Markus Plohn

Einmal flop, einmal top – Teil II

Wie auch in der Vorwoche standen dieses Wochenende ein Austria Cup und eine Staffel, die Bundesländerstaffel, am Programm, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Und es ging mir wie vor einer Woche: beim Staffellauf eine solide Leistung, beim Einzellauf ging dafür alles in die Hose (ein 2:30-Fehler bei einem Sprint sagt wohl alles).

Samstag: Bundesländerstaffel
Gemeinsam mit Jakob, Ida, Ingrid und Alex lief ich im Team „Niederösterreich II“. Ausgetragen wurde der Lauf auf dem total vernebelten und verregneten Schöckl, dem Grazer Hausberg. Unsere Staffel hielt sich von Beginn weg in der ersten Hälfte, Alex übergab mir schließlich an 18. Stelle. Für mich galt also: volles Rohr!

Zwar lief ich meinen Lauf alleine (gut, es waren auch noch andere Läufer unterwegs, aber keiner davon lief mein Tempo/meine Strecke), trotzdem konnte ich halbwegs Tempo machen, wenn auch nicht so gut wie in einer Gruppe. Die Bahnanlage mit den zwei Schmetterlingen (auch wenn ich bei Schmetterlingen schon öfters Probleme hatte, diesmal ging aber alles gut) und dem Zuseherbereich gefiel mir ausgezeichnet und es machte richtig Spaß über die Almwiesen und an den Kühen vorbei zu laufen.

Zum ersten Posten nahm ich die, etwas langsamere, Sicherheitsroute über das Zauneck. Die kleine Senke im Postenraum vom Zehner konnte ich beim ersten Vorbeilaufen nicht gleich ausmachen und so lief ich einmal um das Waldstück herum, etwa 15 Sekunden Zeitverlust. Auch beim 19er war ich im Postenraum zu ungenau und zielte das falsche Dickicht an – wieder 15 Sekunden Zeitverlust.

Schlussendlich verhaute ich noch die Route zum vorletzten Posten. Auf den ersten Blick übersah ich den Weg durch den Kahlschlag auf der Höhe, ich konnte nur Bodenbewuchs ausmachen. Also lief ich einen ordentlichen Umweg mit ein paar Höhenmetern und verlor so weitere 20 bis 30 Sekunden.

In Summe also eine Minute Zeitverlust, akzeptabel. Immerhin konnte ich noch zwei Plätze aufholen und für mein Team den 16. Platz herauslaufen.

Ergebnisse und Zwischenzeiten

Sonntag: 8. Austria Cup
Tags darauf fand in St. Radegund, am Fuße des Schöckls, der 8. Austria Cup statt, ausgetragen als Pseudosprint auf einer 1:7.500-ISOM-Karte im Wald. Leider verlief dieser Lauf alles andere als optimal für mich.

Es fing schon beim ersten Posten an. Bei der Weggabel war ich von der kleinen Wiese am Weg südöstlich verwirrt, da mir diese so groß erschien, also stoppte ich und vergewisserte mich, dass ich bei der richtigen Weggabel war. Im Postenraum lief ich dann auch noch um den Stein südlich eine Ehrenrunde.

Doch dann kam der fatale Fehler zu Posten zwei. Zuerst lief ich vom ersten Posten weg zu sehr den Graben Richtung Norden aus, quer durch Richtung Osten wäre eindeutig schneller gewesen. Kurz vor dem Posten sah ich schließlich einen falschen Schirm, ließ mich verleiten und bog ab. Von dort an interpretierte ich alles falsch, Höhenlinie als Böschung, Stein als Felsen, komplett von der Rolle. Ich lief blind weiter zum nächsten Postenschirm, wieder falsch. Beim dritten falschen Posten bei einem Felsen, fast schon beim Dreier, konnte ich mich endlich auffangen. Bis ich schlussendlich beim richtigen Posten war, waren 2:30 vergangen – beim Sprint unverzeihlich.

Zum Dreier sah ich Thomas Radon, der zwei Minuten hinter mir gestartet war, weit vor mir, also wusste ich bereits, was ich angestellt hatte. Ich wollte aber trotzdem nochmal pushen und zumindest den Rest durchziehen. Am Weg zum Fünfer konnte ich Thomas zwar überholen, aber ich lief die nächsten drei Posten sehr unsauber an.

Bei Posten acht wurde ich dann auch noch von Erik Simkovics eingeholt, da konnte es für mich nur noch heißen: dranhängen! Das schaffte ich auch bis ins Ziel, auch wenn es nur noch drei Posten waren. Wow, was für ein Speed! Jetzt weiß ich wenigstens, wie in der richtigen Elite (nicht in meiner Pseudoelite) gelaufen wird. Da gibt es noch einiges zu tun. Vielleicht helfen ja (für mich) neue Trainingsmethoden à la 4×4.

Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer und Routegadget

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