Markus Plohn

5. Platz bei der NÖ Mittel MS

Auch der zweite Versuch heuer auf eine Medaille bei einer Niederösterreichischen Landesmeisterschaft blieb erfolglos. Nach der Disqualifikation bei der Sprintmeisterschaft konnte ich mich diesmal aber mit einem fünften Platz deutlich steigern. Mehr als die Erwartungen erfüllt hab ich aber auch nicht. Zum Lauf selbst:

Es erwartete uns eine ziemlich steile Bahn (200 Höhenmeter auf 4,5 Kilometer) – schonmal keine idealen Voraussetzungen für mich, mir liegen ja flache Gelände eher. Aber probieren muss man es trotzdem. Gleich zum ersten Posten ging es 50 Höhenmeter hinauf. Den Standort hatte ich auf der Musterkarte im Vorstart bereits erraten, der Posten selbst war also kein Problem (+2sec auf Pierre). Nur meine Augen hatten etwas Schwierigkeiten sich von greller Sonne auf dunklen Wald umzustellen als ich beim Startpunkt in den Wald abbog.

Zu Posten zwei konnte ich den Rückstand ebenfalls gering halten und blieb somit hinter Pierre an zweiter Stelle. Dann kam meine stärkste Phase in diesem Lauf: am Weg zum 2er sah ich bereits den 4 Minuten vor mir gestarteten Michi, also gab ich zum 3er Vollgas (Bestzeit) und zum 4er (wieder Bestzeit!) konnte ich ihn schließlich überholen. Und plötzlich lag ich an erster Stelle. Dieser Zustand sollte aber nicht lang halten…

Denn zu Posten 5 kam der übliche grobe Schnitzer. Ich lief ohne Plan nur nach Kompass und hoffte den Posten zu erspähen. Doch ich wurde immer unsicherer, blieb öfters stehen und fing mich schließlich auf der Forststraße auf. Doch auch dort wusste ich nicht genau wo ich war und so zitterte ich irgendwie Richtung Posten, bis ich ihn endlich fand. Dieser Schwenker kostete mich 1’30 und warf mich von Platz 1 auf Platz 6 zurück.

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Posten 6 war kein Problem, das Dickicht und der Stein bildeten perfekte Ablaufpunkte. Zu Posten 7 ahnte ich schon einen groben Zeitverlust, da es wieder 50 Höhenmeter auf einmal zu bewältigen gab, und ich auch noch etwas falsch den Hang vorher herunterlief. Der Zeitverlust beschränkte sich jedoch auf 15 Sekunden, halb so schlimm.

Die Posten 8 bis 10 erwischte ich zwar wieder sehr gut, aber Hanglaufen ist einfach nicht meins. So verlor ich rein läuferisch 50 Sekunden – viel zu viel. Nach dem kurzen Anstieg zu Posten 11 war der Saft aus, das merkte ich vor allem vor und auf der Forstraße zum nächsten Posten. So verlor ich nochmals 42 Sekunden läuferisch auf einer Teilstrecke von nicht mal 3 Minuten.

Posten 13 und 14 liefen technisch wieder sauber. Doch zum vorletzten Posten musste ich mir natürlich noch einen Fehler leisten. Ich sah das Sperrgebiet um den Postenraum erst als ich auf der Forstraße lief und ließ mich dann von anderen Läufern irritieren. Anstatt gerade auf die Straße hinunterzustechen lief ich zurück und um den Weingarten herum. Die Medaillen waren aber bereits vergeben, also nahm dieser Fehler auch keinen Einfluss mehr.

Zum letzten Posten und ins Ziel nochmal Gas geben und aus war der Lauf. Zufrieden bin ich mit meinem Lauf, eine Medaille wäre möglich und schön gewesen, aber geschenkt wird einem nichts.

Übrigens lag ich mit meinem Tipp (Kaltenbacher – Stockmayer – Fesselhofer) gar nicht so weit daneben. Nur Stephan anstatt Roland machte mir einen kleinen Strich durch die Rechnung, aber er hat sich’s ja auch verdient. Gratuliere!

Ergebnis NÖ Mittel
Laufanalyse

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