Markus Plohn

Forerunner + Quickroute + DOMA = Laufanalyse + Kartenarchivierung

Titelbild Forerunner, QuickRoute und DOMA

Einleitung

Für den Orientierungslauf gibt es mittlerweile verschiedenste Möglichkeiten zur AnalyseAufbereitung und Archivierung eines Trainings oder Wettkampfs. Eine Möglichkeit bietet die Kombination von:

  • GPS-Empfänger Forerunner von Garmin zur Aufzeichnung der Laufroute
  • Quickroute von Mats Troeng zur Übertragung der Laufroute auf die digitate Karte
  • DOMA von Mats Troeng zur Online-Archivierung der Laufkarten

So wird die Laufroute mit GPS aufgezeichnet, auf den Computer hochgeladen, auf die digitalisierte Karte übertragen und im Internet veröffentlicht.

In der folgenden Anleitung werden die einzelnen Komponenten vorgestellt und beschrieben, sowie die notwendigen Schritte erklärt um die Komponenten anwenden zu können. Die folgenden Produkt- und Softwareversionen werden in dieser Anleitung dargestellt und beschrieben:

Der für die Beispiele verwendete Computer hat folgende Hard- und Software (für die Mindestvoraussetzungen der Software-Pakete siehe Website des Entwicklers):

  • AMD Athlon 64 X2 Dual Core 4200+ 2.21 GHz
  • 6 GB RAM
  • Windows 7 Professional 64-bit

Forerunner zur Aufzeichnung der Laufroute

ForerunnerDer GPS-Empfänger Forerunner von Garmin sieht aus wie eine Uhr und wird am Handgelenk getragen. Zusätzlich dient das Gerät auch als Pulsmesser. Das große Display erlaubt die Anzeige von mehreren Daten (z.B. Gesamtzeit, Rundenzeit, aktueller Kilometerschnitt, Gesamtdistanz, Rundendistanz, aktueller Puls, Uhrzeit und viel mehr) zugleich, wobei die Aufteilung der Anzeige selbst konfiguriert werden kann. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Kabel lassen sich die aufgezeichneten Daten einfach auf den Computer übertragen und auswerten (mit der mitgelieferten Software „Garmin Training Center“ oder anderen Produkten/Services wie z.B. RunningAHEAD oder Google Earth). Als Stromversorgung dient ein integrierter Akku, der für mehrere Stunden Trainingsaufzeichnung (laut Spezifikation 10 Stunden) reicht und mittels USB oder Steckdose aufgeladen werden kann.

Der interne Speicher reicht für genügend Aufzeichnungen (ca. 20 Trainingseinheiten). Ist der Speicher voll, wird die älteste Aufzeichnung automatisch überschrieben. Das Gerät selbst ist zwar recht groß und eindeutig schwerer (77 Gramm) als eine normale Armbanduhr, sobald man das Gerät aber angelegt hat, fällt es nicht weiter auf. Da die Streckenaufzeichnung über GPS läuft, erspart man sich einen zusätzlichen Sensor am Schuh und somit das ständige Wechseln des Sensors auf verschiedene Schuhe oder das Vergessen des Ein- und besonders des Ausschaltens des Sensors.

Den Forerunner 305 gibt es derzeit (Stand 9/2009) um € 167,- im Internet zu kaufen. Das aktuellste Angebot findet man am einfachsten bei Geizhals.

Nachdem man den Forerunner ausgepackt, eingeschalten und das Setup abgeschlossen hat, kann es losgehen. Einfach ins Freie gehen und warten bis das Gerät Satellitenempfang hat (dauert für gewöhnlich weniger als eine Minute, abhängig vom Wetter und der direkten Umgebung (z.B. Bäume, Hochhäuser)). Durch Drücken des start/stop-Knopfes wird das Training gestartet und wieder beendet, Zwischenzeiten können mit dem lap-Knopf genommen werden.

Und so sollte/könnte der Forerunner beim Orientierungslauf verwendet werden:

  • Forerunner rechtzeitig einschalten, damit genügend Zeit bleibt um Satelliten zu finden.
  • Am Start die Stoppuhr starten (kann auch schon beim Aufwärmen geschehen, überflüssige Teile können später abgeschnitten werden).
  • Bei jedem Posten kurz nach oder vor dem Stempeln eine Zwischenzeit nehmen. Dies ist zwar nicht unbedingt erforderlich, erleichtert aber später das Übertragen der Route auf die Karte.
  • Im Ziel oder kurz nachher die Stoppuhr stoppen und somit die Aufzeichnung beenden.

Nachteile des Forerunners?

