Markus Plohn

Toller Saisonausklang mit Sieg beim Juniper Open in Ungarn

Den Abschluss meiner Saison 2010 bildete am vergangenen Wochenende das zweitägige Junipen Open in Kiskörös, Ungarn. Da es nun wirklich die letzten beiden Wettkämpfe waren und die Leistung auf der Prioritätenliste nicht mehr ganz oben stand, lief ich zum Vergleich mit ein paar anderen Vereinsmitgliedern in der M21B. Weil die Hauptschwierigkeit in diesem Gelände darin lag ständigen Kartenkontakt zu behalten, nahm ich mir vor bei den schwierigen Posten langsam und sicher zu laufen und auf den einfachen Passagen Gas zu geben.

Samstag: 1. Etappe
Die ersten beiden Posten waren idealerweise zum Eingewöhnen noch recht einfach und mehr zum Laufen. Beim ersten Posten bildete ich mir ein schon ums richtige Dickicht gelaufen zu sein und drehte so eine 15-sekündige Schleife – trotzdem Bestzeit. Dann ging es aber wunderbar voran: die Posten kamen wie gewollt und ich wusste stets genau wo ich war. So holte ich mir bis einschließlich Posten 10 alle Bestzeiten und insgesamt 13 von 16 möglichen. Meine Route zu Posten vier finde ich auch im Nachhinein gesehen nicht so schlecht, denn ich konnte immer voll laufen und musste mich nicht durch’s Dickicht kämpfen (im Gegenteil zur linken Route über den Weg).

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Erst kurz vor Posten 10 machte ich einen dummen Fehler: ich verpasste die Abzweigung nach rechts und lief so in die Lichtungssackgasse. Da das Grün zu Beginn gar nicht so dicht erschien, beschloss ich durchzulaufen. Doch je weiter ich vordrang, desto langsamer kam ich voran, bis ich es schließlich doch irgendwie geschafft hatte. Der Preis dafür: viele Kratzer am ganzen Körper verteilt. Zeitverlust: ca. 20 Sekunden – trotzdem Bestzeit!

Der größere Fehler kam aber erst danach: zum 11er blieb ich auf halbem Weg im Dickicht stecken und musste diesmal wirklich umdrehen. Dann verlor ich den Kartenkontakt und lief nur mit Hilfe des Kompasses in Richtung Posten. Obwohl ich öfters stehenbleiben musste und nie wirklich ganz genau wusste, wo ich mich befand, stolperte ich irgendwann über den Posten – über eine Minute dahin.

Um dann nicht einen Folgefehler zu riskieren lief ich Posten 12 mit angezogener Handbremse an. Zwar verlor ich dadurch wieder in etwa 15 Sekunden, aber zumindest kam ich wieder besser in die Karte. Zum nächsten Posten konnte ich mir schließlich gleich wieder eine Bestzeit holen.

Zu Posten 14 blieb ich wieder zweimal im Dickicht etwas länger hängen und büßte so in Summe eine dreiviertel Minute ein. Dafür konnte ich mir bei den letzten beiden Posten noch Bestzeiten holen und somit mit einer Zeit von 44:02 einlaufen. Zähle ich alle Fehler unter der Linie zusammen, komme ich in etwa auf einen Zeitverlust von 2:35 – in diesem Gelände mehr als nur akzeptabel. Da der Konkurrenz großteils mehr Fehler unterliefen, konnte ich den Tagessieg mit mehr als zehn Minuten Vorsprung feiern.

Ergebnis, Zwischenzeiten und Routegadget

Sonntag: 2. Etappe
Für den Sonntag nahm ich mir gleich zwei Ziele vor: erstens natürlich die Gesamtführung zu verteidigen und zweitens den Kilometerschnitt vom Vortag (6:12) zu drücken.

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Auch am zweiten Tag begann der technisch schwierige Teil erst bei Posten drei und so hieß es zu Beginn erstmal laufen, laufen, laufen. Bei Posten zwei sah ich den Schirm im Dickicht einfach nicht und lief so Richtung Waldrand weiter. Erst als dieser zu nah kam, drehte ich um und konnte den Posten erblicken (+30 Sekunden). Da ich ewig brauchte um mich durch das Dickicht auf den Weg hinauszukämpfen, wählte ich die gar nicht mal so langsame Umlaufroute am Weg zu Posten drei.

Dann hieß es wieder vollste Konzentration im gelbgrünen Labyrinth. Die Posten vier und fünf waren wirklich tief im Dickicht versteckt, stellten aber trotzdem keine Probleme dar. Zu Posten sieben visierte ich das falsche Dickichteck an und musste dann den breiteren Dickichtstreifen queren, der Zeitverlust hielt sich mit ca. 10 Sekunden aber in Grenzen.

Bei Posten neun hatte ich ein kleines Déjà vu: wie am Vortag bei Posten 11 blieb ich öfters im Dickicht hängen, musste einmal sogar umkehren und kämpfte mich irgendwie zum Posten vor. Dieses Zickzack kostete mich in etwa 50 Sekunden. Danach ging es mehr um’s schnelle Vorankommen im Sand (Weg zu Posten 10 und 11) und hohen Gras (offenes Gebiet zu Posten 11 und 12), hier konnte ich mir wieder zwei Bestzeiten holen.

Gegen Ende wurde ich fast etwas schleißig, so machte ich zu Posten 14 noch einen gröberen Richtungsfehler (30 Sekunden Zeitverlust), musste aber deswegen nicht stehenbleiben. Der Rest der Bahn war dann nur noch reine Formsache.

Mit einer Zeit von 50:32 (ungefähr 2 Minuten Fehlerzeit) konnte ich mir mit 4:06 Vorsprung auch den zweiten Tagessieg und somit auch ungefährdet den Gesamtsieg holen. Und auch meiner zweites Ziel konnte ich mit einem Kilometerschnitt von 6:09 erreichen. Ein wirklich netter Saisonabschluss 2010!

Ergebnis, Zwischenzeiten, Routegadget und Gesamtwertung

Diese Woche werde ich die vergangene Saison noch einmal Revue passieren lassen und zusammenfassen, ehe nächste Woche schon die Planung der kommenden Saison 2011 beginnt.

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