch schon hinaus aus dem Park.

Obwohl laut Postenbeschreibung die gesamte Strecke nur 20 Höhenmeter haben sollte, waren zum dritten Posten bereits 40 Höhenmeter am Stück zu bewältigen – da hat sich wohl der Höhenmeter-Teufel eingeschlichen.

Wahrscheinlich etwas zu blau vom langen Anstieg übersah ich die Idealroute zu Posten vier, die wäre nämlich quer über die Wiese und dann durch die Sackgasse gegangen. So verlor ich ca. 20 Sekunden auf meiner Route (mir kam es eh schon etwas seltsam vor, als ich von Norden über die Wiese zum Posten lief und dort noch keine einzige Spur vorhanden war).

Der Downhill zu Posten fünf drückte ganz schön heftig auf Knie und Hüfte, aber bremsen ist bekanntlich ja verboten. Die Posten sechs und sieben stellten keine Probleme dar. Bei Posten acht dachte ich, es wäre nur möglich südlich um das Haus zu laufen. Auf dem Parkplatz nordöstlich vom Gebäude blickte ich nochmal auf die Postenbeschreibung und wurde unsicher. Nach einem kurzen Stop beschloss ich dann doch nördlich herum zu laufen, diese Unsicherheit kostete mich weitere zehn Sekunden.

Von da an war es das aber mit den Fehlern, die übrigen Posten liefen einwandfrei. Beim 11er musste ich nur noch einen kurzen Halt einlegen um die Postennummer lesen zu können. In der dunklen Tiefgarage war das nämlich gar nicht so einfach – und sicher ist sicher.

Im Ziel angekommen war ich mit meinem Lauf sehr zufrieden und ich wusste, dass es für einen Podestplatz in der Herren 21- Lang reichen würde. Dass es dann sogar für den Sieg reichte, freute mich natürlich umso mehr.

Ergebnis, Zwischenzeiten, Splitalyzer, Routegadget

Die Zeit zwischen den Austria Cups
Am Tag nach der Bundesländerstaffel, also vor vier Wochen, verriss ich mir beim Auslaufen die Hüfte. Seitdem habe ich, vor allem beim Laufen auf Asphalt bzw. bei Dauerbelastungen, etwas Schmerzen in der Hüfte. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich von der Elite in die Lang-Kategorie umgesattelt bin. Auch wenn das Training dadurch in letzter Zeit sehr eingeschränkt war, schaffte ich es an zwei NOLV Cups (mit eher bescheidenen Leistungen) und diversen OL-Trainings teilzunehmen. Hier die Karten:

7. Mai: Langdistanz-Training in Witzelsberg
10. Mai: Einerstaffel am GÜPL Wiener Neustadt
11. Mai: 4. NOLV Cup in Baden
23. Mai: Sprint-Training in Wiener Neustadt
24. Mai: Einerstaffel in Schleinz
25. Mai: 5. NOLV Cup in Wöllersdorf

Das ist zwar für einen gesamten Monat nicht gerade besonders viel an Techniktraining, aber besser als gar nichts. Ich hoffe, dass es nach einem Arztbesuch demnächst wieder besser geht, damit ich bei den restlichen Wettkämpfen in der Frühjahrssaison nochmal attackieren kann. Da stehen nämlich noch folgende Wettkämpfe am Programm:

Chicken Challenge vom 11. bis 13. Juni in Salzburg
Alpe Adria Cup vom 17. bis 19. Juni in Kroatien
Niederösterreichische Meisterschaft über die Mitteldistanz am 25. Juni in Wien

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