  • Der Forerunner ist ein reines GPS-Gerät mit Stoppuhr und keine alltagstaugliche Armbanduhr (wäre dazu auch viel zu klobig).
  • Zur Höhenmessung wird kein Barometer verwendet sondern die Höhenmeter anhand von Karten berechnet, dadurch ist die Messung sehr ungenau (bei einem Orientierungslauf werden schonmal die doppelten der tatsächlichen Höhenmeter angezeigt).
  • Laut der Wettlaufordnung für den Orientierungslauf ist die Verwendung von Hilfsmittel (z.B. auch Höhenmesser) verboten. Dies wird zwar in Österreich (noch) nicht kontrolliert und geahndet, international und besonders bei Meisterschaften jedoch sehr wohl. Mit Hilfe der großen Anzeige könnte man z.B. auch während man schnell läuft sehr einfach die Distanz von einem bestimmten Punkt aus messen.

QuickRoute zum Übertragen der Laufroute

QuickRoute

QuickRoute, entwickelt vom schwedischen Eliteläufer Mats Troeng, ist eine Software für Windows zur Anzeige einer Route von einem GPS-Gerät auf einer Orientierungslaufkarte. Dazu werden eine digitalisierte Karte und eine GPS-Route übereinander gelegt, das Ergebnis kann dann als Bilddatei exportiert oder sogar in Google Earth betrachtet werden. Die Route wird in verschiedenen Farbbereichen angezeigt, dadurch kann man gut erkennen, wo man z.B. schnell und langsam oder der Puls hoch und niedrig war.

Das Programm ist gratis und kann von http://www.matstroeng.se/quickroute/ heruntergeladen werden. Nach der Installation das Programm starten (unter Windows Vista und Windows 7 kann der Programmstart etwas dauern, nicht nervös werden). In den Einstellungen gibt es nur die Sprache, englisch oder schwedisch, auszuwählen, sonst keine Optionen.

Laden von GPS-Route und Karte

Zum Erstellen einer neuen Datei im Menü „File>New“ auswählen, dadurch öffnet sich ein Dialog zur Auswahl der Karte und der Route.

Zuerst muss die Karte ausgewählt werden, dabei muss es sich um ein Bild im Format JPG, GIF, PNG oder TIF handeln. Wie man die Karte in eines der angegebenen Bildformate bekommt bleibt einem selbst überlassen, hier sind drei Möglichkeiten:

  • Datei-Export aus OCAD (beste Qualität, oft hat man die Karte und Bahn nicht als OCAD-Datei zur Verfügung)
  • Karte einscannen (gute Qualität, Scanner erforderlich)
  • Karte mit Digitalkamera fotografieren (schlechte Qualität, meist wegen Wölbungen im Papier und Reflektionen des Blitzes, dafür einfach zu machen und auch mobil einsetzbar, z.B. auf Trainingslager)

Neue QuickRoute Datei

Als zweites muss nun angegeben werden, wie und woher die GPS-Route geladen werden soll. Ist der Forerunner mit dem Computer verbunden, sollte er in der Liste „From GPS device“ auswählbar sein. Falls er in der Liste nicht erscheint, den Dialog schließen („Cancel“), Forerunner ab- und wieder anstecken und den Dialog wieder öffnen. Alternativ kann auch eine Datei angegeben werden (die z.B. vorher aus dem Garmin Training Center exportiert wurde).

Sollte beim Öffnen des Dialogs QuickRoute abstürzen, den Forerunner abstecken, QuickRoute wieder starten und den Dialog öffnen und erst dann den Forerunner wieder anstecken. Wenn der Forerunner dann nicht in der Liste erscheint, „From file“ und anschließend wieder „From GPS device“ auswählen, dann sollte der Forerunner in der Liste verfügbar sein.

Mit „OK“ den Dialog bestätigen. Es werden nun die gespeicherten Routen aus dem Forerunner ausgelesen und anschließend jeweils mit Datum und Uhrzeit in einer Liste angezeigt. Nachdem man die richtige Route ausgewählt und den Dialog mit „OK“ bestätigt hat, werden im Hauptfenster von QuickRoute die Karte und die Route (rote Linie) angezeigt.

QuickRoute lesen

Route anpassen

Die Route (die rote Linie) muss nun an die Karte manuell angepasst werden. Wenn man mit der Maus über die rote Linie fährt, erscheint auf der Route ein roter Punkt. Klickt und hält man nun die Maus, kann man die Route an einen beliebigen Punkt ziehen (durch Loslassen der Maustaste wird der Punkt fixiert). Die Route wird dabei automatisch angepasst.

