Markus Plohn

OL in einer überdimensionalen Wasserrutsche [Update]

Diese überdimensionale Wasserrutsche war der Wald bei Klosterneuburg, in dem heute der 2. NOLV Cup durchgeführt wurde. Tiefe Lacken, die zu Seen mutierten – kleine Bäche, die zu reißenden Flüssen wurden – Sümpfe, wo keine sein sollten – überschwemmte Wege, die schon mehr Bächen glichen; so zeigte sich das Laufgebiet; und so macht Orientierungslauf richtig Spaß!

Die Bahn zeigte sich recht kurz (5,1km mit 150hm), ideal für ein schnelles Training. Der Anfang gelang mir recht gut, Posten eins bis fünf ohne Probleme und mit gutem Tempo.

Doch dann schlich sich schon der erste von drei groben Fehlern ein. Bei Posten sechs lief ich zu tief und korrigierte dann auch noch nach unten. Das Grün direkt beim Posten war im Gelände nicht auszumachen – und so ließ ich die ersten zwei Minuten liegen.

Der nächste Fehler folgte prompt. Zuerst passte die Ablaufrichtung nicht und dann passierte mir noch eine dumme Unachtsamkeit. Ich wusste vorm Lauf, dass bei einem Posten der Schirm fehlte – jedoch wusste ich nicht bei welchem genau. Ich war bereits in der richtigen Mulde, doch da ich keinen Posten sah (da der Schirm fehlte …), kehrte ich kurz vorm Posten um und drehte eine saftige Extraschleife, die wieder gut zwei Minuten kostete.

Bis Posten zwölf lief es dann wieder besser, allerdings ließ nach den zwei großen Fehlern erstmal die Motivation etwas nach, ehe bei Posten 13 der dritte grobe Fehler geschah. Total übermotiviert raste ich den Hang hinab, in etwa dreimal soweit wie ich eigentlich musste, nur um mich die Höhenmeter gleich wieder hinauf zu kämpfen. Das waren wahrscheinlich nochmal 2 Minuten und 30 Sekunden.

In Summe also über sechs Minuten Fehler bei 35 Minuten Laufzeit, wäre sich also sogar unter 30 Minuten ausgegangen. Zumindest das Tempo hat halbwegs gepasst – trotz einer trainingsschwachen Woche.

Morgen stehen nochmal kurze Intervalle und am Freitag lockeres Auslaufen am Programm, bevor am Samstag der erste wichtige Wettkampf dieses Jahres ansteht, die Österreichische Staatsmeisterschaft im Sprint-OL in Wien. Anhand der Meldeliste wäre ich über einen Platz in den top 15 froh, vielleicht geht sich auch die erste Hälfte (top 12) aus.

Ergebnisse NOLV Cup
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse

(Titelfoto: Originalfoto von Thomas Peroutka)

Update

Jetzt im Nachhinein betrachtet und nach Analyse der Zwischenzeiten, wäre ein Sieg eigentlich Pflicht gewesen. Aber erstens kommt’s anders, und zweitens als man denkt.

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2 KommentareKommentar schreiben

  • Sorry Markus,

    das mit dem fehlenden Postenschirm war natürlich eine besondere Herausforderung ;-)
    Hoffe, der Lauf (die Rutschpartie) hat dennoch Spass gemacht

    Georg
    (OK gittis Klosterneuburg)

    • halb so schlimm. erstens hab ich ja eh gewusst, dass ein schirm gefehlt hat, und zweitens war es nur ein trainingslauf.

      aber die rutschpartie war echt lustig, schwimmflügerl wären manchmal vielleicht nicht schlecht gewesen…