Markus Plohn

ÖSTM Sprint: die Abrechnung

Schnell lief sie ab, die Staatsmeisterschaft. Sowohl der Lauf selbst, als auch das Drumherum. Zufrieden? Mit meinem Lauf: ja. Mit meiner Platzierung: beinahe. Im Rückspiegel betrachtet war es eine schöne Veranstaltung. Durchgeplant – pressetauglich – unterhaltsam. Meiner Meinung nach haben nur zwei Kleinigkeiten gefehlt:

  • Zuschauerposten und/oder Zwischenzeitposten
  • Ein paar kurze Teilstrecken mit groben Richtungsänderungen

Mein Ziel nach Durchsicht der Meldeliste war die erste Hälfte (top 12) zu erreichen. Nach Veröffentlichung der Startliste musste ich jedoch korrigieren, da ein paar Läufer hinzukamen. Neues Ziel: top 15.

Mein Wettkampf begann dann gleich mal damit, dass ich den Start fast nicht gefunden hätte. Denn ich interpretierte die Aufwärmkarte falsch und wollte vom Start wegorientieren, dabei war doch der Start das Ziel. Ich kam dennoch rechtzeitig zum Vorstart und hatte genügend Zeit um nochmal tief durchzuatmen.

Ein paar Minuten später ging es schon los – Karte in die Hand und ab. Der Start war schnell gefunden (diesmal wirklich der Start) und da es zum ersten Posten keine Alternativen gab, plante ich schonmal die Route zum Zweier. Am Startpunkt Richtung kontrollieren und den ersten Posten sicher angehen. Gesagt getan.

Zum Zweier entschied ich mich für die rechte technische einfachere, dafür etwas längere Route. Am Weg zum Dreier erblickte ich zum ersten Mal den vor mir gestarteten Thomas Radon und ich dachte, dass ich gar nicht so schlecht im Rennen lag. Die Beinen fühlten sich auf jeden Fall sehr gut an.

Im Postenraum vom Vierer unterlief mir jedoch der erste Fehler. Ich war mir absolut unsicher, ob ich über diese Mauern springen durfte, da passierbare Mauern ja eigentlich grau eingezeichnet sind. Dabei gibt die Linienbreite die Passierbarkeit an und als ich einen Extrabogen gelaufen war und den Posten sah, war mir klar, dass man über diese Mauer drüber musste. Die ersten 15 Sekunden waren damit fort.

Die nächsten Posten liefen wieder besser, doch schon langsam wurden meine Beine immer schwerer, vor allem am Weg zu Posten 7. Kurz nach dem Achter sah ich Thomas wieder vor mir – jetzt hieß es beißen. Posten 9 und 10 kein Problem, aber ich kam einfach nicht näher. Plötzlich bei Posten 11: Thomas kam von links aus dem Dickicht, er dürfte einen gröberen Fehler gemacht haben und so konnte ich ihn überholen.

Ich blieb jedoch nicht lange vorne, denn zum Zwölfer sah ich das Dickicht zwischen den Wegen nicht und erst im dritten Anlauf konnte ich mich durch die Dornen kämpfen. Thomas wählte die ideale Route unten und konnte mich wieder zurücküberholen.

Schon zum Zehner fühlte ich das Blei in meinen Oberschenkeln, doch beim letzten harten Anstieg zum Dreizehner ging gar nichts mehr. Die letzten beiden Posten und den Zieleinlauf überstand ich gerade noch so, Thomas konnte ich nicht mehr überholen.

Auf meinem Zwischenzeitabschnitt stand schließlich eine Laufzeit von 18:34, für 3,5 Kilometer mit doch einigen Höhenmetern eine für mich durchwegs akzeptable Zeit. Und die Platzierung? Rang 17 von schlussendlich 28 gestarteten Läufern. Nicht ganz, was ich mir als Ziel gesetzt habe, mit dem Ergebnis bin ich dennoch zufrieden. Ohne den beiden 15-Sekunden-Fehlern wäre Platz 13 möglich gewesen, aber top 10 sind momentan noch außer Reichweite.

Ergebnis, Zwischenzeiten, Splitsbrowser, Routegadget und Fotos
Laufkarte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse

Die erste wichtige Wettkampfphase ist damit vorbei. In den nächsten 7 Wochen folgt vermehrt Vorbereitung auf den Sommer mit (hoffentlich) viel OL-Training und mehreren Wettkämpfen, wie zum Beispiel der NÖ Sprint, dem 3. und 4. Austria Cup und der NÖ Mittel.

         

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2 KommentareKommentar schreiben

  • Hallo Plohni,

    das mit den Mauern war mir auch nicht klar – eine Vereinskollegin hatte damit ähnlich wie Du Probleme – und ich habe in der ISSOM-Spezifikation nachgesehen. Da gibt es das Symbol 519, die passierbare Steinmauer, eine Linie mit einzelnen Punkten wie auf der Oberlaa-Karte verwendet. Dieses Symbol ist „im Gelände“ zu verwenden, während die graue Signatur 519.1 im Siedlungsgebiet angewendet wird.

    Wieder etwas gelernt.

    LG

    Erik A.

    • Hab’s mittlerweile auch schon gefunden. Da denkt man, man ist gut vorbereitet, und trotzdem kommt immer wieder was Unerwartetes dazu.

      Ja, wieder was gelernt.