QuickRoute anpassen

Es empfiehlt sich nun nicht wie gewonnt am Anfang, also am Start, zu beginnen, sondern mittendrin. Wurden während dem Lauf Zwischenzeiten bei den Posten genommen, ist die Anpassung schnell erledigt. Für jede Zwischenzeit wird auf der Route ein roter Kreis angezeigt. Nun müssen nur noch die Zwischenzeiten (rote Kreise) auf die auf der Karte eingezeichneten Posten gezogen werden.

Falls keine Zwischenzeiten vorhanden sind,  gestaltet sich die Anpassung etwas schwieriger. Nun muss nämlich anhand der Route erkannt werden, wo die Posten liegen. Meistens sind bei den Posten Ecken in der Route, da man genau dort die Richtung gewechselt hat. Daran kann man sich also gut orientieren.

Wenn man einen Zwischenzeitstreifen erhalten hat oder die Zwischenzeiten im Internet veröffentlicht wurden und somit seine Zwischenzeiten kennt, kann man die Route anhand dieser Zeiten anpassen. Beim Ziehen der Route wird in der Statusleiste unten bei „Elapsed Time“ die Laufzeit angezeigt. Wurde der Forerunner genau beim Ertönen des Startsignals gestartet, sollte diese Laufzeit bis auf wenige Sekunden mit den Posten übereinstimmen.

Es können auch manuell Zwischenzeiten hinzugefügt werden. Dazu in der oberen Symbolleiste das entsprechende Symbol („Add Split Time“) auswählen und entlang der Route bei den richtigen Zeitmarkierungen die Zwischenzeiten einfügen.

Am leichtesten ist die Anpassung, wenn man zuerst wenige Punkte verwendet, bei denen man sich ganz sicher ist, wo man auf der Karte war. Danach kann die Route durch weitere Punkte genauer angepasst werden.

QuickRoute angepasst

Hat man alle Posten fixiert, kann die Route zwischen den Posten sowie Start und Ziel angepasst werden. Da weder die aufgezeichnete GPS-Route (z.B. durch schlechten GPS-Empfang), noch die Laufkarte (z.B. schlechte Kartenaufnahme) perfekt stimmen, kann es leicht zu Ungenauigkeiten kommen. Zum Großteil weiß man aber selbst, wo genau man gelaufen ist, z.B. Forststraßen, Dickichtränder oder andere Leitlinien.

QuickRoute Feinabstimmung

Route abschneiden

Es ist möglich Teile am Anfang oder Ende der Route abzuschneiden. Dies ist sinnvoll um z.B. das Aufwärmen zu entfernen. Einfach in der oberen Symbolleiste die Schere („Crop Route“) auswählen und an der gewünschten Stelle auf die Route klicken. In einem Dialog kann die genaue Uhrzeit eingegeben und ausgewählt werden, ob vor oder nach dieser Zeit die Route abgeschnitten werden soll.

Wechseln zur Routenansicht

Nachdem die Route an die Karte angepasst wurde, kann die Ansicht geändert werden. Dazu in der oberen Symbolleiste den einfachen Mauszeiger („Pointer“) auswählen, dadurch wird die Route eingefärbt und richtig dargestellt. Durch Klick auf das rechts daneben liegende Bearbeitungssymbol („Adjust Route“) kann wieder in den Bearbeitungsmodus gewechselt werden.

Routenoptionen einstellen

Nun können Einstellungen zur Anzeige der Route vorgenommen werden. Die folgende Grafik zeigt die Symbolleiste mit den Optionen, darunter werden die Optionen einzeln beschrieben.

