Markus Plohn

Wieviele Skier beim SkiO?

Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal folgende Fragen bezüglich der mitzuführenden Langlaufausrüstung während einem SkiO-Wettkampf gestellt, ich als gelegentlicher Hobby-Teilnehmer stelle mir diese Fragen jedes Mal und belästige dann auch gerne meine Vereinskollegen, die dann ebenfalls in’s Grübeln kommen.

  • Muss ich überhaupt Langlaufausrüstung mitnehmen oder kann ich auch mit Fuß-OL-Ausrüstung starten?
  • Wenn ich schon Langlaufskier mitnehmen muss, genügt auch ein einzelner abgesägter, den ich in der Hand trage? Oder gar nur eine Bindung, die ich einstecken kann?
  • Darf ich während dem Wettkampf meine Skier an einem Ort abstellen, zu einem Posten laufen, diesen stempeln und dann wieder zurück zu den Skiern laufen um mir einen mühevollen Anstieg zu ersparen?
  • Wenn ein Stock abbricht, muss ich den abgebrochenen Teil mitnehmen? Und wenn ich nur den Teller verliere ohne es überhaupt zu bemerken?
  • Darf ich einen abgebrochenen Ski bzw. einen Teil davon zurücklassen?
  • Gibt es ein Limit, wie oft ich meine Skier abschnallen bzw. wie viele Meter ich damit zurücklegen darf?
  • Darf ich einen abgebrochenen Stock oder Skier während dem Wettkampf austauschen? Zum Beispiel bei einem Zuschauerposten?

Natürlich sind manche Fragen davon teilweise absurd, da das Wort „SkiO“ gar nicht mehr zutreffen würde, aber fragen darf man ja wohl noch.

Von der logischen Seite her betrachtet macht es Sinn, den kompletten SkiO-Wettkampf in vollständiger Langlaufausrüstung (ein Paar Langlaufski mit Bindung, zwei Stöcke, ein Paar Langlaufschuhe) zu absolvieren und nur dort, wo es nicht mehr möglich ist auf den Skiern weiterzukommen, abzuschnallen und sich zu Fuß fortzubewegen.

Und so besagt es auch die Wettlaufordnung (Stand 18.04.2007) vom ÖFOL im Kapitel „V.1.2.1 Ski-OL“. Hier findet man unter Punkt „V.1.2.1.2 Definition“, was zur Langlaufausrüstung dazu gehört und dass man diese ständig bei sich führen muss:

(3) Die Ski-OL-Bahn soll vorwiegend auf Skiern zurückgelegt werden, Teile der Strecke dürfen aber auch zu Fuß absolviert werden. In diesem Fall muss der Wettkämpfer seine gesamte Skiausrüstung (1 Paar LL-Ski mit Bindung, 1 Paar LL-Schuhe, 1 Paar LL-Stöcke, jeweils in adäquater Größe) ständig bei sich führen.

Zwei weitere interessante Punkte befinden sich unter „V.1.2.1.11 Kleidung und Ausrüstung“. Nämlich zuerst Punkt 2, der den Materialtausch während dem gesamten Wettkampf erlaubt und sogar einen Materialposten empfiehlt:

(2) Es gibt keinerlei Beschränkung hinsichtlich des Austauschs von Teilen der Skiausrüstung während des Wettkampfs. Die Wettkämpfer sollen die Gelegenheit haben, bei einem Materialposten Ersatzski, -bindungen und -stöcke zu hinterlegen.

Und schließlich Punkt 3, in dem nochmal explizit festgelegt wird, dass die komplette Ausrüstung während des gesamten Wettkampfs bei sich getragen werden muss. Ausnahme: Teile eines gebrochenen Stockes.

(3) Der Wettkämpfer muss seine gesamte Ausrüstung (lt. V.1.2.1.2(3)) während des ganzen Wettkampfes ständig bei sich führen. Teile eines gebrochenen Stockes können zurückgelassen werden.

Damit sollten sich alle Fragen beantwortet haben. Ein paar kleinere Unklarheiten bleiben dennoch, ob man zum Beispiel auch Teile eines abgebrochenen Skiers zurücklassen darf. Es ist zwar nicht explizit erlaubt, aber irgendwie sinnlos, wenn man ein kurzes abgebrochenes Stück seines Skiers mitnehmen muss.

Für mich ist jetzt jedenfalls klar, dass ich beim nächsten SkiO-Wettkampf meine Dobb-Spikes getrost daheim lassen kann und öfter das An- und Abschnallen meiner Skier üben sollte … besonders das Entfernen von Eis aus der Bindung.

Österreichischer Fachverband für Orientierungslauf
Wettlaufordnung (PDF, Stand 18.04.2007)

(Titelbild: Originalfoto von Kurt Fesselhofer)

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6 KommentareKommentar schreiben

    • ja burli, zu der zeit als ich gefragt hab war no nix verlinkt… aber respekt vor deiner leistung, das beim 15er war zwar net notwendig aber dafür einen neustädter umso mehr würdig :-)
      schlage vor: ich 6., du 7. ;-)

      • das war zwar beim 16er und net beim 15er, aber macht nix :)

        nene, du bleib nur auf der letzten strecke. die 9,3km reichen mir schon. außerdem bist ja du der alte finne ;)

  • Die Frage betr. der LL- Ausrüstung für Ski- OL ist ja nun in der Wettlaufordnung klar geregelt. Das war aber nicht immer so!
    Im Jänner 1982 wurden im Großen Föhrenwald an zwei Sonntagen in Folge die ersten NÖ- MS im Ski- OL ausgetragen (1981 als Nachtrag – da gabs keinen Schnee – und eben für 1982). Werner Fürpass hatte die Karte gezeichnet, Mani Braun sen. legte mit seinen Soldaten unzählige Spuren in den Wald. Und die Bäume waren kaum ein Problem, da damals noch alle diagonal liefen. Bei den Damen war Helly Stockmayer 2x erfolgreich, bei den Herren siegte Erwin Schweifer – obwohl er selbst keine LL- Ausrüstung besaß! Er war normal gelaufen, was durch die geringe Schneehöhe eher von Vorteil war. In den folgenden Jahren litt die Durchführung meist unter Schneemangel. Aber 1983 (Traude Köpl/ Fesselhofer+ Mani Braun jun.), 1986 (Angelika + Manfred), 1989 (Ursula Egger/ Manfred) gab es Bewerbe. Die letzte NÖ- MS im Ski OL wurde 1998 durchgeführt. Die letzten Sieger: Bati + Markus Buchtele. Neben dem Schneemangel war auch die neue Skatingtechnik für das Ende des Ski- OLs in NÖ verantwortlich. Vor allem die (wenigen) Läufer der anderen Vereine wollten sich nicht mehr umstellen…