Markus Plohn

Trainingswettkämpfe

Innerhalb fünf Tagen bestand letzte und diese Woche die Möglichkeit gleich an drei Trainingswettkämpfen teilzunehmen: dem vierten WOLV Sommercup am Freitag am Wienerberg, dem Bier-OL am Samstag in Baden und zum Abschluss den fünften und letzten WOLV Sommercup am Dienstag in Maria Enzersdorf. Natürlich musste ich dieses Angebot ausnützen.

4. WOLV Sommercup, Wienerberg
Die Karte „Wienerberg – West“ war mir bereits von einem Wiener Linien Wintersprintcup bekannt, der damals als Faschingslauf ausgetragen wurde und ich als Darth Vader (Foto) teilnahm – die Macht war nicht mit mir…

Zum ersten Posten lief ich gleichmal Bestzeit, war technisch auch nicht wirklich schwierig. Zum zweiten gab es schon die erste Routenwahlaufgabe zu lösen, es gab drei Alternativen:

  1. Zurück am Sumpf vorbei und den Weg die Böschung hinauf. Vorteil: der Beginn ist bereits bekannt. Nachteil: etwas Umweg und viel hohes Gras bis zum Posten.
  2. Durch das Dickicht direkt unter der Linie bzw. im Dickicht leicht nach links. Vorteil: kürzeste Strecke. Nachteil: Dickicht und viel hohes Gras bis zum Posten.
  3. Den kleinen Weg südöstlich vom Posten die Böschung hinauf und dann über den breiten Weg. Vorteil: viel Weg, wenig hohes Gras. Nachteil: etwas hohes Gras.

Ich hab mich für Variante 1 entschieden und bin wieder zurück. Much hat mit Variante 3 die Bestzeit erzielt – das sagt wohl alles.

Die nächsten drei Posten machten keine Probleme, hier hieß es laufen, laufen laufen. Zu Posten sechs verlor ich etwas Zeit, da ich die Hecke umlief. Das war zwar von Anfang an mein Plan, doch ich stand plötzlich neben dem Zaun und lief nach links um die Hecke anstatt weiterzulaufen und die Hecke zu queren.

Sieben, acht und neun waren wieder Laufposten, man durfte nur nich daran vorbeilaufen, da es keine guten Ablaufpunkte gab. Zu zehn umlief ich das Dickicht komplett, da vor meinem Start schon ziemlich viele Läufer vor den massigen Dornen warnten.

Am Weg zum 11er gab es eine kleine Überraschung. Ich wollte eigentlich links um den Zaun herum zur Brücke, doch da gab es kein Durchkommen. Der Betonübergang (schwarze Linie) sah mir nicht sehr bruchsicher aus, also probierte ich es auf der anderen Seite des Zauns. Dort hatte ich Glück und kam so auf die Brücke, aber Zeit ging bis dahin natürlich viel verloren. Der einzige Trost: den anderen ging es nicht anders.

Der 12er bot noch etwas Abenteuer. Den Weg zurück über die Brücke kannte ich ja bereits, dann wählte ich die Direkte über den kleinen Weg und die überwachsene Lichtung. Und die war wirklich überwachsen. Zum Posten selbst führten vom Weg bereits Spuren, also zumindest da keine Probleme.

Die übrigen Posten erwischte ich ganz gut. Zum 17er wählte ich eine etwas längere Route, die sich aber als sehr schnell erwies: Bestzeit. Natürlich sprang mir die offensichtliche Route die Böschung am Weg hinunter und dann links am Sumpf vorbei sofort ins Auge, jedoch dachte ich, dass vor allem in sumpfnähe der Untergrund schwer belaufbar sein würde.

Mit einem zweiten Platz und nur 17 Sekunden Rückstand konnte ich auf jeden Fall zufrieden sein.

Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer

Bier-OL, Baden
Nach einem Jahr „Entzug“ gingen Michi und ich wieder an den Start – diesmal als „The Awesomes“. In unserer Kategorie „Profi Herren“ waren wir die klaren Favoriten und dieser Rolle sollten wir auch gerecht werden.

Der Modus war wie alle Jahre zuvor gleich: Gelaufen wird in Zweier-Teams, Massenstart. Zuerst ist eine längere Schleife zu absolvieren, nach dieser kommt man zurück in den Zielbereich, wobei alle beide Teammitglieder je ein 0,33l Bier trinken müssen. Dann geht es auf eine sehr kurze Schleife und zum zweiten Bier. Anschließend erhält man eine neue Karte, wieder mit einer langen und einer kurzen Schleife. Nach der langen Schleife gibt es das dritte und letzte Bier, nach der kurzen Schleife läuft man nur noch ins Ziel. Danach kann man natürlich noch „außer Konkurrenz“ soviel Bier trinken wie man verträgt.

