Markus Plohn

Das war 2010!

Die Saison 2010 ist gelaufen, Zeit für eine kurze Zusammenfassung:

Vom Gefühl her war 2010 mit Abstand die beste Saison seit langem. Vor allem läuferisch konnte ich mich gegenüber der letzten Jahre sehr steigern (auch wenn ich weiß, dass ich an meine Form in der Juniorenzeit nie wieder herankommen werde) und dabei die technische Komponente ebenfalls weiterentwickeln.

Je länger die Saison dauerte, desto stärker wurde ich physisch. Bei den letzten Wettkämpfen machten sich die vielen Trainingskilometer aber schon deutlich bemerkbar. Glücklicherweise blieb ich 2010 von längeren Erkrankungen (nur einmal eine leichte Erkältung während meines Florida-Urlaubs im März) und schweren Verletzungen verschont. Ohne ein paar kleinere Blessuren kam ich aber auch nicht davon:

  • Beim Einpacken vorm Schwedentrainingslager brach ich mir die kleine Zehe, sodass ich beim ersten Training dachte ich könnte die nächsten zwei Wochen OL-Tourist spielen. Mit dem richtigen Schuhwerk und ein paar Schmerzstillern überstand ich aber die eine Woche Intensivtraining und fünf O-Ringen Etappen.
  • Dazu kamen bei einer O-Ringen Etappe mehrere Wespenstiche ins rechte Bein. Diese verursachten jedoch nur riesige Schwellungen und ich konnte weiterlaufen.
  • Kurz vorm Eisenstädter Landhauslauf im Oktober sorgten Schmerzen im Knie dafür, dass ich mein Bein kaum abbiegen konnte. Diese Schmerzen vergingen genauso schnell wie sie gekommen waren. Die Ursache kenne ich bis heute nicht.

Und wie sieht es mit erreichten Zielen aus? Meinen top 25 Platz bei O-Ringen konnte ich mit Rang 25 genau erreichen – Punktlandung! Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften scheiterte ich teilweise schon daran zum Wettkampf zu kommen (z.B. Langdistanz in Tirol). Am besten schnitt ich noch mit Rang 17 auf der Sprintdistanz im April ab, wobei ich mit meinem Lauf bei der Staffel im September am zufriedensten bin. Die Mitteldistanz im September setzte ich komplett in den Sand (obwohl ich hier genauso wie beim Sprint 17. wurde). Bei den Niederösterreichischen Meisterschaften errang ich drei Medaillen: eine bronzene bei der Staffel in Wöllersdorf und zwei silberne über die Langdistanz bzw. in der Nacht. Vor allem auf der Langdistanz war die Goldene schon in Reichweite, vielleicht nächstes Jahr. Als kleinen Erfolg kann noch ich die erfolgreiche Verteidigung des Vorjahres-Gesamtsiegs beim NOLV Cup verbuchen.

Das war 2010 subjektiv betrachtet, in Zahlen und Fakten sieht’s so aus:

Ich absolvierte insgesamt 73 Wettkämpfe in folgenden Disziplinen aufgeteilt:

  • 4 MTBO’s
  • 7 SkiO’s
  • 58 Fuß-OL’s
  • 1 Straßenlauf
  • 3 Crossläufe

Die Fuß-OL’s lassen sich noch wie folgt unterteilen (teilweise doppelt gezählt):

  • 33 Trainingsläufe (NOLV Cup, Wintertour, etc.)
  • 5 Niederösterreichische Landesmeisterschaften
  • 4 Österreichische (Staats-) Meisterschaften
  • 5 Austria Cups
  • 2 World Ranking Events
  • 16 Internationale Läufe

Das alles wäre natürlich nicht ohne entsprechendes Training gegangen:

  • 1.890 reine Laufkilometer aufgeteilt auf
  • 218,5 Laufstunden

Ein witziges Detail am Rand: ich absolvierte genauso viele Techniktraining wie Wettkämpfe, nämlich 73. Das entspricht bei 46 Trainingswochen einen Schnitt von mehr als eineinhalb Techniktrainings pro Woche, was ich gar nicht mal so schlecht finde.

Hier noch ein paar Eindrücke aus 2010 (Fotos: Kurt Fesselhofer, Michael Stockmayer, unbekannt):

Zum Schluss möchte ich noch die beste Bahn und die beste Karte, auf denen ich gelaufen bin, auszeichnen. Bei so vielen Trainings und Wettkämpfen fällt die Entscheidung gar nicht so leicht, immerhin stehen 145 Karten zur Verfügung (bei manchen Trainnigs und Wettkämpfen wurde auf zwei oder mehr Karten gelaufen, z.B. bei Einerstaffeln).

Als beste Karte fallen mir spontan Kaskantyu (Juniper Open, Ungarn), Hilleröd by – Syd (AS Sprint, Dänemark) oder Dovra sjöar (3. Etappe O-Ringen, Schweden) ein. Das Rennen macht jedoch Jaanankallio, die Karte der Jukola.

Für ganze Karte anklicken

Bei der Bahn ist die enge Auswahl noch umfangreicher:

Ganz oben steht diesmal aber ein niederösterreichischer Wettkampf, nämlich die Niederösterreichischen Sprintmeisterschaften in Wien – Sandleiten.

Für ganze Karte anklicken

Das war also 2010. Und wie es so schön heißt: nach der Saison ist vor der Saison. Zeit also, die Jahresplanung 2011 anzugehen.

Ähnliche Beiträge

Über den Autor Alle Beiträge anzeigen Autor Website

Markus Plohn

Die einzige Seele auf diesem Blog.