Markus Plohn

Je mehr, desto besser

Nachdem ich im und direkt nach meinem Florida-Urlaub erkältungsbedingt eine knapp zweiwöchige Trainingspause einlegen musste, liefen die beiden letzten Wochen wieder nach Plan. Ich konnte viele OL-Trainings absolvieren und meine Technik aus dem Winterschlaf erwecken – gerade richtig für die in weniger als zwei Wochen stattfindende Staatsmeisterschaft im Sprintorientierungslauf in Wien.

Ende März nahm ich am Vereinstrainingslager im Waldviertel teil. Zwar war ich organisatorisch sehr beschäftigt (Zeit für Erholung zwischen den Trainings blieb nicht viel), dennoch konnte ich einige gute Trainings absolvieren.

Am Samstag Vormittag begann das Trainingslager mit dem ersten Grafenschlager Orientierungslauf auf einer MTBO-Karte in Grafenschlag. Gut, das Training war zwar technisch nicht sehr anspruchsvoll, aber ausreichend um den Orientierungssinn aufzuwärmen.

1. Grafenschlager Orientierungslauf

1. Grafenschlager Orientierungslauf

Am Nachmittag ging es weiter nach Hausbach, wo mein Verein 2004 die Österreichische Staffelmeisterschaft und die Österreichische Mittelmeisterschaft organisierte. Die Strecke bestand aus einer Mischung von frei anlaufbaren Postennestern und Pflichtstrecken. Ich lief gemeinsam mit Michi, Stefan und Pierre, wobei wir die Pflichtstrecken gemeinsam liefen und bei den Postennetzern versuchten schnell zu laufen. Bei Posten 21 mussten wir jedoch abbrechen, da die Trainingszeit bereits vorbei war, und so sammelten wir beim Zurücklaufen gleich die Posten ein.

Postennester in Hausbach

Postennester in Hausbach

Den Sonntag verbrachten wir bei unseren tschechischen Nachbarn in Rapsach. Am Vormittag veranstalteten sie einen Wettkampf über die Mitteldistanz, den ich mir natürlich nicht entgehen ließ. Leider kann ich nicht sagen, dass mir ein fehlerfreier Lauf gelang. Der Anfang klappte noch sehr gut und ich konnte zum vierten und fünften Posten gleich zwei Bestzeiten hintereinander holen. Doch beim Achter machte ich einen 45″-Fehler im Postenraum. Danach war ich etwas verunsichert bis ich schließlich bei Posten 16 ganze 2’15 liegen ließ. Der Schlussteil war wieder ganz passabel, aber insgesamt 3 Minuten Fehler war einfach zu viel. Trotzdem war ich mit meinem Lauf zufrieden, denn das Tempo war durchaus in Ordnung.

Ergebnis
Zwischenzeiten
Routegadget

Mitteldistanz in Rapsach

Mitteldistanz in Rapsach

Das Nachmittagstraining ließ ich eher locker angehen. Ich lief gemeinsam mit Stefan einen Fenster-OL auf der gleichen Karte vom Vormittag mit Schwerpunkt auf Richtung laufen und Postenraumroutine. Übrigens liefen wir, völlig unbewusst, ca. 500 Meter entlang der österreichisch-tschechischen Grenze – und ich dachte mir noch, was das für riesige Grenzsteine sind. Karte habe ich leider keine von diesem Training, da ich sie brav nach dem Training abgab.

Am letzten Trainingstag standen noch ein Fenster-OL in Köttinghermanns und eine Staffel in Neu-Nagelberg am Programm. Beim Fenster-OL am Vormittag konnte ich nur eine Strecke laufen, da ich organisatorisch ziemlich zugedeckt war. Beim Training selbst hatte ich keine Probleme und ich konnte ziemlich zügig durchlaufen.

Fenster-OL in Kottinghörmanns

Fenster-OL in Kottinghörmanns

Für das Mittagessen blieben dann satte 15 Minuten, bevor schon wieder der nächste Ortswechsel angesagt war – Aufbau und Vorbereitung für die Staffel. Nach ein paar stressigen Minuten war Zeit für das letzte Training. Ich lief gemeinsam mit Herbert Kanai und Niklas Brantner in einem Team.

Herbert kam als 23. (von insgesamt 52 Teams) von der Startstrecke zurück, exakt 7 Minuten hinter Flo, der ein gutes Rennen lief. Niklas lief dann zwar auch nur die 24. Zeit auf der zweiten Strecke, trotzdem konnte er sich um vier Plätze auf Rang 19 vorschieben. Nun war also ich an der Reihe. Wie bei einer Staffel üblich, setzte ich ein viel zu hohes Tempo an und ging bereits am Weg zum Zweier blau. Teilweise lief ich gemeinsam mit Martin Brantner (er hatte zwar die Bahnen geplant, aber es handelte sich ja nur um einen Trainingslauf) und wir konnten einige Teams überholen.

Mit einem ziemlich guten Lauf (keine gröberen Fehler und hohes Tempo) konnte ich unser Team schließlich noch auf den zweiten Platz vorschieben – davon war ich ziemlich überrascht. Für den Sieg hätten noch über zwei Minuten gefehlt, das war einfach nicht mehr drin.

Gesamtergebnis
Strecken
Bahnen
Zwischenzeiten (Strecken)
Zwischenzeiten (Bahnen)

Abschlussstaffel

Abschlussstaffel

Nach einer trainingsruhigeren Arbeitswoche war letztes Wochenende dann wieder Techniktraining angesagt. Am Samstag absolvierte ich mit Pierre vier kurze Sprinttrainings bei der Therme Loipersdorf und in Burgau. Am Sonntag nahmen wir dann noch Michi mit auf eine längere OL-Bahn in Witzelsberg, wobei hier der Schwerpunkt auf Querlaufen lag. Karten von den Trainings gibt es auf Pierre’s Blog.

In Summe also zwei trainingsreiche Wochen mit viel OL-Training. In den letzten beiden Wochen vor der Sprintstaatsmeisterschaft stehen noch Intervalle und weitere Sprint-Trainings am Programm, zur Erholung geht’s zwischendurch auf einen Kurzurlaub in Paris.

Zur Vorbereitung auf die Sprintmeisterschaft hier ein paar nützliche Links:

Ausschreibung Österreichische Staatsmeisterschaft im Sprint-Orientierungslauf 2010
Kartenausschnitt ÖSTM Sprint 2010
Sperrgebiet ÖSTM Sprint 2010 (Wettkampfgelände Kurpark Oberlaa)
International Specification for Sprint Orienteering Maps (ISSOM)
Sprint maps using ISSOM
ISSOM 2007 – Besondere Kartensymbole beim Sprint-OL

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