Markus Plohn

Fun-OL und Nicht-Fun-OL

Am Wochenende trieb es uns nach Salzburg zur Chicken Challenge 2010. Diesmal gab es keinen Mehrtagelauf, sondern am Samstag eine Auswahl an verschiedenen Fun-OL-Bewerben und am Sonntag den vierten Austria Cup.

Samstag: Fun-OL

Zur Auswahl standen ein Mobile-O, ein Labyrinth-OL, ein WISBI-OL und ein Segway-OL. Natürlich probierte ich alle vier Disziplinen aus, wenn ich schon da war.

Als erstes startete ich mit Michi beim Mobile-O. Zuerst lief ich und Michi navigierte, anschließend tauschten wir die Rollen. Michi machte seine Sache sehr gut, ich bog nur zweimal falsch ab (am Weg zum Vierer und Siebener) als ich andere Posten sah und vermutete es wären meine, aber daran bin ich wohl selbst schuld. Etwas über 11 Minuten benötige ich für die 1,5km lange Bahn, nicht schlecht.

Dann war Michi an der Reihe, er lief jedoch auf einer anderen Bahn. Leider unterliefen uns zwei schwerwiegende Fehler. Einmal eine Minute und einmal satte sieben Minuten, das war eindeutig zuviel und so landeten wir an 10. Stelle mit einer Zeit von 29:54. Die Schnellsten benötigten gerade mal 23:43. Ob es an meinen schlechten Anweisungen oder an Michi’s Ost-West-Legasthenie lag, möchte ich hier nicht genauer erläutern.

Karte Mobile-O, Ergebnisse

Anschließend absolvierte ich den Labyrinth-OL. Hier galt es auf engstem Raum (20×20 Meter) den schnellsten Weg zwischen den Absperrungen zu finden und dabei vollste Konzentration zu bewahren. Auf der ersten Schleife hatte ich so meine Probleme und Michi, der knapp hinter mir gestartet war, hatte mich schon fast eingeholt. Doch auf der zweiten Schleife kam ich richtig in Fahrt und konnte sogar noch einen kleinen Vorsprung von 5 Sekunden herausholen. Insgesamt benötigte ich 5:19, der Sieger nur 4:28.

Karte Labyrinth-OL (ohne Route, bin mir nämlich nicht mehr ganz sicher…), Ergebnisse

Der dritte Bewerb war der WISBI-OL. Christian Wartbichler legte auf einer 1,6km langen Strecke eine Zeit (unter 7 Minuten) vor, an der man sich messen konnte. Diesmal startete Michi ca. 20 Sekunden vor mir, doch er machte am Start bereits einen groben Fehler und so überholte ich ihn ohne es zu bemerken. Erst als ich zum zweiten Posten lief kam er mir entgegen und ich war etwas verwundert.

Der Lauf war auf jeden Fall sehr schnell und auch sehr kurz. Fehler werden bei solchen Läufen natürlich beinhart bestraft, wie ich selbst erfahren musste. Am Weg zu Posten 5 bog ich in die falsche Gasse ein und verlor durch Unsicherheit und Umweg in etwa 15 Sekunden. Blieb am Ende eine Zeit von 7:42, knapp geschlagen von Roland (7:39) und einem Tschechen (7:36). Nur der Erste, ein weiterer Tscheche, konnte sich etwas absetzen (7:11).

Karte WISBI-OL, Ergebnisse

Zum Abschluss stand noch der Segway-OL am Programm. Am Sportplatz konnte man in einem abgesteckten Bereich ein Segway ausprobieren. Als Aufgabe musste man die Zahlen auf den Posten addieren, es gab also weder eine Karte, noch musste man den Posten stempeln. Trotzdem hat es Spaß gemacht und in diesem Fall waren „Fehler“ gar nicht so schlimm, denn dann konnte man mehr mit dem Segway herumkurven.

Sonntag: Nicht-Fun-OL

Der Austria Cup am Sonntag auf der Postalm war das Gegenteil vom Samstag. Denn 12km mit 570hm klangen nicht gerade spaßig. Trotzdem war es ein schöner Lauf in einem sehr schönen Gebiet.

Karte 4. Austria Cup
Laufanalyse
Ergebnisse, Zwischenzeiten, Splitalyzer

Ich startete als zweiter hinter Jan, hinter mir: Wolfgang Siegert, ein Tscheche und Pierre.

Zum ersten Posten wählte ich die extrasichere Variante und lief komplett den Weg aus – machte nicht soviel aus. Bis zum Straßenübergang bei Posten 6 ging es sehr gut dahin, nur ein paar Unsicherheiten im Postenraum, aber nichts Tragisches.