Eigentlich sollte man ja die gesamte Strecke gemeinsam absolvieren, aber schon bei der ersten Austragung dieses Bier-OLs hat es sich eingebürgert die Strecke aufzuteilen. So übernahm ich gleichmal die ersten vier Posten und übergab bei Posten fünf den SI-Chip an Michi. Und obwohl ich noch gar kein Bier getrunken hatte, machte ich bei 3/4 dieser Posten Fehler. Vor allem beim Vierer war ich wie von Sinnen und erklomm den falschen Hügel.

Von fünf ging’s direkt hinunter zum 8er, wo ich nur kurz auf Michi warten musste, und weiter zur ersten bierischen Erfrischung. Die letzten drei Posten auf der ersten Karte lief wieder ich an, diesmal ohne Probleme. Während man sich für das erste Bier ziemlich lang abkämpfen musste, kam das zweite umso schneller daher. Danach Kartenwechsel.

Diesmal lief Michi den langen Teil und ich die kurzen Posten. So wanderte ich erstmal gemütlich zu Posten 5, schaute mir anschließend Posten 6 an und wartete schließlich bei Posten 4. Und wartete. Und wartete. Irgendwann kam Michi angelaufen und ich übernahm wieder den SI-Chip. Ohne ein einziges Mal auf die Karte zu schauen lief ich bis zum 8er, genug Zeit zum Kartenstudium hatte ich ja. Und nachdem ich die Schlussschleife auch schon auswendig gelernt hatte, lief ich diese nach der dritten Bierpause auch noch.

Für den Sieg in unserer Kategorie hat es klar gereicht. Zum Glück wurden wir nicht mit der „Profi Mixed“ zusammengelegt, denn Much und Eva waren knapp schneller als wir.

Ergebnisse, Zwischenzeiten

5. WOLV Sommercup, Maria Enzersdorf
Der fünfte und letzte  WOLV Sommercup wurde am Kalenderberg in Maria Enzersdorf ausgetragen, auch eine alt bekannte, sehr kleine Karte. Ich wusste, was mich erwarten würde: viel Dickicht, viele Wege und viele kurze Posten.

Doch der erste Posten war gleich etwas länger und bot die zugleich die erste Routenwahl: rechts über den breiten Weg und ein heftiger Anstieg durch’s Gemüse oder links auf der Forstraße und über die kleinen Wege. Ich entschied mich für Letzteres um nicht gleich alle Kraft am ersten Anstieg zu verpulvern. Der Stein nach der Futterkrippe war der ideale Ablaufpunkt.

Dann ging es flott dahin, naja, so weit es die Dickichte eben zuließen. Die Route zu Posten neun schlängelt sich ganz schön dahin, aber was Besseres finde ich sogar jetzt noch nicht.

Zum 11er machte ich einen fast fatalen Fehler, den ich aber zum Glück bald bemerkte. Auf dem breiten Weg bog ich rechts ab anstatt den kleinen Weg geradeaus zu nehmen, da ich dachte, ich wäre in der Kurve westlich von Posten 10. Als rechts von mir die Wiese auftauchte, wurde mir mein Fehler bewusst und ich machte sofort kehrt. Vielleicht wäre von dort auch die Direkte die bessere Wahl gewesen.

Ohne groben Fehler kam ich aber auch nicht aus: als ich am Weg zu Posten 13 den kleinen Weg querte, dachte ich, das wäre bereits der große gewesen und fing an den Posten zu suchen. Erst nach einem Kontrollblick auf den Kompass wurde mir alles klar. Den Hochstand, an dem ich anscheinend knapp vorbeigelaufen bin, hab ich im Gelände nicht gesehen.

Mit dem dritten Platz hinter David Schneider und Kerschi bin ich wieder zufrieden, auch wenn es nur ein Trainingslauf war. Ohne den beiden Fehlern bei den Posten 11 und 13 wäre sogar der Sieg möglich gewesen.

Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer

            

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3 KommentareKommentar schreiben

    • ja, scheint mir jetzt auch die schnellste lösung zu sein. ich nehme mal an, du hast posten gesetzt, oder? tolle phantomzeit auf jeden fall! gibt nen guten vergleich.