QuickRoute Routenoptionen

  1. Einfärbung der Route nach Kilometerschnitt („Pace“), Geschwindigkeit („Speed“), Herzfrequenz („Heart Rate“), Höhe („Altitude“) oder Richtungsänderungen („Direction Deviation“). Am Häufigsten wird der Kilometerschnitt verwendet.
  2. Startwert für den Farbbereich. Beispiel: ist bei (1) der Kilometerschnitt ausgewählt, wird als Startwert die Angabe in Minuten erwartet; je höher dieser Wert, desto grüner wird die Route. Als niedrigster Wert kann der niedrigste gefundene Wert der Route eingegeben werden (wird ein niedrigerer Wert eingegeben, wird automatisch auf den niedrigsten Wert der Route ausgebessert).
  3. Der Farbberreich für die Einfärbung der Route. Die kleinen schwarzen Pfeile am unteren Rand können mit der Maus gezogen werden (dies verändert automatisch die Werte in (2) und (4)).
  4. Endwert für den Farbbereich. Beispiel: ist bei (1) der Kilometerschnitt ausgewählt, wird als Endwert die Angabe in Minuten erwartet; je niedriger dieser Wert, desto rötlicher wird die Route. Als höchster Wert kann der höchste gefundene Wert der Route eingegeben werden (wird ein höherer Wert eingegeben, wird automatisch auf den höchsten Wert der Route ausgebessert).
  5. Öffnet einen Dialog zum Setzen des Start- und Endwerts für den Farbbereich, analog zu (2) und (4).
  6. Passt den Start- und Endwert für den Farbbereich automatisch an. Dies geschieht auch, wenn eine neue Datei erstellt wird.
  7. Setzt die Transparenz der Route; links = durchsichtig, rechts = undurchsichtig
  8. Verändert die Breite der Route.
  9. Seitenrandlinien der Route (de)aktivieren.
  10. Breite der Seitenrandlinien.
  11. Farbe der Seitenrandlinien.
  12. Glättung der Werte und somit des Farbbereichs. Je höher dieser Wert ist, desto mehr wird geglättet.

Karte mit Route exportieren

Sobald die Route angepasst und die Routenoptionen eingestellt wurden, kann die Karte exportiert werden. Zum Veröffentlichen im Internet wird normalerweise ein Bild verwendet, daher im Menü „File>Export>Image“ auswählen. Im Dialog kann der Speicherort und der Dateiname angegeben und der Bildtyp (JPG, PNG oder TIF) ausgewählt werden. Durch Klick auf „Save“ gelangt man zum nächsten Dialog, wo man die Bildgröße und Bildqualität einstellen kann. Die Bildgröße sollte auf der längsten Seite maximal 2000 Pixel betragen, bei der Bildqualität genügen 80%. Natürlich können hier auch höhere Werte ausgewählt werden, allerdings sollte man die Größe der exportierten Datei beachten. Wenn diese sehr hoch ist, dauert das Hochladen und Anzeigen des Bildes im Internet sehr lange.

QuickRoute Export

Karte in Google Earth anzeigen

Ein weitere Möglichkeit die Karte zu exportieren ist diese in Google Earth anzuzeigen. Dazu ist die Installation von Google Earth erforderlich. Im Menü unter „Tools>Open in Google Earth“ auswählen, die einzelnen Optionen je nach Bedarf auswählen und auf „OK“ klicken. Hier kann man verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, z.B. mit oder ohne Karte, Replay-Funktionen, etc. Wie man Google Earth verwendet, wird in diesem Beitrag nicht näher beschrieben. Für nähere Informationen, sowie Hilfen und Anleitungen bitte die Website von Google Earth durchsuchen.

QuickRoute Google Earth Export

Das Ergebnis könnte dann in etwa so aussehen:

QuickRoute Google Earth Screenshot 1

QuickRoute Google Earth Screenshot 2

Karte in DOMA hochladen

QuickRoute bietet die Möglichkeit die Karte direkt in ein DOMA hochzuladen und zu veröffentlichen. Dazu im Menü unter „Tools>Publish Map“ den entsprechenden Dialog öffnen. Auf diesen Punkt wird später näher eingegangen.

DOMA zur Online-Archivierung

DOMA

DOMA (Digital Orienteering Map Archive) ist ein System zur digitalen Archivierung von Orientierungslaufkarten. Die Karten werden auf einen Server hochgeladen und können der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Warum digital archivieren?

  • Kategorisierung
  • Schnelle und einfache Suche
  • Veröffentlichung
  • Nachbesprechung
  • etc.

DOMA ist eine Internetanwendung (also wie eine gewöhnliche Website mit einem Webbrowser zu verwenden) und benötigt einen Webserver mit PHP (Version 5) und MySQL (Version 5). Die Installationsdatei kann gratis unter http://www.matstroeng.se/doma/ heruntergeladen werden. Dort gibt es auch eine genaue Installationsanleitung unter dem Punkt „Installation“. Nach der Installation muss zumindest ein Benutzer angelegt werden um Karten hochladen zu können.

Features:

  • Unterstützt mehrere Benutzer mit einer einzigen Installation
  • Administrator kann Benutzer verwalten
  • Hinzufügen von neuen Karten über eine einfache Oberfläche
  • Kategorisierung von Karten (z.B. Wettkämpfe, Training, etc.)
  • Automatische Erstellung von Vorschaubildern
  • RSS Feed
  • Integration in QuickRoute
  • Verfügbar in mehreren Sprachen, auch selbst anpassbar
  • Layout und Funktionen selbst anpassbar und erweiterbar (Webdesign-Kenntnisse erforderlich)

Karte in DOMA hochladen

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine neue Karte in DOMA hochzuladen: mit dem Browser über die Oberfläche in DOMA selbst oder direkt aus QuickRoute mit Hilfe der Webservice-Schnittstelle.