Bei Posten 7 ging ich beim Routenplanen zum 8er einfach vorbei, erst der Weg ließ mich stoppen und umkehren. Zu Posten 8 die lange Routenwahl: oben herum oder doch quer und dann die Forststraße? Ich entschied mich für die obere Route, auch deshalb, weil am Weg eine Getränkestation lag. Pech gehabt, denn die Getränkestation gab es nicht und so hieß es ohne Wasser auskommen.

Beim Posten angekommen überholte mich gerade Wolfgang Siegert, ich probierte aber erst gar nicht mich anzuhängen und lief mein eigenes Rennen weiter. Der 9er war wieder so ein Unsicherheitsposten, obwohl ich ihn gut erwischte, die nächsten beiden Posten gingen wieder besser.

Bei Posten 11 holte mich schließlich auch der Tscheche ein, aber auch ihn ließ ich laufen, denn er lief sogar noch schneller als Wolfgang, und das wollte ich mir für vielleicht ein, zwei gute Zwischenzeiten nicht antun. Die Route zum 12er war für mich klar, denn die Alternative über die Forststraße hatte zu viele Höhenmeter und war um einiges länger.

Zu Posten 13 wäre vom Posten weg gleich hinaufzustechen schneller gewesen. Pierre, der hinter mir den 12er stempelte, ließ sich von mir verleiten und lief ebenfalls den Weg aus. Wenigstens konnte ich von ihm ein wenig bis Posten 15 profitieren, aber ab dort lief ich wieder (und diesmal bis zum Schluss) alleine.

Am Weg zu Posten 16 machten sich die Spikes von meinen Schuhen an meinen Fußsohlen bemerkbar, das Bergablaufen tat schon sehr weh, aber es ging. Zu Posten 19 wählte ich wieder die Route oben herum, wie zu Posten 8, auch wenn ich nicht erwartete, dass die Getränkestation bereits besetzt war.

Ab Posten 19 wurde es nochmal richtig interessant. Mehrere kurze Posten in einem schönen Waldgebiet, alles bergab oder zumindest flach. Und endlich gab es auch was zu trinken (am Weg zu Posten 22). Dieser Teil hat mir, obwohl ich bereits sehr erschöpft war und ziemlich allein durch den Wald lief, sehr gut gefallen.

Auch der Schlussteil im Offenen war sehr schön und so konnte ich, sogar bei Sonnenschein, nach knapp über 100 Minuten ins Ziel einlaufen. Damit hatte ich auch meine Vorgabe von zwei Stunden deutlich unterboten.

Ausblick

Am kommenden Samstag findet in Unterwölbling die Niederösterreichische Meisterschaft auf der Mitteldistanz statt. Diese gilt als Qualifikation bzw. Grundlage für die Aufstellung der Mannschaften bei der Niederösterreichischen Staffelmeisterschaft am 26. Juni in Wöllersdorf. Durch die allgemeine Kategorie Herren 15-44 hat sich ein extrem großes Starterfeld von 37 Läufern ergeben. Ideal um sich mit den jüngeren und älteren zu vergleichen.

Mein Tipp für das Podest bei der NÖ Mittel lautet übrigens:

1. Pierre Kaltenbacher
2. Stockmayer Michael
3. Fesselhofer Roland

Also ein Dreifachsieg für den HSV Wiener Neustadt!

Was denkt ihr, wer auf’s Podest läuft? Wie lautet euer Tipp? Einfach ein Kommentar posten!

Wer aller gemeldet ist, seht ihr bei ANNE.

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6 KommentareKommentar schreiben

  • mein top-favorit auf den sieg heißt seit sonntag – nach durchsicht der splitzeiten der ersten posten vom ac – jan! und da plohni der fuchs ist sicher auch ganz vorne mit dabei!

    das wird auf alle fälle eine ganz spannende sache – auch was das taktieren für die staffel-ms betrifft ;-)

  • Ein Tipp fürn nächsten Mobile-O in der Stadt immer rechts links sagen und der Ansager die Karte immer in Laufrichtung mitdrehen hilft sehr, weil der der lauft eigentlich keinen Kompass mitbraucht dann und Zeit spart und ned draufschauen muss.

    Ob man eine links rechts legastenie hat is natürlich noch weniger zu wissen =) aber trotzdem besser als ost west find ich

    • auf einer wegspinne ist links/rechts aber nicht immer klar, deswegen hab ich ost/west verwendet. kann wohl beides in die hose gehn…

      • halb rechts halb links gibts ja auch noch, hab eh scho mitn michi auch gredet, glaub beide varianten ham vor und nachteile, und wirklich genau wissenw ie der andere denkt würd glaub ich sowieso nur durch seelenverbindung oder sowas gehn :)

        ah ja mien tipp für samstag:
        1. Pierre
        2. Plohni
        3. Flo