Markus Plohn

Wie erwartet eine spannende Entscheidung

Ja, es war wie erwartet eine spannende Entscheidung, nämlich die der Herren bei der 31.  Wiener Neustädter Stadtmeisterschaft. Und obwohl es spannend war, gab es auch den erwarteten Stadtmeister 2009 und somit Organisator 2010: Stephan.

Der diesjährige Austragungsmodus, ein Vorlauf und anschließend Finale mit Jagdstart, fand denke ich generell großen Anklang, mir hat er auf jeden Fall sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt, was sich Stephan und Jutta (siegte souverän bei den Damen) für das nächste Jahr einfallen lassen werden.

Vorlauf

Mein Rennen begann um 09:05 Uhr. Der erste Posten war durch die vorher gestarteten Läufer bereits bekannt, doch der zweite war schon eher gefinkelt: eine kleine Senke im Grünen.

Mit genügend Konzentration machte auch dieser Posten keine Probleme und dann hieß es erstmal Beine in die Hand nehmen und laufen. Am Weg zu Posten 7 sah ich bereits den eine Minute vor mir gestarteten Günther vor mir laufen und bei Posten 10 konnte ich ihn schließlich einholen.

Die nächsten beiden Posten gestalteten sich technisch gesehen etwas schwieriger, vor allem für ortsunkundige Läufer. Dieser Teil war wohl auch der Höhepunkt des Laufs. Zum 11er wusste ich, dass es unter der Brücke durchging (zwei Höhlen ergeben einen Durchgang) und so hatte ich keine Probleme (oder man sprang einfach die passierbare unpassierbare Mauer hinunter).

Beim 12er ergab sich dann aber ein Problem, allerdings war man als Läufer dabei „unschuldig“. Ich wusste, dass man den Burggraben weiterlaufen konnte und man am Ende schließlich an einem Tor anstehen würde. Als ich jedoch auf der Karte sah, dass keine schwarze Linie vorhanden war, dachte ich, dass das Tor geöffnet wurde um eine spannende Routenwahl zu ermöglichen.

Auf halbem Weg kam mir plötzlich Michi entgegen, der zwei Minuten vor mir ins Rennen ging. Um es nett auszudrücken: er ließ mich mit sanfter Stimme wissen, dass das Tor abgesperrt war und es kein Durchkommen gab. Gut, also umdrehen und außen herum. Natürlich kamen uns weitere Läufer entgegen, denen wir ebenfalls den unnötigen Weg ersparen wollten und auf die Sackgasse hinwiesen.

Nach der kurzen Aufregung ging es im flotten Tempo weiter. Die restlichen Posten waren bald gefunden und schon war der Vorlauf vorbei.

Nach ein paar Diskussionen wurde entschieden, dass die beiden Zwischenzeiten zu den Posten 11 und 12 annulliert werden. Im Endeffekt reihte ich mich nach der Neuberechnung der Zeiten mit 7 Sekunden Rückstand auf Stephan an der zweiten Stelle ein, also eine gute Ausgangssituation für das Finale. 26 Sekunden hinter mir platzierte sich Mani auf dem dritten Platz, danach ging es im Sekundenabstand Schlag auf Schlag.

Karte mit Bahn und Route Vorlauf
Ergebnisse Vorlauf
Zwischenzeiten Vorlauf
Splitalyzer Vorlauf

Finale

Nach einer kurzen Erholungspause stand dann auch schon das Finale am Programm. Der Start war diesmal etwas weiter entfernt, nämlich am Maria Theresien Platz. Da die Abstände so gering waren, gesellten sich natürlich alle Läufer zugleich zum Start und es ergab sich ein wirklich lustiges Spektakel aus Witzen, Nervösitäten und Anspannungen.

Dann ging es los: Stephan startete, 7 Sekunden nach ihm nahm ich meine Karte auf und folgte ihm. Nach hinten hatten wir ja einen kleinen Zeitpolster.

Die ersten beiden Posten waren bereits vom Vorlauf bekannt, am Weg zum 3er konnte ich bereits Stephan ein- und überholen, da er einen kleinen Haken schlug. Zum 4er zitterten wir etwas hinüber und Stephan übernahm wieder die Führung bis zum Beginn des Schmetterlings.

Bis dorthin ging es mir läuferisch ganz gut und danach eigentlich auch noch. Aber alleine laufend konnte ich einfach nicht das hohe Tempo vom Beginn halten. Am Weg zum 12er machte mir ein nicht eingezeichneter Zaun einen kleinen Strich durch die Rechnung und so musste ich einen ungeplanten Bogen machen, der in etwa 3 bis 4 Sekunden kostete.

Posten 13 beendete schließlich den Schmetterling. Stephan absolvierte ihn 9 Sekunden schneller als ich und hatte somit einen kleinen Vorsprung für die Schlussstrecke. Ich packte also meine Karte ein (nicht wirklich, aber Route plante ich keine einzige mehr, kontrollieren genügte) und mobilisierte nochmals all meine Kräfte.

Aber Stephan lief die letzten Posten sehr kontrolliert und ließ am Ende nichts mehr anbrennen. Ich konnte zwar noch ein paar Sekunden aufholen, wenn es zum Zielsprint gekommen wäre, hätte Stephan aber sicher die Nase bzw. den Chip vorne gehabt. Somit heißt der Sieger verdienter Weise Stephan Seeböck, aber zumindest der zweite Platz war mir mit 4 Sekunden Rückstand gesichert.

Roland konnte sich vom vierten noch auf den dritten Platz vorschieben und komplettierte somit das Siegerpodest.

Ich muss ehrlich sagen, es waren zwei schöne Läufe und das Training in den letzten Wochen hat sich rentiert. Jetzt heißt es „nicht locker lassen“, denn in knapp zwei Wochen kommt noch das letzte Austria Cup Wochenende mit der Nachtmeisterschaft in Tirol.

CU there :)

Karte mit Bahn und Route Finale
Ergebnisse Finale
Zwischenzeiten Finale
Gesamtergebnis Stadtmeisterschaft

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