Markus Plohn

Massig Techniktraining

So wie das Training im August mit einer 100km-Woche begann, ging es auch weiter. Neben abwechslungsreichen Schwimm- und Mountainbike-Einheiten stand vor allem viel OL-Training am Programm.

Am 18. August lief ich mit Pierre ein Langdistanztraining inklusive Korridor- und Linien-OL in Witzelsberg. Dabei waren vor allem Querlaufen und Kompassarbeit gefragt. Bis auf die Posten 10, 11 und 21 ging es ganz gut. Vor allem der Korridor zwischen Posten 16 und 17 war sehr fordernd, da dieser ohne Kompass zu absolvieren war.

Tags darauf stand in Markt Piesting ein Vereinstraining am Programm. Auf der alten Karte lautete die Devise die Fehler so gering wie möglich zu halten. Auf der ersten, schwierigeren Schleife hatte ich nur bei Posten 9 gröbere Probleme, auch wenn es nicht unbedingt an der alten Karte lag.

Die zweite Schleife war sowohl einfach als auch kurz. Leider ließ ich mich am Weg zum dritten Posten von einem neuen, nicht eingezeichneten Pfad irritieren (eigentlich war es mehr eine Schleifspur). Ansonsten hieß es laufen, laufen, laufen.

Am Samstag nahmen Pierre, Michi und ich am Alpkogellauf in Trattenbach teil. Während sich Pierre schon zum x-fachen Alpkogelmeister krönen konnte, starteten Michi und ich zum ersten Mal. Zwar wurde uns die Strecke so gut wie möglich erklärt und wir konnten auch das Streckenprofil studieren, dennoch wäre es nicht schlecht gewesen die Strecke zu kennen.

Insgesamt konnte ich mich mit einer Zeit von 31’36“ auf den vierten Rang platzieren und sogar meine Klasse (Allgemeine Klasse) gewinnen. Pierre konnte sich erneut zum Alpkogelmeister krönen (Laufzeit: 28’12“).

Ergebnisse (xls)

Den Sonntag verbrachten Pierre, Michi und ich am Kampstein, natürlich mit OL-Training. Zum Aufwärmen hatte jeder ein paar Posten zu setzen, was bei mir schonmal auf Grund der Höhenmeter 47′ dauerte. Dann ging es mit zwei Sprints los, wobei der erste sehr schnell ablief.

Beim zweiten Sprint galt es einige Höhenmeter zu überwinden, was für einen Sprint nicht gerade förderlich ist. Dennoch war es toll über die Weiden zu zischen.

Nach einer kurzen Mittagspause stand noch ein verkürztes Mitteldistanztraining am Programm. Witzigerweise machte ich genau bei Posten 3 einen Postenraumfehler, obwohl ich den Posten vorher gesetzt hatte. Möglicherweise ist das auf die schwindenden Kräfte zurückzuführen.

Nach einer entspannenden Schwimmeinheit am Montag war am Dienstag wieder Zeit für OL, und zwar gleich doppelt. Zuerst nahm ich am ersten WOLV Sommercup in Wien teil. Zwar war die Strecke nicht sehr lang, aber das hohe Gras bei den Posten 3, 4 und 5 raubte einem ganz schön die Kräfte. Mit einer Zeit von 27’38“ und dem vierten Platz konnte ich halbwegs zufrieden sein.

Ergebnisse

Danach ging es direkt von Wien nach St. Corona, wo gerade die Jugend-OL-Woche „Abenteuer im Wald“ stattfand, zu einem Score-OL inklusive Posten absammeln. Aus dem Score-OL wurde dann ein Schattenlauf mit Posten absammeln und viel Gequatsche mit Michi :)

Am Mittwoch absolvierten Michi und ich das Staffelstarts-Training von „Abenteuer im Wald“ und ließen uns wieder zum Posten absammeln überreden. Die erste Strecke liefen wir zum Aufwärmen locker, bei den Strecken zwei bis vier ging die Post so richtig ab und bei der letzten Strecke nahmen wir gleich die Posten mit.