Hochladen über die Oberfläche

Zum Hochladen über die Oberfläche muss die Karte zuerst aus QuickRoute als Bild (bevorzugt JPG) exportiert werden (siehe oben). Anschließend DOMA mit einem Webbrowser öffnen, mit dem eigenen Benutzer anmelden und oben auf „Karte hinzufügen“ klicken. Nun erscheint ein Formular zur Eingabe der zugehörigen Daten. Die Felder sind selbsterklärend und je nach Bedarf auszufüllen. Bei „Kartendatei“ nun die exportierte Karte von QuickRoute auswählen. Das Feld „Vorschaudatei“ kann leer gelassen werden, dadurch wird automatisch ein Bildausschnitt aus der exportierten Karte als Vorschaubild genommen. Das Formular mit Klick auf „Speichern“ abschicken, je nach Dateigröße und Internetverbindung kann das Hochladen mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen.

Karte in DOMA hochladen

Hochladen mit QuickRoute

QuickRoute bietet eine einfache Schnittstelle zum Hochladen von Karten in DOMA. Im Menü unter „Tools>Publish Map“ den entsprechenden Dialog öffnen. Bevor die Karte hochgeladen werden kann, muss eine Verbindung hergestellt werden. Bei „Webservice address“ muss der Pfad zur Datei „webservice.php“, also z.B. http://www.plohni.com/maps/webservice.php, angegeben werden, bei „Username“ der Benutzername und bei „Password“ das Passwort. Anschließend wird durch Klick auf „Connect“ die Verbindung hergestellt (dieser Vorgang kann ein wenig dauern). Konnte die Verbindung erfolgreich hergestellt werden, sollten in den Auswahlfeldern „Map“ und „Category“ die richtigen Einträge angezeigt werden.

Möchte man nun eine neue Karte hochladen, wählt man bei „Map“ den Eintrag „[New map]“ und füllt die übrigen Felder aus. Zum Aktualisieren einer bestehenden Karte den entsprechenden Eintrag bei „Map“ auswählen und die Feldwerte eventuell aktualisieren. In diesem Fall wird dann die Karte ebenfalls aktualisiert (möchte man nur z.B. das Kommentar ändern und die Karte belassen, so muss man dies direkt in DOMA machen). Anschließend mit Klick auf „OK“ bestätigen, es erscheint wie beim Kartenexport der Dialog zur Auswahl der Bildgröße und Bildqualität. Nachdem die passenden Werte eingegeben wurde, die Karte durch Klick auf „OK“ hochladen (dieser Vorgang kann je nach Kartengröße und Internetverbindung mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen).

QuickRoute DOMA-Webservice

DOMA auf plohni.com

Wer keine Möglichkeit hat DOMA auf einem Webserver zu installieren oder es einfach mal ausprobieren möchte, kann gerne http://plohni.com/maps verwenden (Speicherplatz ist genügend vorhanden). Benutzername und Passwort bitte per Kommentar oder E-Mail (mueszli(a)gmail.com) anfordern.

DOMA auf plohni.com

Zusammenfassung

Die Kombination von Forerunner, QuickRoute und DOMA ermöglicht eine einfache Aufzeichnung der Laufroute, Übertragung der Route auf eine Orientierungslaufkarte und Archivierung in einem Online-System. Die einzige Anschaffung ist der Forerunner von Garmin, der Preis hierfür liegt momentan (Stand 9/2009) bei € 167,-. Die benötigte Software (QuickRoute, DOMA und eventuell Google Earth) kann gratis aus dem Internet heruntergeladen werden. Natürlich kann der Forerunner nicht nur für den Orientierungslauf eingesetzt werden, sondern auch bei jeder Aktivität, bei der Zeit, Distanz und/oder Puls gemessen werden sollen, wie z.B. Laufen, Radfahren, Wandern, etc.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren und Anwenden und hoffe, dass dem einen oder anderen die Anleitungen und Erklärungen der Produkte und Software-Pakete geholfen haben.

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Ein KommentarKommentar schreiben

  • Danke für die tolle Anleitung, Markus! Hab es tatsächlich geschafft, die Route meines ersten Spartacus Laufes auf die eingescannte Karte zu bringen, cool. Lieben Gruß aus Klosterneuburg
    Georg