Markus Plohn

Nimm die Beine in die Hand…

… und lauf, hieß es beim 9. NOLV Cup in der Bad Vöslau Kurzone. Viele lange Teilstrecken mit einfachen Posten und Routenwahlen stellten mehr die physische Komponente in den Vordergrund. Und trotzdem kann man Fehler machen, denn jede noch so einfach wirkende Bahn kann sich bei entsprechend hohem Tempo als sehr schwierig erweisen. Gerade bei solchen Bahnen wirken sich Fehler umso mehr aus.

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Die ersten beiden Posten kamen sehr schnell, da man sich die Karte vorm Start aber kurz ansehen durfte, kein Problem. Dann ging es schon in den schwierigsten Teil der Strecke: Posten drei und vier gingen quer durch den grünen Wald, wobei man zum dritten Posten auch den Weg hätte nehmen können (ich lief natürlich parallel dazu im Dickicht). Die Grünstufen passten vor allem kurz vor Posten vier nicht ganz, hier lief ich im offenen Wald und dachte schon, ich wäre viel zu weit. Mein Distanzgefühl hat mich aber eines besseren belehrt.

Bei Posten fünf machte mir das genaue Kartenlesen einen Strich durch die Rechnung. Wie geht das? Der Zaun war auf der Karte an zwei Stellen, an denen Wege durchführten, unterbrochen, nur bei dem einen Weg direkt bei Posten fünf gab es keine Unterbrechung. Also dachte ich, der Zaun wäre nur bei den Unterbrechnungen passierbar und lief die nördliche Umlaufroute. Was ich nicht wusste: auch der Weg ohne Zaununterbrechung führte durch, wie ich nach dem Lauf erfuhr. Tja, Pech gehabt.

Meine Route zu Posten sechs wäre gar nicht so schlecht gewesen. Nur leider orientierte ich ca. ab Höhe des 14ers zu Posten 12, verpasste daher die Abzweigung nach rechts und kämpfte mich schon die Stufen (neben dem Sperrgebiet, auf der Karte durch die Route nicht mehr erkennbar) hinauf, nur um oben meinen Fehler zu erkennen und wieder umzukehren. Das brachte mir einen Zeitverlust von etwa 30 Sekunden ein.

Zu sieben wollte ich eigentlich die Route links herum laufen, aber über die Mauer gab es kein Drüberkommen. Acht und vor allem neun waren wieder längere Laufposten. Zu zehn übersah ich den schmalen Durchgang und lief daher eine Zickzackroute, aber ich denke der Zeitverlust hielt sich in Grenzen. Auf der Route zum 11er war ich etwas skeptisch, denn die Straßenbegrenzungslinien kurz vorm Posten waren dicker gezeichnet als die vorher unpassierbare, mehrere Meter hohe Mauer, aber es war nur ein Randstein.

Die nächsten drei Posten waren endlich einmal ein paar kürzere Teilstrecken, aber technisch nicht sehr fordernd. Und wenn die Oberschenkel bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sauer genug waren, am Weg zu Posten 15 wurden sie es bestimmt. Denn hier galt es am Stück nochmal 75 Höhenmeter zu überwinden – eine echte Härteprobe.

16 und 17 waren nur noch reine Formsache und dann war der Lauf auch schon aus. Für einen NOLV Cup ok, die Karte hatte ein paar, teilweise auch laufentscheidende, Mängel, aber das war ja für alle gleich. Und über die Bahn kann man diskutieren.

Am kommenden Sonntag steht die Niederösterreichische Allgemeine Meisterschaft in Mannersdorf (für mich quasi um’s Eck bzw. über’n Berg) an, die auch einen idealen Vergleich mit den junggebliebenen Senioren bietet. Die Startliste sollte heute abend veröffentlicht wird.

Ausschreibung, Streckenlängen und alte Karten, Meldungen

Mein Tipp für die top 10:

1. Kaltenbacher Pierre (hochhaushoher Favorit)
2. Stockmayer Michael (es wird steil…)
3. Fesselhofer Roland
4. Seeböck Stephan
5. Wolf Matthias (Comeback?)
6. Auer Michael
7. Plohn Markus (wird sich weisen)
8. Arthofer Florian
9. Zemann Adolf
10. Koiser Michael

Gemeldet, aber krank bzw. verletzt, sonst hätt ich ihn auf Silber geschätzt: Brantner Martin.

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4 KommentareKommentar schreiben

  • Servus!
    Habe auch deine Route zu Posten 11 überlegt,für mich allerdings war die Signatur auf deinem Weg zu Posten 11 eine unpassierbare Mauer (oder wäre das nur nach ISSOM so) Hab ich mich da geirrt? Bin deshalb aussen herum gelaufen. Danke für deine Meinung/Info

  • wenn man sich die karte genau ansieht, erkennt man sogar drei verschiedene linienbreiten für straßenbegrenzungslinien:

    1. die dicke eben bei posten 11
    2. die mittlere, zb im park
    3. die dünne, zb westlich von posten 5

    ich hab einfach riskiert und mir gedacht, dass da die ganze straße nicht so eingemauert ist. hätte natürlich auch pech haben und vor einer hohen mauer stehen können. die hohen mauern selbst waren ja dafür mit dünnen linien gezeichnet.

    bei issom wäre es klar: dicke schwarze linie = verboten zu überqueren

  • Genau, deshalb dachte ich, dass die dickste Linie sicher eine unpassierbare Begrenzung darstellt. Bin deiner Meinung, dass die Karte ein paar Mängel hat – aber ist ja für alle gleich. Problem mit dem Weg durch den Zaun haben wir ja nach dem Lauf besprochen. Danke für die rasche Antwort!