Markus Plohn

WRE-Sprint und Staffel in Brünn

Für gewöhnlich heißt es: wer es nicht im Köpfchen hat, hat es in den Beinen. Beim Orientierungslauf könnte man noch meinen: wer es nicht in den Beinen hat, hat es im Köpfchen. Wenn man es weder in den Beinen noch im Köpfchen hat, dann macht man auch keine 1000 Punkte bei einem World Ranking Event, sondern eben nur 817. So geschehen am Samstag beim Hummel Sprint Cup in Brünn, bei dem Pierre, Michi und ich an den Start gingen.

Karte mit Bahn und Route
Ergebnisliste und Zwischenzeiten
WR-Punkte

Mir unterliefen einfach zu viele Fehler, und zwar von Beginn weg. Der erste Posten ging noch gut, doch zum zweiten erwischte ich bereits die längere Route (ideal wäre knapp links der Linie). Zum Dreier ein kleiner Richtungsfehler, dadurch musste ich über eine Böschung klettern und am Weg zum Vierer ließ ich mich von einem anderen Posten ablenken.

Doch dann kam erst der Horrorcrash bei Posten 5: zuerst bog ich aus mir unerklärlichen Gründen von der Idealroute ab und kämpfte mich durch’s Grün, dann interpretierte ich die Hilfshöhenlinie als Weg und lief viel zu weit in den Wald. Bis ich meinen Fehler bemerkte und endlich beim Posten war, verging über eine Minute. Als Draufgabe wählte ich zu Posten 7 die falsche Route (links herum ist zwar um 30m länger, aber nicht so steil zu laufen).

Dann beruhigte sich mein Kompass ein bisschen und ich machte keine groben Fehler mehr, einzig den Posten im Dickicht beim Elfer sah ich nicht gleich und verlor nochmal 20 Sekunden. Ab Posten 8 lief ich eigentlich fast immer in einer Gruppe mit mindestens 3 Läufern, teilweise sogar mehr. Aber ändern konnte das am Katastrophenergebnis auch nichts mehr: Platz 42 von 45 Teilnehmern. Die erste Hälfte hätte locker drin sein müssen, hätte.

Am gleichen Tag wurde auch noch eine Staffel ausgetragen. Zwar war die Vorbereitung nicht optimal (eine fettige Wurst als Mittagessen und statt Beine hochlagern geocachen), aber hier ging es auch mehr um den Spaß. Pierre lief am Start und übergab mir an 23. Stelle.

Karte mit Bahn und Route
Ergebnisliste und Zwischenzeiten

Der Anfang des Laufs gefiel mir sehr gut: kurze schnelle Posten im feinen Gebiet, da ging ordentlich was weiter. Am langen Anstieg zu Posten 8 konnte ich gut in einer größeren Gruppe mithalten. Durch eine sehr unterschiedliche Bahnanlage zwischen Posten 8 und 15 teilte sich die Gruppe komplett auf, noch dazu unterlief mir bei Posten 9 ein kleiner Postenraumfehler. Bei Posten 15 konnte ich wieder ein paar Läufer einholen, die verlor ich jedoch gleich wieder bei Posten 17 (Postenraumfehler).

Also lief ich den Rest so ziemlich allein, zwischen Posten 21 und 22 wurde ich noch von zwei schnelleren Läufern überholt, aber das war’s dann auch schon. Zu Posten 23 lief ich zwar brav die Höhe aus und erwischte auch den Posten optimal, aber die direkte Route wäre deutlich schneller gewesen. So übergab ich an Michi an 28. Stelle, ich hatte also nur 5 Plätze verloren. Und das, obwohl ich schon stehend k.o. war (vor allem nach dem Schlussanstieg von 50 Höhenmetern) und absolut nicht fehlerfrei blieb.

Michi lief als Schlussläufer ein gutes Rennen, am Ende platzierten wir uns auf Rang 42 unter 61 Staffeln. Damit haben wir zwar nicht unser Ziel (Top 30) erreicht, aber Spaß hat’s gemacht.

Spaß versprechen auch die vier Fun-O Bewerbe am kommenden Samstag in Abtenau. Zur Auswahl stehen ein Labyrinth-OL, ein WISBI-Sprint, ein Mobile-OL (werde ich mit Michi antreten) und, sehr interessant, ein Segway-OL. Ich bin schon sehr gespannt!

Chicken Challenge 2010

Am Sonntag wird auf der Postalm der 4. Austria Cup durchgeführt. Die Karte ist für mich neu, aber es wird wohl wieder sehr steil werden…

            

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