Nach einer lockeren und vor allem sehr kurzen Laufeinheit am Donnerstag standen am Freitag wieder zwei Einheiten am Programm. Los ging es mit der Abschlussstaffel von „Abenteuer im Wald“. Jedes Team bestand aus vier Läufern, wobei jeder Läufer zwei Strecken (also gesamt acht) zu absolvieren hatte. Damit wir das Ergebnis der Jugendlichen nicht beeinflussten, bildeten Michi und ich ein eigenes Team zu zweit. Außerdem lief jeder von uns sechs Strecken, also zwei Extraschleifen (insgesamt also 12 Mal). Wir hatten zwei Ziele:

  1. Vor den anderen alle Strecken absolviert haben (quasi als Erster im Ziel) und
  2. eine Gesamtlaufzeit von unter einer Stunde.

Die sechs Strecken teilten sich in drei lange (900m) und drei kurze (600m) auf, wobei wir diese abwechselnd liefen. Zwar kannten wir nach ein paar Runden die Posten schon auswendig, gelaufen mussten die Höhenmeter trotzdem erstmal werden, und das waren ganz schön viele.

Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden: wir haben beide Ziele verfehlt. Die „Standardstaffel“ mit den 8 Strecken absolvierten wir in gut 42 Minuten, aber die vier Extraschleifen waren dann um ein klein wenig zu viel. Schlussendlich kamen wir als Vierter mit einer Zeit von knapp unter 65 Minuten ins Ziel, 5 Minuten hinter den Siegern.

Die Staffel machte auf jeden Fall einen irrsinnigen Spaß. Und ich denke, dass es auch physisch sehr wertvoll war, quasi ein OL-Intervalltraining.

Strecke 1, Strecke 2, Strecke 3, Strecke 4, Extraschleife 1, Extraschleife 2

Nach einer entspannenden Erholungspause ging es von den Alpen direkt nach Wien zum 2. WOLV Sommercup. Vom Sonnenschein in den Regen. Viel Regen. Höhenmeter gab es auch dort wieder genug, und zwar auf einmal bei den Posten 8 und 9. Da äußerten sich die sauren Oberschenkel schon ziemlich beleidigt. Aber sonst lief es recht gut ab, sowohl technisch als auch physisch. Vor allem der erste Teil bis Posten 7 gefiel mir sehr gut. Ab Posten 9 schlichen sich dann ein paar kleinere Unsicherheiten ein, aber nichts Tragisches. Mit dem vierten Rang bin ich sehr zufrieden.

Ergebnisse

Den Abschluss dieses intensiven Technikblocks bildete der 5. BOLV Cup in Rudersdorf am Samstag. Auch dieser Lauf war nicht gerade flach, so sammelte ich also noch einmal ein paar Höhenmeter. Da sich die Teilnehmerqualität und -quantität eher in Grenzen hielt, konnte ich mich über einen klaren Sieg freuen.

Der Lauf war technisch nicht so schwierig, bot aber schon ein paar Tücken. Noch dazu machte der tiefe Schlammboden (viel Regen an den Tagen zuvor und am Wettkampftag) die Beine schnell müde.

Vor lauter Schwung auf der Forststraße lief ich am ersten Posten gleich mal vorbei, die Wegkreuzung bremste mich jedoch ein. Die Routenwahl zu Posten 4 war glaub ich nicht schlecht, obwohl der kleine Weg durch den tiefen Schlamm sehr schwierig zu laufen war. Posten 10 erwies sich als sehr tückisch, hier musste man erstmal einen Weg durch finden. Zu Posten 11 wäre die Route links über das Straßen-S wohl schneller gewesen, da man (1) ein paar Höhenmeter gespart hätte und (2) am Weg zum Posten gekommen wäre. Der Rest lief denke ich ganz gut ab.

Ergebnisse

                           

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