Markus Plohn

Szentendre Kupa & NÖ Staffel

Titelbild NÖ Staffel 2009

Am vergangenen Wochenende veranstaltete der ungarische Verein Hegyisport Szentendre Egyesület den Szentendre Kupa Austria in und um Wiener Neustadt. Dabei stand am Samstag eine Mitteldistanz am Garnisonsübungsplatz Wiener Neustadt am Programm und am Sonntag parallel zur 2. Etappe des Szentendre Kupa die Niederösterreichische (und Steirische und Wiener) Staffelmeisterschaft in Wöllersdorf.

Szentendre Kupa Austria am Samstag

Am Samstag startete ich in der Kategorie M21B und hatte 5,9km am flachen Garnisonsübungsplatz zu bewältigen. Es war zwar kein wichtiger Lauf, jedoch freute ich mich nach diversen Trainings endlich mal einen Wettkampf in diesem schnellen Gelände zu laufen. Viel Heimvorteil gab es dabei nicht, denn die vielen Trichter und Rinnen kann man sich selbst nach dem 5. Training nicht zu 100 Prozent einprägen. Noch dazu erschwerte der 10.000er-Maßstab das Kartenlesen ein wenig.

Ich startete ziemlich flott und hatte bei den ersten drei Posten keine Probleme, die Karte durfte man sich sowieso eine Minute vorher ansehen. Bei Posten vier schlich sich eine kleine Unsicherheit ein, obwohl ich schon direkt neben dem Posten stand. Beim sechsten Posten visierte ich das falsche Waldstück an und verlor so ein paar Sekunden.

Zu Posten sieben lief ich kurz vor dem Postenraum ein kleines Eck, da ich dachte, dort wäre ein Weg (soviel zu Heimvorteil…). Bis zu Posten zehn lief es dann wieder ganz passabel und ich konnte das Tempo noch hoch halten. Zu Posten elf erwischte ich perfekt den richtigen Weg auf halber Strecke, dachte aber, ich wäre weiter nördlich (wenn ich es mir jetzt so ansehe, hätte mir doch während dem Lauf auffallen müssen, dass ich durch keinen Graben lief) und blieb daher ca. 15 Sekunden auf der Wegkreuzung stehen um mich zurecht zu finden. Dank meines Distanzgefühls blieb ich genau auf der richtigen Höhe stehen, und nachdem ich endlich überriss, wo ich war, sah ich den Postenschirm 50m entfernt leuchten.

Die Posten im Wald gingen ganz gut, obwohl es vielleicht kräfteschonender gewesen wäre ein paar Umlaufrouten auf den Wegen zu laufen. Ich merkte auf jeden Fall schon, dass mir die Kraft ausging und musste das Tempo ziemlich reduzieren. Beim letzten Waldposten lief ich dann noch zum falschen Posten (Wurzelstock südlich), erblickte den richtigen jedoch sofort.

Die letzten drei Posten waren reine Formsache, obwohl sich beim vorletzten noch eine kleine Unsicherheit einschlich.

Ich bin trotz der kleineren Fehler zufrieden mit meinem Lauf, in Summe wäre es in etwa 1,5min schneller gegangen, für den Sieg in meiner Kategorie hat es, wenn auch knapp, trotzdem gereicht. Hier die top 5:

1 32:58 Plohn Markus AUT HSV OL WR.NEUSTADT
2 33:07 Fesselhofer Roland AUT HSV OL WR.NEUSTADT
3 34:56 Fekete András HUN KTK Kõbányai Tájfutó Klub
4 35:25 Koiser Michael AUT HSV OL WR.NEUSTADT
5 37:50 Schlosser Balázs HUN SMA Soproni Mûegyetemi AC

Alle Ergebnisse vom Samstag
Karte mit Bahn und Route

NÖ Staffel am Sonntag

Tags darauf fand am Sportplatz Wöllersdorf die Niederösterreichische Staffelmeisterschaft statt. In meinem Team liefen Manfred „Oxo“ Stockmayer am Start, Rainer Pauser auf der zweiten Strecke und ich als Schlussläufer.

Manfred erwischte einen guten Start und übergab an zweiter (in Niederösterreich) Stelle liegend an Rainer, zwei Minuten vor Alex Srb und Dominik Grünberger (OK Gittis Klosterneuburg). Leider verlor Rainer auf der zweiten Strecke über 20 Minuten und wir mussten vier Plätze einbüßen. Er übergab mir schließlich als Sechster, 2 Minuten und 29 Sekunden hinter Raphael Krapesch.

Mein Ziel hieß also: Martin „Bränsch“ Brantner ein- und überholen. Der Start verlief wieder sehr gut. Die ersten drei Posten waren etwas längere Teilstrecken und daher mehr zum Laufen als zum Orientieren. Der Postenraum beim Dreier bot nicht gerade viele Anhaltspunkte und daher schwamm ich etwas hinein. Bis Posten sieben lief es dann erneut wie am Schnürchen und ich konnte bis dorthin 1’04“ auf Martin gut machen.

Doch dann verließen mich die Kräfte. Die lange Querpassage zu Posten acht und die anschließenden 100 Höhenmeter am Stück bis zu Posten 12 waren einfach zuviel und ich verlor alles was ich aufgeholt hatte. Zu Posten 13 machte ich auch noch einen kleinen Schlampigkeitsfehler (ich lief oberhalb vom Felsen vorbei und sah den Posten nicht), den ich selbst durch einen Zwischensprint auf der Zuseherstrecke nicht mehr wettmachen konnte. Die übrigen Posten ergaben keine Probleme mehr, Bestzeiten waren aber bestimmt keine mehr dabei.

Im Ziel blieb zwar ein guter Lauf mit einer respektablen Zeit, Martin lief jedoch noch besser und blieb vor mir. Da eine Staffel des OK Gittis Klosterneuburg verstempelte, rutschte meine Mannschaft noch um einen Platz auf Rang fünf nach vorne. Die Goldmedaillen durften sich wie erwartet Roland, Jakob und Stephan umhängen; bei den Plätzen zwei bis fünf wurde es schon knapper. Mit meinem Lauf kann ich dennoch zufrieden sein, sowie mit dem gesamten Laufwochenende.

Staffelergebnisse (Manfred Stockmayer und ich sind vertauscht; daher hab ich seine Zeit und er meine)
Karte mit Bahn und Route

Ausblick
Am kommenden Wochenende folgen am Samstag der 6. Austria Cup und am Sonntag die ÖM Mannschaft. Die Läufe werden vom HSV Pinkafeld in St. Lorenzen am Wechsel durchgeführt. Die Strecke der Kategorie Herren 21- Lang hat 8,3km mit 380 Höhenmetern, dürfte also etwas steiler werden. Dann werde ich wohl ein paar Bergintervalle diese Woche einbauen müssen.

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