Markus Plohn

In Kierling

Auf der Karte „Klosterneuburg Kierling“ wurde heute die Niederösterreichische Allgemeine Meisterschaft ausgetragen. Mein Lauf war sowohl gut als auch schlecht.

Die Beine waren heute nämlich, ausgenommen von einer langen Bergaufpassage, federleicht und daher ging es läuferisch sehr flott. Davon war ich doch etwas überrascht, da diese Woche trainingsmäßig zwar top lief, die beiden Wochen davor allerdings nicht.

Dafür wollte das Orientieren heute nicht so richtig. Aber das ist sowieso eine alt bekannte Neustädter-Krankheit: dahinblattln und nix finden. Nun gut, bin ich also wieder in dieser Liga angelangt.

Zu meiner Laufroute: entweder hatte meine GPS-Uhr heute sehr schlechten Empfang oder die Karte passte nicht immer. Ich hab meine Route halt so hingebogen, dass sie halbwegs auf die Karte passt. Dies war aber nicht immer möglich, wie zum Beispiel bei Posten sechs, wo ich garantiert kurz vorm Posten den kleinen Weg lief und mich nicht durch das Dickicht kämpfte.

Zum ersten Posten wollte ich eigentlich den Weg laufen, erwischte aber schon vorher eine gute Traktorspur und sparte somit sowohl Lauf- als auch Höhenmeter. Zum zweiten riskierte ich die Route durch den Kahlschlag, aber auch hier führte ein nicht eingezeichneter Weg durch, daher denke ich, dass diese Route sicher die schnellere war als links ums Dickicht herum.

Drei, vier (kleiner Haken im Postenraum) und fünf hab ich auch noch ohne Probleme gefunden, beim sechser kam ich bei der Forststraße genau beim Weg heraus, sah den kleinen Weg aber nicht und lief daher nach Westen um gleich wieder umzudrehen. Beim zweiten Mal an der selben Stelle angekommen fand ich dann den Weg und ab gings, der Posten selbst war kein Problem.

Die nächsten beiden waren wieder ein Klacks, doch auf Posten acht folgt meistens der neunte, und der wurde mir diesmal zum Verhängnis. Vom Posten weg die Böschung hinauf erblickte ich rechts von mir den Hochstand, der eigentlich links sein hätte sollen. Dann lief ich über den Weg, den ich eigentlich entlang laufen wollte und es trieb mich immer weiter bergab, bis ich endlich die untere Wegbiegung sah und meinen Fehler erkannte. Also hinaufkämpfen über die Forstraße zum Posten. Glücklicherweise ging es zum nächsten Posten nur gleich mal 100 Höhenmeter hinauf.

Die Posten zehn, elf (etwas hineingewackelt), zwölf und dreizehn liefen wieder besser, aber zum 14. nahm ich die Gelegenheit nochmals wahr mich auszuzeichnen. Irgendwie interpretierte ich die Höhenlinien falsch (ich lief bergab obwohl ich bergauf musste) und fing mich schließlich beim 15. Posten auf. Wiedermal ein paar unnötige Höhenmeter, aber wenigstens war von dort der 14er einfach.

Gut, den 15er kannte ich ja bereits und dann ging es nur noch zwei längere Bergabforststraßenpassagen zum letzten Posten und ins Ziel.

Eigentlich kann ich ganz zufrieden sein mit meinem Lauf, aber eben nur eigentlich. Ein paar Techniktrainings können nie schaden.

Karte mit Bahn und Route

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